Verwechslungspanne: So kam es dazu

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Letzten Endes kamen die Feuerwehren am „richtigen“ Unfallort an.

Trostberg - Einen Tag nach der folgenschweren Ortsverwechslung bei dem Unfalleinsatz auf der St2091 bei Emertsham fragen viele besorgt: Wie konnte es dazu kommen?

Auf Anfrage von Chiemgau24.de gibt man bei der Trostberger Polizei zu, dass es seit der politisch gewollten Abschaffung der Polizeidirektion Traunstein kleinere Probleme gebe. Denn jetzt würden sämtliche Notrufe aus dem Gebiet des Präsidiums Oberbayern Süd bei der Einsatzzentrale in Rosenheim bearbeitet. Das bedeutet, dass dort die Beamten Anrufe aus Rosenheim und Umgebung, aber auch aus Weilheim, Altötting oder eben Trostberg entgegennehmen.

Fotos vom Rettungseinsatz

Unfall in Waldstück bei Emertsham

Da die Polizisten in Rosenheim sich unmöglich in sämtlichen Teilen Oberbayerns auskennen könnten, komme es manchmal zu Verwechslungen bei Ortschaftsnamen. Das, so betont der Beamte aus Trostberg, sei aber eher selten. Verwechslungen - wie zum Beispiel im aktuellen Fall von Emertsham und Engertsham - würden meistens erfolgreich verhindert. Der Beamte: „Man kann hier niemanden einen Vorwurf machen.“

Feuerwehr: „Müssen Fehler finden“

Ähnlich äußerte sich Siegfried Escher, Zweiter Kommandant der Trostberger Feuerwehr, gegenüber Chiemgau24.de. „Wir hegen keinen Groll gegen irgendjemanden.“ Trotzdem müsse man natürlich rausfinden, wo der Fehler passiert sei.

Weiter lobt Escher seine Kollegen von der Feuerwehr Kienberg: „Die haben sich sofort gemeldet, waren auf der Stelle einsatzbereit und haben ausgeholfen“.

Wo das eine System einen Mangel offenbarte, griff also zum Glück die Kameradschaft und Zusammenarbeit unter den Feuerwehren - zum Wohle des verletzten Autofahrers.

In seinem Fall ging es zwar nicht um lebensrettende Sekunden,  weil das Unfallopfer bereits von Passanten befreit werden konnte. Trotzdem wird es für den 18-jährigen Unfallfahrer beruhigend gewesen sein, dass die Retter doch noch schnell vor Ort waren.

kum

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