Volksfest: Stadt will Randale vermeiden

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Traunstein - Um den übermäßigen Alkoholkonsum, und die damit verbundenen Randale zu verhindern, erliss die Stadt jetzt eine Volksfestverordnung. "Wir brauchen sollche Menschen nicht beim Volksfest", meinte OB Manfred Kösterke.

Die Stadt Traunstein hat im Rahmen der Stadtratssitzung am Donnerstag den Erlass einer „Volksfestverordnung“ beschlossen. Die letzte Verordnung war im Oktober 2003 durch Zeitablauf außer Kraft getreten. Damals sah man aufgrund fachgesetzlicher Regelungsalternativen keine Notwendigkeit für einen Neuerlass.

Nachdem die landesweite Entwicklung allerdings zeige, dass überwiegend junge Leute schon vor dem Betreten der Festplätze intensiv Alkohol konsumieren würden der oft auch die Hemmschwelle zu Gewaltanwendungen herabsetzen würde, habe man sich zu dem Erlass entschlossen.

Dieser gilt auf dem gesamten Festgelände und der Bürgerwaldstraße ab der Salinenstraße. „Wir brauchen eine solche Verordnung, um ein Zeichen in der Stadt zu setzen, dass wir solche Ausuferungen nicht wollen und dagegen kämpfen werden“ machte Traunsteins Oberbürgermeister Manfred Kösterke klar.

Leider gäbe es beim Frühlingsfest immer wieder Menschen, die auf Randale aus seien: „Solche Menschen brauchen wir beim Volksfest nicht.“ Mit friedlichen Bürgern wolle man gerne feiern. Einig waren sich die Stadträte, dass Probleme mit exzessivem Alkoholkonsum und Schlägereien, kein Problem sei, das man ausschliesslich Jugendlichen zuordnen könne.

Die Polizeiinspektion Traunstein, für die auch in diesem Jahr in der Chiemgauhalle wieder eine „Festwache“ vorgesehen sei habe damit ein Instrumentarium um solchen Entwicklungen entgegenzutreten. CSU-Stadtrat Ernst Harrecker meinte dazu: „Traurig dass man solch eine Verordnung braucht.“ Man habe aber in anderen Städten wie beispielsweise in Berlin gute Erfahrungen damit gemacht. Ernst Haider von der UW legte den Focus auf aufklärerische Maßnahmen, die die Sicherheitskräfte verstärkt durchführen sollten.

Helmut Köppl (SPD), der als direkter Anwohner ein Augenmerk auf die Bewohner in der Nähe des Festgeländes legte, äußerte die Hoffnung: „Ich verspreche mir hier eine Verbesserung der Situation für die Anwohner.“ Der Jugendreferent des Stadtrats, Wolfgang Lenz von der UW wies darauf hin, dass übermäßiger Alkoholkonsum von Jugendlichen seit vielen Jahren ein Problem darstelle. Durch Aushänge an Schulen müsse man schon im Vorfeld auf die Konsequenzen hinweisen: "Diese können sogar so weit gehen, dass die Zulassung zur Führerscheinprüfung verweigert wird."

Rubriklistenbild: © wittenzellner

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