Weihnachtsgeschenk für das Stadtmuseum

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Zuwachs für die Kunstsammlung des Stadtmuseums Traunstein: Auf einer Auktion in München wurde für 800 Euro ein Öl-Gemälde von Max Fürst erworben. Oberbürgermeister Manfred Kösterke und der Leiter des Heimathauses, Dr. Jürgen Eminger, präsentierten die Neuerwerbung am Donnerstag im Rathaus.

Traunstein - Für das Stadtmuseum Traunstein konnte der Leiter des Heimathauses, Dr. Jürgen Eminger, auf einer Auktion in München ein Gemälde des Kirchenmalers Max Fürst erwerben.

Der Name des Künstlers ist vielen Traunsteiner Bürgern ein Begriff, da Max Fürst zu Beginn des 20. Jahrhunderts die künstlerische Neugestaltung der Stadtpfarrkirche St. Oswald ausführte. Auch auf der Neuerwerbung ist ein religiöses Thema dargestellt: In klassischer Komposition malte Max Fürst die Heilige Familie mit Maria, Josef und dem Jesuskind vor einem großen Fensterbogen mit Blick auf eine Landschaft. Bei dem Gemälde handelt es sich um den Entwurf eines Altarbildes, das Max Fürst um 1888 für die Pfarrkirche in Mettenheim bei Mühldorf schuf.

Die Stadt Traunstein konnte das Gemälde mit der Darstellung der Heiligen Familie für günstige 800 Euro erwerben. „Das Kunstwerk passt nicht nur vom Motiv wunderbar in die Weihnachtszeit, sondern es ist auch ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk für die Kunstsammlung der Stadt“, freute sich Oberbürgermeister Manfred Kösterke am Donnerstag bei der Präsentation des Gemäldes im Rathaus. Mit Dr. Eminger, Stadtarchivar Franz Haselbeck und der Leiterin der Städtischen Galerie Traunstein, Judith Bader, war sich der Oberbürgermeister einig, dass es sich bei dem Gemälde um ein ganz hervorragendes Beispiel für die Malweise von Max Fürst handelt. Seine Ausbildung erhielt der 1846 als Sohn des Traunsteiner Stadtmesners geborene Max Fürst an der Akademie in München. Er gilt als später Vertreter der Nazarener, einer Künstlergruppe mit dem Ziel, die Kunst aus der Wiederentdeckung alter italienischer und deutscher Kunst im Geiste des Christentums zu erneuern.

Für die Traunsteiner Stadtpfarrkirche St. Oswald fertigte Max Fürst in fünfjähriger Arbeit einen groß angelegten Freskenzyklus. Als Zeichen der Anerkennung verlieh im die Stadt im Jahr 1909 sogar die Ehrenbürgerwürde und widmete ihm noch zu Lebzeiten die Max-Fürst-Straße. Aber nicht nur als Kirchenmaler, sondern auch als Dichter, Heimatforscher und Kulturhistoriker machte sich Max Fürst mit zahlreichen Veröffentlichungen einen Namen. An den bedeutenden Sohn und Ehrenbürger der Stadt Traunstein erinnert nun auch das neu erworbene Gemälde der Heiligen Familie, das bis 23. Dezember im Rahmen der Krippenausstellung im Stadtmuseum der Öffentlichkeit präsentiert wird. Öffnungszeiten sind täglich von 14 bis 17 Uhr.

Pressemeldung Stadt Traunstein

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