Wenig Schulden trotz Dorferneuerung

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Schleching (ch-z) - Der zweiten Bürgerversammlung mit Bürgermeister Josef Loferer im gut besuchten Gasthof "Zur Post" ging wieder eine halbstündige Bürgersprechstunde voraus.

Diese wurde hauptsächlich zur Information über die begleitende Ausstellung genutzt.

Der energetische und vor allem der behindertengerechte Umbau des "Bürgerhauses" sei ihm ein besonderes Anliegen gewesen, sagte der Bürgermeister in seinem Rechenschaftsbericht. Aus der Reihe der freiwilligen Helfer und der beteiligten Firmen würdigte er besonders Martin Sabold, Hans Irlacher und Ernst Irlacher, die ehrenamtlich bei Wind und Wetter vom Abbruch des alten Kamins bis zur Fertigstellung der Dämmung am Bürgerhaus mitwirkten.

Erfreulich sei, dass in den "Schlechinger Hof" am Ortseingang wieder Leben einziehe. Das Gebäude beherbergte lange Zeit Aussiedler. Jetzt hat der Eigentümer durch den Umbau acht Wohnungen geschaffen, vier davon für Schlechinger Bürger. In Ettenhausen werde das "Staffner"-Anwesen saniert. Dort sei ein Hofladen geplant.

Loferer informierte über die angepasste Verordnung zum Naturschutzgebiet Geigelstein mit mehr Möglichkeiten für die Skitourengeher. Der Rossalmweg von der Haidenholzalm zur Rossalm (auf Schlechinger Seite) soll nach einer Begehung noch in diesem Jahr mit Vertretern des Forstes im Frühjahr 2010 saniert werden. Die Forstverwaltung habe der Sanierung bereits zugestimmt. Am Steinberg wurde über den Winter ein Wildgatter errichtet, deshalb ist die Steinbergalm nur über die Forststraße zu erreichen. Am Alpbach in Schleching sind in Abschnitten ökologische Maßnahmen geplant.

Das zurückliegende Jahr vom 1. November bis 31. Oktober brachte für den Tourismus in Schleching bei 13006 Gästen ein Plus von 5,11 Prozent, bei den Übernachtungen von 73765 ein Minus von 1,27 Prozent.

Die bisherigen Zahlen zum Haushalt 2009 lagen für die Bürger in schriftlicher Form auf. Der Verwaltungshaushalt 2009 umfasst 2,404 Millionen, der Vermögenshaushalt 605.000 Euro. Die Steuerhebesätze für Grund- und Gewerbesteuer bleiben gleich. Der Schuldenstand sank von 652.000 Anfang 2009 auf 587000 Euro. Die Verschuldung pro Einwohner (bei 1758 Einwohnern mit Hauptwohnsitz zum 31. Dezember 2008) errechnet sich für 2009 mit 334 Euro und liegt unter der Hälfte des Landesdurchschnitts. Nach Möglichkeit sollen keine weiteren Kredite aufgenommen werden, so der Bürgermeister.

Die einzige Wortmeldung zur anschließenden Aussprache kam von Dr. Jan Bodo Sperling. Die Zustimmung des Gemeinderates zur verkürzten Mittagspause für die Flüge der Deutschen Alpensegelflugschule (DASSU) Unterwössen habe ihn erschreckt. Die Flüge nähmen immer mehr zu. Loferer betonte, dass die Regelung nur für ein Jahr gelte und dann gemeinsam mit den Bürgern eine Bestandsaufnahme vorgesehen sei.

bre/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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