Wichtiger Schritt für Sportzentrum in Empfing

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Vertragsabschluss noch vor den Weihnachtsfeiertagen: Zum Bau des neuen Stadiongebäudes in Empfing haben die Stadt Traunstein und die am Projekt beteiligten Sportvereine am Freitag eine Bauherrengemeinschaft gegründet. Die Verträge unterzeichneten (von rechts) Oberbürgermeister Manfred Kösterke, FC-Vorsitzender Engelbert Thaler, ESV-Vorsitzender Christoph Kraller und JFG-Vorsitzender Christian Lay.

Traunstein - Mit der Gründung einer Bauherrengemeinschaft ist die Verwirklichung des neuen Sportzentrums in Empfing um einen weiteren Schritt vorangekommen.

Die Vereinbarung ist Voraussetzung dafür, dass die Stadt Traunstein die Planungen und den Bau des Stadiongebäudes zusammen mit den Sportvereinen 1. FC Traunstein, ESV Traunstein und JFG Chiemgau angehen kann. Wenn im nächsten Frühjahr die Bauarbeiten beginnen, werden diese drei Vereine zu einem neuen Sportverein fusionieren, der in Empfing seine sportliche Heimat finden wird. Die notwendigen Verträge unterzeichneten Oberbürgermeister Manfred Kösterke und die Vereinsvorsitzenden Engelbert Thaler (FC), Christoph Kraller (ESV) und Christian Lay (JFG) am Freitag im Rathaus.

„Die Stadt hätte die Aufträge auch alleine vergeben können, jedoch verbessert die Einbeziehung der Sportvereine die Chancen auf Zuschüsse“, erläuterte der Oberbürgermeister den Vorteil der neu gegründeten Bauherrengemeinschaft. Laut einer aktuellen Berechnung zur Finanzierung des Vorhabens würden sich die Zuwendungen des Bayerischen Landessportverbandes um rund 340.000 Euro erhöhen, wenn nicht die Stadt alleine als Bauherr auftritt, sondern die Planung und der Bau auf dem Wege einer Bauherrengemeinschaft erfolgen. Insgesamt werden sich die Kosten für das Großprojekt auf 4,6 Millionen Euro belaufen; der städtische Anteil von 3,7 Millionen Euro wird fast vollständig aus dem Verkaufserlös des Triftstadions gedeckt, auf dem nächstes Jahr ein neues Wohngebiet entstehen wird – und das ohne die Gesamtplanungen niemals für einen Verkauf zur Verfügung gestanden hätte, wie Kösterke betonte. Das mögliche Bauvolumen bezifferte der Oberbürgermeister auf 30 Millionen Euro.

Das Projekt werde ein „kleines Konjunkturpaket“ für die heimische Bauwirtschaft auslösen und zu einer deutlichen Belebung des innerstädtischen Handels und Lebens beitragen. „Vor allem aber bedeutet der Grundstücksverkauf den entscheidenden Finanzierungsbaustein für das neue Sportzentrum in Empfing“, sagte der Oberbürgermeister. Wie Kösterke zeigten sich auch die Vereinsvorsitzenden von den Vorteilen des Konzepts überzeugt: Die Sportplätze und das Stadiongebäude in Empfing sowie die Leichtathletikanlage des Landkreises würden für den Sport in Traunstein ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Neben den Sportvereinen profitieren vor allem auch die Schulen, da sie die Anlagen für den Sportunterricht nutzen können.

Im Rahmen des Gesamtkonzepts wird der Landkreis eine moderne, normgerechte Schulsportanlage errichten, auf die die Schulen mit ihren aktuell rund 4000 Schülern, aber auch die Bürger der Stadt Traunstein schon seit Jahrzehnten warten. Die Vertragsunterzeichnung im Rathaus nutzte Kösterke auch noch einmal, um auf die Bedenken über den Standort einzugehen.

„Sicher kann man bezüglich der Lage des Sportzentrums Bedenken haben. Allerdings sind in den Planungen die hochwasserbedingten Risiken so weit wie möglich minimiert worden“, so Kösterke. Für den Standort spreche auch die Nähe zu den Schulen, von denen die Sportplätze zu Fuß erreichbar sind Würde man das Sportzentrum außerhalb der Stadt errichten, würde wertvolles Wohnland verbraucht und man müsste die Schüler mit Bussen zur Schulsportanlage transportieren. Weiter sagte Kösterke: „Empfing ist auch deshalb der beste Standort, weil die Grundstücke der Stadt gehören und keine Kosten für den Grunderwerb anfallen.“

Pressemitteilung Stadt Traunstein

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