Wirte fordern rasche Fusion

Bergen - Die Mitgliederzahl im Kreisverband Traunstein des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes hat sich erhöht. Nun fordert der Verband eine größere Entscheidungsmacht.

Nachdruck verlieh dieser Forderung Kreisvorsitzender Peter Stocker vom Hotel "Wassermann" in Seebruck in der Kreisversammlung im Gasthof "Alpenblick" in Bergen-Holzhausen. Als Ziel des Verbandes nannte Stocker, dass die Gastronomie und Hotellerie ebenso wie die touristischen Leistungsträger wie Bergbahnen und Privatvermieter und die Kommunen und Tourismusstellen gleichberechtigt in den verschiedenen Gremien vertreten seien. Der Fahrplan für den seit längerem geplanten und auch beschlossenen Zusammenschluss zwischen den Tourismusorganisationen in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein sei, so Stocker, fraglich geworden.

Die Hoteliers und Gastwirte aus dem Landkreis Traunstein und aus dem Landkreis Rosenheim hatten vor kurzem gemeinsam mit der Interessengemeinschaft ITR 18 (Interessengemeinschaft für die Region 18) in einer eigenen Zusammenkunft in Rottau eine Resolution verfasst. Darin heißt es: "Es ist bedauerlich, dass im Landkreis Rosenheim durch einen Geschäftsführerwechsel eine Verzögerung eingetreten ist. Für die Betriebe ist aber maßgeblich, dass die notwendigen Schritte zum beschlossenen Top-Thema Radfahren durchgeführt werden, um im Jahr 2011 endlich wieder positive Betriebsergebnisse erzielen zu können."

Neben dem Thema "Radeln", das mit dem Verein für Ferien und Radeln aktiviert werden soll, gibt es auch Pläne der Gastronomen für das Projekt "Alpenkulinarik mit Gourmet-Vital-Küche". Es gibt Vorschläge für die Gesundheitsregion Traunstein und Rosenheim sowie Überlegungen für Wander- und Golf-Angebote. Zu all den genannten Punkten würden sich die Wirte als zentrale Partner des Tourismus gerne einbringen.

Stellvertretender Landrat Georg Klausner sprach von einer guten Zusammenarbeit mit der Kreisstelle des Verbandes. Er lobte die Betriebe für ihr Engagement zum Wohle des Tourismus.

Sabine Detter, Schriftführerin im Bezirksvorstand Oberbayern, forderte eine möglichst große regionale Tourismusstruktur mit dem Ziel, eine starke, wettbewerbsfähige und touristische Vermarktung zu erreichen. Die Vertreter der Agentur für Arbeit Traunstein, Peter Wendl und Thomas Hiendl, informierten, dass Bürger aus jenen zehn EU-Ländern, die vor acht Jahren zur EU kamen, ab 1. Mai dieses Jahres ohne Einschränkungen und Aufenthaltserlaubnis in allen EU-Ländern arbeiten dürften. Alexandra Huber als stellvertretende Geschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbandes im Bezirk Oberbayern berichtete unter anderem über den neuen Entgelt-Tarifvertrag sowie über Internetzugänge für Gäste.

Außerdem stellte sich noch Hauptgeschäftsführer Ralf Schell vom Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband vor und informierte zu einigen Themen wie Mehrwertsteuer-Regelung und anstehendem Facharbeiter-Mangel. Besondere Ausführungen widmete er dem Thema Brandschutz. Die Betriebe, so Schell, seien selbst verantwortlich für die Anpassung an die Auflagen in ihren Häusern.

hö/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Traunstein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser