40 Wohnhäuser in Haslach geplant

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An der Kampenwandstraße soll auf 33000 Quadratmetern (mit schwarz-weißer Linie gekennzeichnet) bezahlbarer Baugrund im Rahmen eines Einheimischenmodells angeboten werden. Geplant sind auf dem Gebiet bis zu 40 Einfamilienhäuser.

Traunstein - Das geplante Baugebiet im Rahmen des Einheimischenmodells in Traunstein-Haslach konkretisiert sich. Inzwischen wurden erste Fachgutachten vergeben.

Im Januar soll nach der Aufstellung eines Bebauungsplanes in den Folgemonaten mit der Planung und Ausführung der Erschließung begonnen werden.

Bereits in den letzten Bürgerversammlungen hatte Oberbürgermeister Manfred Kösterke betont, dass die Stadt ein Wohngebiet auf rund 33000 Quadratmeter mit 35 bis 40 Baugrundstücken ausweisen wird. Diese befinden sich zwischen der Kampenwandstraße und der Hochgernstraße, angrenzend an die Sportanlage unterhalb der Grundschule Haslach. Zwischenzeitlich ist der Grunderwerb durch die Stadt notariell gesichert, nötige Änderungen im Flächennutzungsplan wurden bereits im Juni diesen Jahres auf den Weg gebracht.

Ein störungsfreier Verlauf vorausgesetzt, soll im Juli mit dem Verkauf der Grundstücke begonnen werden, Baubeginn wäre dann im Frühjahr 2013 durch die jeweiligen Eigentümer möglich.

Eine zentrale Energieversorgung ist für das Baugebiet nicht vorgesehen, da diese nicht wirtschaftlich betrieben werden könne, wie Oberbürgermeister Kösterke in der jüngsten Stadtratssitzung ausführte.

Diskussionen löste die Frage aus, ob man in dem noch aufzustellenden Bebauungsplan die Nutzung bestimmter Formen regenerativer Energien vorschreiben wolle. Der Vorschlag der Stadt war, dies über vertragliche Regelungen auf freiwilliger Basis vorzunehmen. Entsprechende Förderangebote sollten den Anreiz dazu erhöhen, wie der Stadtkämmerer Pankraz Maier in der Sitzung ergänzte.

Grünen-Stadtrat Wilfried Schott stellte einen Antrag, dass die Bebauung mindestens den Stand eines Passivhauses haben müsse, was von den weiteren Fraktionen des Stadtrats abgelehnt wurde. Simon Steiner von der Traunsteiner Liste drängte darauf, dass eine zusätzliche Förderung von Seiten der Stadt nur gegeben werden solle, wenn die neue - für die weiteren Fraktionen schon sehr anspruchsvolle - Energiesparverordnung EnEV 2012 unterschritten werde. Man solle hier nicht vorher etwas verlangen, was die Bauherren später nicht leisten könnten, gab Dr. Thomas Graf von der Traunsteiner Liste zu bedenken. Ernst Haider (UW) betonte, dass junge Familien, die man mit diesem Baugebiet ansprechen wolle, ohnehin "scharf rechnen müssen". Man dürfe hier nicht alles festzementieren.

Dem schloss sich auch Zweiter Bürgermeister Hans Zillner (CSU) an: "Freiwilligkeit ist besser als Zwang." Dritte Bürgermeisterin Waltraud Wiesholer-Niederlöhner (SPD) sagte, sie sei "aus leidvoller Erfahrung aus dem Baugebiet Axdorfer Feld" gegen jegliche Vorschriften. Burgi Mörtl-Körner (Grüne) machte deutlich, dass man vor dem Hintergrund des Klimawandels Verantwortung für die nächste Generation habe. Deshalb müsse man solche Vorschriften für die künftigen Eigentümer vorschreiben.

Oberbürgermeister Kösterke mahnte an, weg von einer "Schwarz-Weiß-Malerei" zu kommen. "Wir müssen die Verhältnismäßigkeit im Blick haben." Der Beschlussvorschlag fand gegen die Stimmen der beiden Stadträte der Fraktion der Grünen Zustimmung.

wz/Chiemgau-Zeitung

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