Zahl der Notrufe steigt auf 90.000

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Traunstein - Vor einem Jahr hat die Integrierte Leitstelle Traunstein (ILS) ihren Betrieb aufgenommen. Die Zahl der Alarmierungen ist dabei gegenüber 2009 um knapp zehn Prozent gestiegen.

Aktuell müssten sich die Bürger der Landkreise Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Traunstein mit der 112 nur noch eine Notrufnummer merken, sagte der Vorsitzende, Landrat Hermann Steinmaßl, in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Traunstein im Landratsamt.

Mit der ILS habe der Rettungsdienst in Südost-Oberbayern den Blick nach vorne gerichtet und ein gutes Stück an Sicherheit dazugewonnen, so Steinmaßl weiter. Nach Angaben des ILS-Geschäftsführers Josef Gschwendner gibt es mittlerweile keine Übermittlungs- und Schnittstellenverluste mehr. Und auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den bayerischen und Salzburger Akteuren habe durch die Anschaffung eines Vielkanal-Sprechfunkgerätes um einen weiteren Baustein ergänzt werden können. Die Zusammenarbeit zwischen der ILS Traunstein und der ÖRK-Leitstelle Salzburg könne nun direkt über Funk erfolgen, so dass mit den Fahrzeugen beider Länder bei grenzüberschreitenden Einsätzen schnell und problemlos kommuniziert werden könne.

Die Rettungsdienstalarmierungen im Einsatzgebiet der ILS sind im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 Prozent auf über 91.600 gestiegen. Dazu zählen unter anderem über 18.000 Notarzt- und über 25.000 Notfalleinsätze sowie knapp 28.000 Krankentransporte und Berg- und Wasserrettungseinsätze. Nach Angaben des stellvertretenden Leiters der Leitstelle, Gerhard Jäkel, stehe die Region bei der Berg- und Wasserrettung bayernweit an erster Stelle. Die meisten der 1040 Einsätze habe es in der Urlaubsregion an schönen Wochenenden gegeben. Der Rettungshubschrauber Christoph 14 sei fast 1500-mal im Einsatz gewesen.

ga/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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