Abiturnoten: Zwölfmal 1,5 oder noch besser

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Schulleiter Bernd Amschler ehrte die Jahrgangsbesten: Verena Kahnert erreichte einen Notendurchschnitt von 1,0, Michael Wermuth von 1,1, Sarah Köppl und Anna-Sophia Lenze jeweils von 1,2 (von links).

Traunstein - Mit bemerkenswerten Leistungen hat sich der letzte Jahrgang des neunjährigen Gymnasiums am Annette-Kolb-Gymnasium verabschiedet: Zwölfmal gab es die Note 1,5 oder noch besser.

Ein Drittel der 93 Absolventen hat im Zeugnis eine Eins vor dem Komma als Notenschnitt. Verena Kahnert war mit einer glatten 1,0 Schulbeste.

Die mit vielen gekonnten musikalischen Einlagen gestaltete Verabschiedung wurde mit einer ökumenischen Andacht von Pfarrer Sebastian Stahl eingeleitet. Schulleiter Bernd Amschler verglich die Leistung der Absolventen mit einer Bergtour: "Ihr seid auf dem Gipfel angekommen" sagte er. Die "letzte G9-Seilschaft" habe es gepackt. Er ermutigte die jungen Frauen und Männer, neue Entscheidungen zu wagen und auch die Konsequenzen dafür zu übernehmen. "Glaubt an eure Talente und steigert sie" rief er ihnen zu und wünschte eine geglückte Zukunft mit vielen Gipfelmomenten."

Elternbeiratsvorsitzende Carolin Berka machte in ihrer kurzen Ansprache auch deutlich, dass die Schule einen Beitrag für den Reife- und "Abnabelungsprozess" leiste. Die jungen Leute hätten nun ein "hohes Maß an Gestaltungsfreiheit" für ihr eigenes Leben erworben und tolle Möglichkeiten, ihr "Haus des Lebens" zu bauen.

Auch die Abiturienten kamen zu Wort: Lydia Weber und Kilian Karger machten in Anlehnung an Schriftsteller C.S Lewis ("Die Chroniken von Narnia") deutlich, dass Menschen dazu neigen würden, sich in "verschiedenen Kreisen" zusammenzufinden und von dem Wunsch geprägt seien "dazu zu gehören". In der Schule seien viele neue Freundschaften und "Kreise" entstanden.

Kollegstufenbetreuer Rudolf Heid stellte anhand des gleichnamigen Shakespeare-Stücks fest, dass für die Absolventen nun der letzte Akt des "AKG-Sommernachtstraums" zu Ende gehe und bedankte sich bei ihnen dafür, dass sie "durch Engagement und Zielstrebigkeit sowie Freundlichkeit und Einsatz für die Schule und die Mitschüler" die Schulzeit mitgestaltet hätten.

Wie erfolgreich die frischgebackenen Ex-Schüler gearbeitet haben, zeigte sich alleine daran, dass zwölf von ihnen einen Notenschnitt von 1,5 oder besser erreichten. Verena Kahner schaffte sogar den Traumschnitt von 1,0. Michael Wermuth (1,1), Sarah Köppl und Anna-Sophia Lenze (jeweils 1,2) waren nur unwesentlich von dieser Spitzenleistung entfernt.

Die Verleihung der Zeugnisse an die 74 Schülerinnen und 19 Schüler wurde trotz der großen Anzahl mit viel Zeit und Liebe zum Detail vorgenommen. Von jedem Absolventen wurde ein Bild auf eine Leinwand projeziert und das ausgesuchte Lieblings-Musikstück angespielt. Einzelne Absolventen wurden für besondere Leistungen ausgezeichnet.

Schulleiter Amschler wies darauf hin, dass die Absolventen bei der Verleihung der Abiturzeugnisse nur Bescheinigungen erhalten hätten, da das Original erst am heutigen Montag vergeben werden dürfe, da sonst der Kindergeldanspruch im April verfallen wäre - was die Absolventen mit Fassung trugen.

Zum Ende sangen die Schüler den Anwesenden noch mit dem Spiritual "Good News" ein Abschlusslied. Die Schüler werden die Feier wohl nicht so schnell vergessen. Dazu trug auch im Anschluss ein gemeinsames Abendessen im Kurhaus Ruhpolding und eine lange Nacht des Tanzens und Feierns mit der Band "Orange Club" bei.

Für die Schule folgt im Juli der "zweite Teil": Dann sind über 70 Absolventen des ersten G8-Jahrgangs fertig. Trotz dieser hohen Zahl von abgehenden Schülern rechnet die Schulleitung nicht mit einem wesentlichen Rückgang der Schülerzahlen, sondern geht davon aus, dass die Neuanmeldungen in etwa die gleiche Höhe wie die Abgänge aus dem G8 und G9 erreichen werden, wie Amschler mitteilte.

wz/Chiemgau-Zeitung

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