Kandidatenliste für den Gemeinderat steht fest

SPD Altenmarkt stellt sich für die Kommunalwahl 2020 auf

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Die SPD Altenmarkt verfügt zwar nur über zwölf Gemeinderatskandidaten, konnte aber mit Hilfe der „Doppelbesetzung“ trotzdem alle sechszehn Listenplätze besetzen. Listenführer und Listenzweiter ist der SPD-Ortsvorsitzende Heinz Deutsch (Dritter von links). Dahinter folgen ebenfalls auf jeweils zwei Listenplätzen Gemeinderätin, Kassiererin und Schriftführerin Doris Ober (vorne Mitte), Werner Oberauer (Vierter von rechts) und Philomena Haubl (Zweite von rechts). Die Listenplätze neun bis 13 gehen an Michael Vogt (rechts) Susanne Gmeindl (links), Klaus Buntkiel-Kuck (Vierter von links), Marion Krutzlinger (Fünfte von rechts) und Georg Mathes (Zweiter von links). Hinter den bei der Aufstellungsversammlung nicht anwesenden Gemeinderatskandidaten Sebastian Rockel und Dietmar Hofmanninger besetzt Juan Gòmez Ramirez (Dritter von rechts) den 16 Listenplatz

Altenmarkt - Gut gerüstet sieht sich der SPD-Ortsverband Altenmarkt für die Kommunalwahl am 15. März kommenden Jahres, auch wenn man wie bereits 2014 keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schickt.

In der Aufstellungsversammlung im Gasthof „Husarenschänke“ segneten die anwesenden Mitglieder die von der Vorstandschaft im Vorfeld ausgearbeitete Gemeinderatskandidatenliste einstimmig mit 15:0 ab. Da man insgesamt nur zwölf Kandidaten gewinnen konnte, wurden – um keine Stimmen zu verschenken – dieersten acht Listenplätze doppelt besetzt

SPD-Ortsvorsitzender Heinz Deutsch (70 Jahre, Rentner/Dipl.-Ingenieur) findet sich als Listenführer auf eins und zwei wieder, Gemeinderätin, Kassiererin und Schriftführerin Doris Ober (51, Bürokauffrau) auf drei und vier, Werner Oberauer (54, Industriemeister) auf fünf und sechs und Philomena Haubl (64, Rentnerin) auf sieben und acht. Dies so zu machen, sei „ein Vorteil, denn wenn ein Wähler unsere Liste ankreuzt, können alle 16 Stimmen vergeben werden“, so SPD-Gemeinderat Martin Ober, der als Versammlungs- und Wahlleiter fungierte. Ein Kandidat könne aber freilich trotzdem nicht mehr als drei Stimmen bekommen. 

Die Listenplätze neun bis zwölf besetzen Michael Vogt (46, Angestellter), Susanne Gmeindl (54, kaufmännische Angestellte), Klaus Buntkiel-Kuck (64, Rentner) und Marion Krutzlinger (41, Physiotherapeutin) und auf dreizehn bis sechzehn eingereiht wurden Georg Mathes (64, Rentner), Sebastian Rockel (32, Anlagenmechaniker), Dietmar Hofmanninger (61, Industriemeister) und Juan Gòmez Ramirez (67/Rentner).

SPD-Ortschef Deutsch freute sich über den reibungsfreien und schnellen Wahlablauf und bedankte sich bei seinen Mitstreitern für deren Bereitschaft zu kandidieren, und das obwohl die SPD im Land und im Bund derzeit schwierige Zeiten durchlebe. Sein großes Anliegen sei es, so Deutsch, den Ortsverband im Wahlkampf „klar zu positionieren“. Die Bürger müssten wissen, für was man stehe und wo man hinwolle. 

Während die scheidende Gemeinderätin und Dritte Bürgermeisterin Christine Reich gerne eine Frau an der Spitze der Kandidatenliste gesehen hätte, freute sich ihr ebenfalls nicht mehr kandidierender Ratskollege Martin Ober darüber, dass man bis Listenplatz zwölf jeweils abwechselnd einen Mann und eine Frau reihen konnte. Ober sitzt seit 30 Jahren im Gemeinderat und war von 2002 bis 2008 auch Dritter Bürgermeister. Reich ist seit 2008 Gemeinderätin und zudem seit 2010 Dritte Bürgermeisterin. Sie und Altbürgermeister Horst Meier bestimmte man zu Beauftragten des Wahlvorschlages.

In der Vorstellungsrunde der Gemeinderatskandidaten wurden die Themen Dorfentwicklung und -erneuerung inklusive Ortsumgehung mehrmals angesprochen. Hier gebe es noch viel zu tun, hieß es. Auch die Vereine und die Jugendarbeit will man unterstützen. Angeregt wurde zudem die Verbesserung der Radwegverbindung nach Trostberg. 

Gemeinderat Martin Ober mahnte an, dass es mit der Sicherheit der Radfahrer im Ort allgemein schlecht bestellt sei. Zudem müsste die Gemeinde in puncto Umweltschutz und Nachhaltigkeit eine Vorbildfunktion für die Bürger einnehmen. Kies sollte in einem Wasserschutzgebiet nicht abgebaut werden, gab Alt-Bürgermeister Horst Meier mit Blick auf die angedachte Kiesgrube in Offling zu bedenken. 

Martin Ober kritisierte auch die „nicht sehr demokratische Vorgehensweise“ im Gemeinderat: „Der Bürgermeister macht die Planungen und wir Räte erfahren nichts und müssen dann darüber abstimmen“. „Wie würde das im Gemeinderat mit einem Bürgermeister Michael Pöpperl ausschauen?“, wandte er sich an den anwesenden Bürgermeisterkandidaten der Freien Wähler Altenmarkt-Rabenden. 

„Ich war und bin immer Teamworker, es geht nur miteinander“, meinte Pöpperl und freute sich auf die Arbeit im Gemeinderat, um „gemeinsam etwas bewirken zu können, für ein starkes Altenmarkt“. Man brauche ein Konzept, in dem festgelegt sei, „wo die Gemeinde in fünf oder zehn Jahren stehen soll“, appellierte Gemeinderätin Reich und kritisierte, dass es viel zu wenig Wohnraum gebe. Es gelte nun in diversen Bereichen die Weichen zu stellen, pflichtete ihr Deutsch bei und versprach einen „frischen Wind“.

mmü

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