Termine vorerst nur für bestimmte Personengruppen

Impfzentrum in Altenmarkt betriebsbereit: Über 80-Jährige erhalten Infos per Post

Impfzentrum Aubergtunnel Altenmarkt
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Das Impfzentrum am Altenmarkter Aubergtunnel ist betriebsbereit.

Altenmarkt an der Alz - Das Corona-Impfzentrum am Aubergtunnel in Altenmarkt ist betriebsfertig. Zunächst sollen ausschließlich Personen über 80 Jahre geimpft werden, sie erhalten demnächst ein Informationspaket per Post.

Die Arbeiten am Impfzentrum des Landkreises Traunstein (Plus-Artikel) konnten wie geplant beendet werden. Bei einem Probebetrieb am Freitag wurde das Konzept von Landkreis und Kliniken Südostbayern nochmals durchgespielt. Auch die Zulassung des ersten Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer in der EU steht nach jüngsten Meldungen kurz bevor. Die Europäische Arzneimittelagentur will am 21. Dezember ihr Gutachten der Europäischen Kommission zur Entscheidung vorlegen.

Termine für Impfungen vorerst nur für bestimmte Personengruppen

Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit der Impfstoffe – gerade in der Anfangsphase – kann dieser aber zunächst nur bestimmten Personengruppen angeboten werden. Eine entsprechende Definition für Deutschland wurde durch die Corona-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt. Danach sollen gerade zu Beginn Personen in einem Alter von über 80 Jahren vorrangig geimpft werden.

Der Landkreis Traunstein versendet daher umgehend ein umfassendes „Informationspaket“ an alle Impfberechtigten in dieser Altersgruppe. Darin sind unter anderem wichtige Hinweise zu Terminvergabe und Ablauf im Impfzentrum enthalten. Dem Informationspaket wird zudem ein Aufklärungsmerkblatt sowie ein Anamnese- und Einwilligungsblatt beigelegt. 

Eine Impfung ist ausschließlich nach einer vorherigen Terminvereinbarung und zunächst auch nur für diesen Personenkreis möglich. Der Betreiber – die Kliniken Südostbayern – wird dazu ab Montag, den 21. Dezember eine entsprechende Hotline schalten. Auch eine Online-Terminreservierung mit einem speziellen Zugangscode ist voraussichtlich ab Mittwoch, den 23. Dezember eingerichtet. Erste Termine sollen dann zum Wochenende (26./27. Dezember) vereinbart werden, abhängig selbstverständlich von der Lieferung des Impfstoffes durch den Freistaat. Die Öffnungszeiten des Impfzentrums sind grundsätzlich von Montag bis Sonntag (= 7-Tage-Woche) von 9 bis 20 Uhr.

Ebenfalls sollen Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen und bestimmtes Personal im medizinischen und pflegerischen Bereich in der Priorisierungsstufe 1 geimpft werden. Dies erfolgt voraussichtlich durch mobile Teams.

Ablauf der Verabreichung im Impfzentrum

Das Impfzentrum am Aubergtunnel in Altenmarkt kann zum vereinbarten Termin mit dem Auto angefahren werden. Auch eine entsprechende ÖPNV-Anbindung wurde mit der neuen Bushaltestelle „Impfzentrum Altenmarkt“ geschaffen. Die Linien 9442, 9438 und 9242 haben die Haltestelle in ihren Fahrplan aufgenommen.

Ab der Ankunft im Impfzentrum ist unbedingt eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Es erfolgt eine entsprechende Eingangskontrolle durch den Sicherheitsdienst, damit sichergestellt ist, dass nicht zu viele Personen und nur solche mit Termin in das Impfzentrum gelangen. Im Anmelderaum innerhalb des Impfzentrums werden dann die Personalien erfasst. Anschließend erfolgt im Aufklärungszimmer ein persönliches Gespräch zur COVID-19-Impfung mit einem Arzt. Dieser überprüft die mitgebrachten Unterlagen und klärt noch offene Fragen. Wenn alle Unklarheiten beseitigt sind und der Impfung zugestimmt wurde, erhält man im nächsten Raum die eigentliche Schutzimpfung. Nach einer kurzen Beobachtungszeit kann das Impfzentrum wieder verlassen werden.

Chance zur Impfung unbedingt nutzen

„Natürlich setzt diese Impfung eine freiwillige Teilnahme voraus“, betont Landrat Siegfried Walch. Sowohl Landrat Walch als auch Dr. Wolfgang Krämer, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein, hoffen jedoch auf eine große Bereitschaft zur Impfung. „Erst wenn wir den Gemeinschaftsschutz mit einer Immunität von circa 70 Prozent in der Bevölkerung schaffen, kann diese Pandemie vorübergehen“, so Dr. Krämer. Dass die Zulassung in diesem enormen Tempo durch die Europäische Union geschafft wurde, erfolge aber nicht mit Zugeständnissen bei den Test-Anforderungen und der Sicherheit der Wirkstoffe. Dazu Dr. Krämer: „Allein die sogenannte Phase-3-Studie des Pharma-Verbundes von Biontech und Pfizer erfolgte an knapp 44.000 Personen“. Wie jeder andere Impfstoff auch wurde dieser in streng kontrollierten Prozessen intensiv geprüft.

„Nur gemeinsam können wir diese Krise bewältigen. Wer sich impfen lässt, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch seine Familie, Freunde und die gesamte Gesellschaft. Nutzen wir also diese Chance, die uns die Wissenschaft bietet – ich werde es auf jeden Fall tun“, so Landrat Siegfried Walch abschließend.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

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