Gemeinde Altenmarkt und Polizei klären auf

Raser in Offling und unsichtbare Ortsschilder?

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Altenmarkt - Auf der Staatsstraße 2093 zwischen Seebruck und Altenmarkt fühlen sich Anwohner in Offling von Rasern gestört. Unsere Redaktion hat deswegen eine Anfrage bekommen.

Eine Userin hat sich via Pinweis an chiemgau24.de gewandt und schildert den Fall wie folgt: "In der Gemeinde Altenmarkt gibt es einen Ortsteil namens Offling. Durch Offling führt die Staatsstraße 2093 von Altenmarkt nach Seebruck und natürlich auch von Seebruck nach Altenmarkt. An beiden Seiten am Ortseingang stehen die gelben Ortseingangsschilder, eigentlich unübersehbar! Scheinbar sind die Schilder jedoch unsichtbar, denn anders kann ich es mir nicht erklären, dass Autos, Lastwagen usw. durch unseren kleinen Ort mit wesentlich mehr als 50 km/h durch rasen. Laut Polizei ist es aufgrund des Straßenverlaufs nicht möglich, eine Radarfalle aufzustellen. 

Auf meine Anregung bei der Polizei und Gemeinde, doch mal eine Geschwindigkeits-Messtafel aufzustellen, passierte leider nichts. Zu meinem allergrößten Erstaunen musste ich feststellen, dass die Gemeinde eine solche Tafel an einer Stelle aufgestellt hat, wo sie vollkommen unnötig ist - nämlich von Altenmarkt rechtsabbiegend auf die St2093. Dort ist man eh nicht so schnell, es verlaufen Schienen quer über die Straße und dann ist die Ortschaft zu Ende und keine 100 Meter weiter sind 70 km/h erlaubt."

chiemgau24.de ist dem Fall nachgegangen und hat zunächst bei der Gemeinde Altenmarkt nachgefragt. "Auf der Staatsstraße in Altenmarkt haben wir Wanderbaustellen mit mobilen Geschwindigkeitsanzeigen", hieß es seitens der Gemeindeverwaltung in Altenmarkt. Eine dauerhafte Lösung sei aus verschiedenen Gründen schwierig: Die Gemeinde Altenmarkt ist eingekesselt von Bundesstraßen, das heißt man müsste sehr viele Radarkontrollen aufstellen. Ein Dauergeschwindigkeitsmesser wäre deshalb laut der Gemeinde auch ein preisliches Problem. 

Auch die zuständige Polizei in Trostberg hat sich auf Anfrage dazu geäußert. Es gäbe sog. "VÜ-Richtlinien" des Innenministeriums. Darin würde vorgegeben, wo so ein Messgerät stehen darf und soll. "Eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung wäre gar nicht möglich und von den Bürgern auch nicht gewollt", meinte ein Sprecher der Polizei. Und sollte es doch einmal untypische Vorfälle geben, würde die Polizei sehr wohl auf die Bürger eingehen, hieß es weiter. Es gibt sogar einen Beamten, der extra für die Belange der Einwohner zuständig ist.

Zudem ist man sich bei Gemeinde und Polizei einig, dass keine Häufung von Unfällen oder eine besondere Auffälligkeit von Rasern in Offling besteht. Ein Gemeindemitglied aus Altenmarkt erwähnt, dass es im Frühjahr mehr Lärm durch Motorräder geben kann.

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