Offenen Bühne Altenmarkt

Musikalisches Eldorado einen Abend lang

Altenmarkt - Altenmarkts Kulturwelt ist um eine Attraktion reicher. Die Tittmoninger Trommelgruppe "Mamaya" veranstaltete erstmals im Gasthof "Zur Post" ihre Offene Bühne, die sich durch vielseitige und abwechslungsreiche Darbietungen auszeichnete.

Und so konnte das Publikum im restlos gefüllten Postsaal einen Abend erleben, der mit 15 Interpreten beziehungsweise Gruppen aus den Rubriken Gesang, Instrumental und Tanz für jeden Geschmack etwas bereit hielt. Zum Auftakt des Abends waren natürlich die Gastgeber, die Formation "Mamaya" mit zwei temperamentvollen Trommelstücken zu hören.

Songs wie "Nothing Else Matters" der Amerikanischen Metal- Band Metallica waren von Verena und Marlies zu hören. Gefühlvoll gesungen und untermalt von bisweilen kräftigen Gitarrenspiel. Begleitet wurden die Beiden von ihrem Gitarrenlehrer Helmut Mayer, der an diesem Abend auch die Bühnentechnik arrangierte. Die klangliche und rhythmische Vielfalt beim Didgeridoo entsteht aus einer Kombination von Atemtechnik, Mundbewegung und Stimmeffekten. Diese Trilogie beherrschten Hans und Arno perfekt und versetzten so ihre Zuhörer gedanklich nach Australien, in die Stammesgebiete der Aborigines.

Traditionell ging es dann auch mit dem Trio "Sunngarten" weiter. Auf Ventilposaune, Steirischer Harmonika und Gitarre erklangen schwungvolle bayerische Weisen. Drei Tanzformationen sorgten an diesem Abend für die optischen Genüsse. Zum Einem legten selbstbewusst sechs junge Mädels derKinderstepptanzgruppe des TSV Trostberg eine flotte Sohle aufs Parkett. Gefolgt von den tollen Choreografien der großen Stepptänzer. Und dann entzückten noch dieLine-Dancer-Damen aus Emertsham ihr Publikum, besonders mit ihrem akrobatisch- witzigen "Strumpfhosentanz".

Als einzige ortsansässige Gruppe präsentierte sich derTriangelchor unter Leitung von Regina Mitterer. Aus ihrem großen Repertoire brachten die Sängerinnen und Sänger unter anderem das italienische Eisenbahnlied "La Strada Ferata" zu Gehör. Aufgeführt natürlich mit Schaffnerkelle und, nicht ganz stilecht, mit Bundesbahnmützen.

Akustische Zeitreise

Lieder aus der eigenen Feder sang Doris in Begleitung von Tom auf der Gitarre. Verträumte, fantasieanregende Weisen erklangen aus der Indianerflöte von Eleen. Nicht alltäglich zu hören ist auch Musik aus der Zeit der Renaissance. Mit solch einer akustischen Zeitreise entführten Richard, Charly und Marion mit Liedern gespielt auf Mandoline und Flöte ihr Publikum. Zurück zu den Tatsachen neuzeitlicher, vor allem weiblicher Probleme. "In jeder Frau steckt ein Stück Hefe, das kleine Luder tut als ob es schliefe, das ist wie Zauberei, ich hatte am Bauch noch nie einen Ring und plötzlich habe ich zwei" sind nur einige Zeilen von dem Thea Eichholz- Song "Hefe". Gesungen mit kabarettistischen Talent und grandioser Mimik von Renate, Johanna und Susanne. Die Lachsalven der Zuhörer waren da schon vorprogrammiert.

Nur mit Musik aus der "Konserve" ausgestattet, also ein Abspielgerät mit Verstärker, trat die Solokünstlerin Kirsten Scholly auf. Zu dem Playback von Amy Winehouse "Back to Black" sang Kirsten Scholly mit kräftiger, rauchiger Stimme die dem britischen Original sehr nahe kam. "Mir ham soviel Freud an der Musik, das wir oanmal in der Woch oan Kasten Bier leer proben", mit den Worten stellte sich die Combo "Aufgspuit" vor. Mit zwei Gitarren und der Cajon (Kistentrommel) ausgestattet präsentierten die drei Musiker unter anderem den Hit von J.J.Cale - "Cocaine" umgeschrieben auf eine bayerische Droge - "Ein Helles".

Im zweiten Teil des Abends fanden sich spontan Musiker aus verschiedene Formationen zusammen und wagten bis tief in die Nacht noch einige musikalische Experimente. Moderiert hat die Offenen Bühne Ines Pink von der Trommlergruppe "Mamaya". Sie bedankte sich bei allen Interpreten für ihre Teilnahme, die ohne Gage erfolgte. Besondere Dank ging an die Wirtsleute vom Gasthof "Zur Post", Rainer und Renata für die spontane Zusage für die Veranstaltung.

Pressemitteilung Trommelgruppe Mamaya

Rubriklistenbild: © Thomas Schwiede

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