Eigener Sohn (20) tötete Mutter

Wurde Altenmarkterin Ute W. mit einem Hammer erschlagen?

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Altenmarkt/Schnaitsee - Dass es sich beim Mord an Ute W. um ein brutales Gewaltverbrechen handelt, scheint für die Polizei festzustehen - griff ihr 20-jähriger Sohn bei der Tat zum Hammer?

Ein schmuckes Haus im Zentrum Altenmarkts - dort hat sich der Mord an Ute W. wohl abgespielt. Wie der Traunreuter Anzeiger nun berichtet, soll sie ihr 20-jähriger Sohn mit einem Hammer getötet haben. Die Polizei bestätigt die Informationen vorerst nicht. Fünf Tage nach dem Fund der zwischenzeitlich vermissten 53-Jährigen in einem Wald bei Schnaitsee ist noch so manches Detail offen.

Das Waldstück zwischen Kienberg und Schnaitsee, wo die Polizei nach dem Leichenfund die Spurensicherung durchführte. 

"Wir leben hier nicht im Land der Glückseligen" - Schnaitsees Bürgermeister

Sohn Uli sitzt seit der Festnahme am Donnerstag in Untersuchungshaft. Von der Polizei konnte er in seinem Heimatort aus dem Auto heraus festgenommen werden - widerstandslos. Der junge Mann gestand in einer ersten Vernehmung die Tat. Sein möglicher Komplize, ein 19-jähriger aus Trostberg, wurde am Freitag wieder auf freien Fuß gesetzt. Er half möglicherweise dabei, die Leiche von Ute W. aus dem Weg zu räumen. Dringend Tatverdächtig ist er nicht.

Zu den Hintergründen, wie es zu der grausamen Tat kommen konnte, macht die Polizei noch keine Angaben. Mutter und Sohn wohnten seit 2012 in dem Einfamilienhaus in Altenmarkt. Vom früheren Nachhilfelehrer von Uli W. wird sie als nett und aufgeschlossen beschrieben. Uli dagegen sei eher zurückhaltend gewesen, habe sich nach dem Unterricht "immer sofort aufs Zimmer verzogen" - die Nachhilfestunden habe es aber eigentlich nicht unbedingt gebraucht: "Ich hatte selten so einen guten Nachhilfe-Schüler."

Bilder: Polizeieinsatz bei Schnaitsee

Die Leiche von Ute W. wurde am Mittwoch von spielenden Kindern in einem Waldstück zwischen Kienberg und Schnaitsee gefunden. Gut zehn Kilometer sind es von dort bis nach Altenmarkt. Der Großteil ihres Leichnams war wohl vergraben, aus dem Boden ragte nur eine Hand mit nach innen gekrümmten Fingern. Die Hand sei relativ sauber gewesen, aber rötlich-orange verfärbt, berichtete der Nachbar, dessen Kinder den furchtbaren Fund machten. 

xe

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