Welche Fortschritte die Bauarbeiten machen

Aubergtunnel Altenmarkt: Jetzt geht es in die heiße Phase

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Aufnahme, wie die 15 Meter langen Stahlrohre in den Berg hineingetrieben werden. Zusammen mit einem Sicherungskranz sollen sie ein "Nachbrechen" des Berges verhindern. 
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Altenmarkt - Nach monatelangen Vorarbeiten wird nun der Auberg in Angriff genommen: Der Tunnelbau beginnt und bald wird 24/7 gearbeitet. 

Der Hang vor dem künftigen Tunnelportal ist schon abgetragen, der "Voreinschnitt" ist gemacht: Bald geht es beim Bau des Altenmarkter Aubergtunnels ans Eingemachte. Ende Juli werden Bagger mit dem langersehnten Tunnelgraben beginnen - sie machen dann die Vortriebsarbeit, wie die Experten sagen. 

Bald wird rund um die Uhr gearbeitet

Derzeit sind die Bauarbeiter damit beschäftigt, Stahlrohre in den Berg zu treiben - 15 Meter lang und 14 Zentimeter dick. Sie sollen einem "Nachbrechen" des Berges vorbeugen, zusätzlich wird ein Sicherungskranz aus Beton eingefügt. Wenn dieser Rohrschirm steht, können die Bagger anrücken und werden sich in 1,5-Meter-Schritten vorarbeiten. 

Fotos: Großbaustelle zum Aubergtunnel bei Altenmarkt

Dass es nun in die heiße Phase des Tunnelbaus geht, zeigt sich auch an den Arbeitszeiten auf der Baustelle: Ab diesem Wochenende wird auch Sonn- und Feiertags gearbeitet. Noch ohne Nachtschicht - doch wenn es ab Ende Juli Stück für Stück in den Auberg hineingeht, wird an sieben Tagen die Woche 24 Stunden gearbeitet: "Der Aufwand wäre zu groß, den Stollen für arbeitsfreie Tage abzusichern", so Roland Sedlmeir von der Autobahndirektion Südbayern, die Auftraggeber des Tunnelprojekts ist. 

Lärm- und Erschütterungsmessungen stehen an

Erst an Weihnachten sind wieder arbeitsfreie Tage angesagt. 60 Arbeiter werden in der Spitze beschäftigt sein. Auch mit regelmäßigen Lärm- und Erschütterungsmessungen wird bald begonnen, um die Auswirkungen auf die nächsten Anwohner in Grenzen zu halten. Im Gegensatz dazu wird am Westportal in Richtung Obing aber weiterhin nur werktags gearbeitet. Auch dort wird ab kommender Woche mit Sicherungs- und Vorarbeiten aber wieder mehr Betrieb sein.

Die Baustelle aus der Vogelperspektive. Links die B299.

"Insgesamt läuft bisher alles gut. Wir sind im Zeitplan und die Zusammenarbeit mit der Baufirma klappt prima", so Sedlmeir. Im Frühjahr 2020 soll schließlich mit der Betriebstechnik und der Tunnelausstattung begonnen werden, spätestens im Frühjahr 2021 ist nach dem Plan alles fertig. 

Die Fakten zum Aubergtunnel

Rund 440 Meter wird der Aubergtunnel bei Altenmarkt lang, ganze 40.000 Kubikmeter Fels müssen in den nächsten Monaten und Jahren dafür herausgegraben werden. Falls es die Geologie nicht anders zulässt, könnte im Tunnel auch gesprengt werden. Etwa bei der Hälfte des Tunnels wird ein 140 Meter langer Rettungsstollen nach draußen gebaut. Die Rohbaukosten für den Aubergtunnel liegen bei 18 Millionen Euro, das ganze Projekt wird um die 30 Millionen Euro kosten. 

xe

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