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Derzeit 47 Katzen in der Obhut

Erste Mitgliederversammlung der Katzenobhut Baumburg: Vereinsgründung erweist sich als Glücksfall

Erste Mitgliederversammlung der Katzenobhut Baumburg
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(v.l.n.r) Schatzmeister Reinhard Fink, Schriftführerin Sarah Krause, Vorstandsmitglied Nicole Probst und 2. Vorsitzende Marion Krause stellten in der ersten Mitgliederversammlung des gemeinnützigen Vereins Katzenobhut Baumburg die erfolgreiche ehrenamtliche Arbeit des rund 30-köpfigen Katzenteams vor. Rechts ist Vorstandsmitglied Annemone Naaff-Riedl zu sehen. Seit April 2019 ist die vor 40 Jahren von Ingrid Dietl ins Leben gerufene Katzenobhut Baumburg ein eigetragener Verein. Die erste Mitgliederversammlung fand coronabedingt aber erst jetzt statt.

Baumburg - Der Verein „Katzenobhut Baumburg e.V.“ kümmert sich seit zweieinhalb Jahren um Katzen, die zum Beispiel ausgesetzt wurden. Aktuell leben 47 Katzen in der Obhut, insgesamt konnten schon 254 vermittelt werden.

Die Meldung im Wortlaut

Seit zweieinhalb Jahren gibt es den gemeinnützigen Verein „Katzenobhut Baumburg e.V.“, der sich auf ehrenamtlicher Basis erfolgreich um ausgesetzte, zurückgelassene, verwahrloste, entlaufene, abgegebene und gefundene Katzen aus dem ganzen Landkreis Traunstein kümmert.

Ihre im Klosterhof Baumburg untergebrachte Katzenobhut hat 1. Vorsitzende Ingrid Dietl aber schon vor vier Jahrzehnten ins Leben gerufen. Nach Angaben ihres Mannes Ludwig Dietl, der ihre Rede in der ersten Mitgliederversammlung verlas, sei sie „außerordentlich betrübt“, aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen zu können.

„Als ich vor 40 Jahren als Vorstandsmitglied des Tierschutzvereins Traunstein angefangen habe, Katzen wegen des Neubaus des Tierheims aufzunehmen, hätte ich im Traum nicht daran gedacht, dass daraus die Katzenobhut Baumburg entstehen würde“, so Dietl in ihrem Schreiben. Die Katzenobhut sei nur möglich, „weil ich Menschen neben mir habe, die sich mit viel Engagement und Herzblut tagtäglich und oft auch nachts für das Wohl unsere Tiere einsetzen“.

Ein großer Dank gelte ihren Vorstandskollegen Marion Krause, Nicole Probst, Sarah Krause, Annemone Naaff-Riedl und Reinhard Fick, der die Kassen- und Bankangelegenheiten übernommen hat, dem ganzen Katzenteam und allen Mitgliedern und Spendern für ihre Treue und Unterstützung.

Seit Gründung 254 Katzen vermittelt

„Mit viel Herzblut und mit hohem privaten Engagement und Einsatz konnten wir in den vergangenen zwei Jahren 254 Katzen in ein neues Zuhause zu liebevollen Menschen vermitteln“, erinnerte 2. Vorsitzende Marion Krause. Die Katzenobhut verfüge über ein stetig wachsendes, sehr engagiertes rund 30-köpfiges Team, „das die Versorgung unserer Baumburger Schützlinge 365 Tage im Jahr gewährleistet“.

Die im Durchschnitt zirka 25 bis 30 Katzen sind in Baumburg in acht unterschiedlich großen Zimmern untergebracht, verteilt auf zwei Häuser. „Wir sind der Familie Dietl sehr dankbar, dass sie uns die Räume unentgeltlich zur Verfügung stellt“, so die 2. Vorsitzende. Mit der Vereinsgründung ging auch die Abnahme durch das Veterinäramt einher. Uli Kuban, Nicole Probst, Sarah Krause und Marion Krause konnten letztes Jahr erfolgreich den Sachkundenachweis ablegen und die Katzenobhut wurde offiziell als Katzentierheim anerkannt.

Einige der Katzen waren in einem erbärmlichen Zustand aufgenommen worden und mussten von dem rund 30-köpfigen Katzenteam erst einmal mühsam aufgepäppelt werden.

„So dürfen wir dauerhaft 40 Katzen aufnehmen, vorübergehend auch mal mehr, aktuell sind es 47“, so Krause. Die vom Veterinäramt geforderten baulichen Veränderungen habe man alle in kürzester Zeit erfüllen können. Einige Räume seien sogar umfangreich renoviert worden, in Eigenleistung oder durch Firmen. „Wir versuchen es unseren Katzen so gemütlich wie möglich zu machen und das immer unter den notwendigen hygienischen Vorgaben“, so Krause. Ein großes Anliegen sei es, dass man den Katzen ein familiäres Umfeld biete, in denen sie sich sicher und geborgen fühlen. Sie seien dann mit der Zeit „wie Familienmitglieder“, deren Schicksale einem sehr nahe gehen würden.

Hohe Ausgaben für Behandlungen beim Tierarzt

Krause warb zudem für die Kastration von freilaufenden Katzen und Katern, „um das viele Leid im Vorhinein schon einzudämmen und der unkontrollierten Katzenvermehrung entgegenzuwirken“. Die Vorstandsmitglieder Nicole Probst und Sarah Krause demonstrierten mit einer Lebendfalle, wie sie verwilderte Katzen einfangen.

Ein Hotspot mit 30 Katzen, darunter 23 weibliche Tiere, hielt sie besonders in Atem. „Über viele Wochen waren wir fast täglich auf einem Hof, um sicherzustellen, dass alle Katzen eingefangen und kastriert wurden“, berichteten sie und veranschaulichten dies mit Fotos. Wenn nachts eine Katze in die Falle ging, bekamen sie von einer Überwachungskamera ein Signal aufs Handy geschickt und rückten umgehend aus.

Auch eine trächtige Kätzin geriet in die Lebendfalle und konnte drei Tage später in einem eigenen Zimmer der Katzenobhut ihre Jungen zur Welt bringen. Probst und S. Krause stellten noch die Schicksale der Katze Luna und der „Findelkinder“-Katzen Nils und Nuri vor, die in einem erbärmlichen Zustand nach Baumburg gekommen waren und mühsam aufgepäppelt werden mussten. Ein besonderer Dank galt Vertragstierarzt Dr. Reuß, seiner Frau und Renate Schuster. „Mit Hilfe unserer Tierärzte haben wir fast todgeglaubte Katzen zu einem glücklichen, gesunden Leben verholfen“, freute sich M. Krause über die erfolgreiche Arbeit.

„Die Katzenobhut hatte 2019 Ausgaben in Höhe von 32.000 Euro sowie 2020 in Höhe von 50.000 Euro“, betonte Schatzmeister Reinhard Fick. Das Gründungsjahr 2019 umfasse nur knapp neun Monate und sei von einer starken Spendenunterstützung zur Vereinsgründung geprägt gewesen, was den Start sehr erleichtert habe. Haupteinnahmen 2019 waren mit 80 Prozent die erhaltenen Spenden. Für Tierarztkosten wurden 63 Prozent der Ausgaben aufgewandt. Auch 2020 waren die Spendengelder der größte Einnahmen-Posten.

„Da sich die Tiervermittlungen aufgrund der Ausgangsbeschränkungen verzögert haben, sind bei uns mehr Futterkosten und vor allem mehr Tierarztkosten angefallen. Für die Gesundheit unserer kleinen Lieblinge haben wir 70 Prozent der Ausgaben verwendet“, so Fick. Aktuell gelte es Rücklagen zu schaffen, denn irgendwann müsse man sich finanziell an Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten beteiligen oder neue Unterkünfte zum Kauf oder zur Miete suchen. Familie Dietl stelle in Baumburg dankenswerter Weise bisher alles kostenlos zur Verfügung.

Mitgliederzahlen steigen stetig

Nachdem man am 13. April 2019 mit 15 Gründungsmitgliedern gestartet war, waren es im dritten Quartal 2019 bereits 100 Mitglieder. Die 200er-Hürde fiel dann Anfang 2021. Derzeit sind es rund 225 Mitglieder. Die Mitgliedsbeiträge seien wichtig, „weil es sichere und kalkulierbare Einnahmen sind“, so Fick. Die vielen Mitgliedschaften sehe man aber auch als „Zeichen der Wertschätzung für die geleistete ehrenamtliche und sehr zeitintensive Arbeit“. Nach den coronabedingten Veranstaltungsabsagen der vergangenen beiden Jahre, hofft man nun, dass der Vorweihnachtsmarkt im November in Baumburg stattfinden kann, um wieder mit möglichst vielen Katzenliebhabern und Unterstützern der Katzenobhut ins Gespräch kommen.

Wer aktiv mithelfen oder Mitglied werden möchte, kann sich an die Katzenobhut Baumburg wenden in Baumburg 32, 83352 Altenmarkt an der Alz, E-Mail Katzenobhut@web.de und Telefon 08621/62632 oder Handy 0175/7737109. Nähere Informationen finden sich auch auf der Homepage der Katzenobhut www.Katzenobhut-Baumburg.de. Für Spenden gibt es ein Konto bei der Kreissparkasse Traunstein mit der IBAN DE59 7105 2050 0040 6036 23. mmü

Pressemitteilung der Katzenobhut Baumburg

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