Grüne und UVA zum ersten Teil der Altenmarkter Umfahrung

Aubergtunnel: Umweltschützer bleiben kompromisslos

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Anlässlich des Spatenstichs in Altenmarkt setzen Kreistagsfraktion der Grünen, Umweltschutzverband Alztal (UVA), Bund Naturschutz, BI`s und Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen geschlossen ein Zeichen für mehr Natur-und Klima- schutz. Sie alle sind sich zur Verkehrspolitik einig: Kein weiterso wie bisher! 1. Reihe von links: Gisela Sengl Landtagsabgeordnete, Gisa Pauli, UVA-Vorsitzende, Helga Mandl, Kreistagsvorsitzende 2. Reihe von links: Ilse Englmaier, Korbinian Stettwieser und Cornela Leupold (BI: Obinger Weg), Sepp Hohlweger, Willi Geistanger, Andreas Herden, Bundestagskandidat der Grünen
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Altenmarkt - Schritt für Schritt wird der Aubergtunnel als erster Abschnitt der Altenmarkter Ortsumfahrung Realität - welche Bedenken bei Grünen und UVA aber immer noch bleiben:

Seit vergangenem Herbst wird abgeholzt und abgegraben: Längst ist ersichtlich, wo sich die Tunnelportale westlich und nördlich von Altenmarkt befinden werden. Bis zum Frühjahr 2020 soll der Aubergtunnel fertig sein, Ende des selben Jahres dann auch der erste Teil der Ortsumfahrung in Richtung Trostberg. Der Umweltschutzverband Alztal (UVA) versuchte lange, sich gerichtlich gegen den Bau zu wehren - vergeblich. In der Meinung aber bleibt er standhaft.

Tunnel kommt, Verkehr bleibt?

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Trotz Aubergtunnel: Der Verkehr werde weiterhin durch das Zentrum Altenmarkts laufen, so Gisa Pauli nun bei einer Veranstaltung des UVA im Trostberger "Pfaubräu" - dies sei besonders bitter. Denn nach Ansicht der Umweltschützer sei der zweite Teil der Ortsumfahrung, östlich von Altenmarkt, nicht vor zehn Jahren zu erwarten - dies bedeute, dass der Ort zwar einen 60 Millionen Euro teuren Tunnel bekomme, aber auf dem Verkehr hocken bleibe.

Aufnahme vom 3. Mai: Hier, westlich von Altenmarkt, wird sich der Tunnel in den Auberg graben. 

Das Staatliche Bauamt steckt für diesen zweiten Teil der Umfahrung noch in der Vorentwurfsplanung. Wann der Bau der neuen Nord-Süd-Achse der B304 - vorbei an Altenmarkts Osten - kommt lässt sich derzeit auch deshalb noch nicht sagen, weil der Grunderwerb für die neue Trasse noch nicht abgeschlossen ist. Außerdem könnte, wie auch schon beim Aubergtunnel, theoretisch eine Klage den vagen Zeitplan des Bauamtes durcheinanderbringen, so die Behörde.

Güterverkehr müsse auf die Schiene

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Überhaupt befürchten Grüne und Umweltschützer, dass der Aubergtunnel der erste Schritt wird, um noch mehr Schwerlastverkehr in die Region zu holen. "Es wird ja immer wieder behauptet, dass der Aubergtunnel und die Ortsumfahrung eine Entlastung für die Autobahn A8 sein sollen. Aber auch für die Autobahn gibt es nur eine Planung, nämlich drei Fahrspuren plus Standstreifen in jede Richtung", konkretisierte es Helga Mandl vom Grünen-Kreisverband. Einig war man sich, dass eine "Verkehrswende" nur folgendermaßen zu erreichen sei: den Güterverkehr mittelfristig auf die Schiene zu bringen und den Bürgern langfristig einen attraktiven ÖPNV anzubieten.

xe

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