40-jähriges Bestehen 

Ameranger Bauernmuseum feierte runden Geburtstag 

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Bezirkstagspräsident Josef Mederer, rechts von ihm: Dr. Monika Kania-Schütz, Direktorin der Freilichtmuseen Glentleiten und Amerang und Dr. Claudia Richartz, Örtliche Museumsleitung Bauernhausmuseum Amerang, links: Christina Paffinger, 1. Vorsitzende Förderverein Bauernhausmuseum Amerang

Amerang - Mit einem Festgottesdienst, vielen Glückwünschen prominenter Gäste und dem traditionellen Genussmarkt Chiemgau feierte das Bauernhausmuseum Amerang des Bezirks Oberbayern seinen 40. Geburtstag.

Bezirkstagspräsident Josef Mederer brachte es in seiner Festrede auf den Punkt: „Das Bauernhausmuseum ist bei der Bevölkerung beliebt, es ist tief in der Region verwurzelt und ist sehr wichtig: Denn die Besucher bringen auch Wertschöpfung.“

Hunderte von Gästen kamen den ganzen Tag über und feierten mit. Zuerst den Festgottesdienst auf der grünen Wiese im strahlenden Sonnenschein, zelebriert von dem Ameranger Pfarrer Josef Reindl. Neben dem Bezirkstagspräsidenten ließen es sich auch zahlreiche Bezirksräte, Bürgermeister August Voit, der stellvertretende Landrat Josef Huber und der Ehrenvorsitzende des Fördervereins Dr. Otto Hellwig nicht nehmen, das Jubelfest mit zu feiern.

Wie alles begann

Josef Mederer warf in seiner Rede einen Blick zurück auf die Anfänge des Bauernhausmuseums. „Wir haben das Museum vor allem dem großartigen ehrenamtlichen Engagement der Bürger zu verdanken. Sie waren von der Idee besessen, die bäuerliche Kultur zu erhalten. Die Resonanz in der Bevölkerung war groß, und diese Aufgabe war nicht einfach.“ Schon bald sei aber klar gewesen, dass ein Bauernhausmuseum auf Dauer nicht ehrenamtlich geführt werden könne. Deshalb habe vor 35 Jahren der Bezirk Oberbayern die Trägerschaft übernommen. Mit dem Freilichtmuseum Glentleiten und dem Bauernhausmuseum Amerang habe der Bezirk zwei großartige Einrichtungen. „Wir sind Marktführer, wir können den musealen Standard hoch aufhängen, wir schaffen mit dieser Konstellation auch gute Synergien.“ Der Bezirk werde auch künftig ein verlässlicher Partner sein, versprach Mederer.

Das hörten die Museumsdirektorin Dr. Monika Kania-Schütz und die örtliche Leiterin des Bauernhausmuseums Amerang Dr. Claudia Richartz gerne. „Wir freuen uns über die solide Trägerschaft des Bezirks“, betonte Kania-Schütz. „Mit dem Freilichtmuseum Glentleiten und dem Bauernhausmuseum Amerang leben wir sehr erfolgreich ein Museum an zwei Standorten.“ Sie sei sehr froh darüber, dass es seit 2007 eine dauerhafte örtliche Museumsleiterin und seit neuestem auch eine feste Museumspädagogin gebe. „In Amerang ist viel aufgebaut worden, hier wird intensiv wissenschaftlich gearbeitet, das zeigt das Beispiel Häuslmannhof.“

Für Claudia Richartz war die Hochzeitslader-Ausstellung eines der schönsten Erlebnisse der vergangenen Jahre. „Umso trauriger bin ich, dass wir derzeit keinen Ausstellungsraum für Sonderausstellungen haben. Ich hoffe, dass wir hier eine Lösung bekommen.“ 

Ein neuer Schwerpunkt im Museum

Neben dem umfangreichen museumspädagogischen Programm gibt es in Amerang einen neuen Schwerpunkt: den Bauunterhalt der historischen Gebäude. „Das ist mehr als nur Weißeln oder Fenster auswechseln. Es geht darum, die Räume statisch zu sichern und für die Besucher zugänglich zu erhalten.“ berichtete die örtliche Leiterin. Derzeit wird unter anderem am Wagnerhäusl gearbeitet. Kania-Schütz und Richartz dankten allen Mitarbeitern des Bauernhausmuseums Amerang für ihre professionelle Arbeit, und insbesondere dem Förderverein für die ideelle und finanzielle Unterstützung.

Die Vorsitzende des Fördervereins Christina Pfaffinger hatte auf dem Gelände des Museums orangefarbene Liegestühle aufgestellt. „Das sind griabige Platzerl zum Ausruhen, zum Entschleunigen und Nachdenken. Und das wollen wir den Besuchern ermöglichen: das Bewusstsein für all das zu prägen, was in unserer Heimat stattgefunden hat. Wir wollen, dass unsere Besucher die starken Wurzeln unserer Heimat spüren können.“ 

Ein besonderes Geburtstagsgeschenk 

Die 1. Vorsitzende des Fördervereins Bauernhausmuseum Amerang übereicht Bezirkstagspräsident Josef Mederer symbolisch einen Zweig. Im Herbst soll der Apfelbaum gepflanzt werden.

Als Geburtstagsgeschenk an das Museum überreichte Pfaffinger symbolisch einen Ast an Bezirkstagspräsident Josef Mederer. Sobald es möglich ist, wird im Museum ein seltener Baum gepflanzt: die Apfelsorte „Zwiebelborstdorfer“ galt als ausgestorben, wurde vor kurzem aber in Lauterbach (Landkreis Rosenheim) entdeckt. Ein Geschenk, das gut zur weiteren Feier passte: auf dem Genussmarkt Chiemgau konnten die Besucher danach in Ruhe an den Ständen Schmankerl aus der Region kosten und kaufen. Vom Käse über eingelegten Spargel, von der roten Erdbeerkonfitüre über das rosa Fischfilet bis hin zu süßen Fruchtlikören war alles geboten, was ein Gourmet zum Glück benötigt.

Viele feine Köstlichkeiten gab am Genusstag im Museum zu probieren.

Pressemitteilung Bauernmuseum Amerang

Quelle: wasserburg24.de

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