Bundesanwalt wirft ihm Terror vor

Anklage gegen den "Taliban aus Schnaitsee" erhoben

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Karlsruhe/Schnaitsee - Anfang des Jahres wurde ein junger Afghane in Schnaitsee festgenommen. Dem Asylbewerber wird vorgeworfen, Mitglied der Taliban gewesen zu sein.

Wie von uns damals berichtet, kam die Festnahme des Asylbewerbers überraschend. Der Afghane galt im Ort als gut integriert, war in mehreren Sportvereinen aktiv und lernte auch mit Erfolg die deutsche Sprache. Sogar eine Arbeitsstelle hatte er in Aussicht, hieß es damals vom Helferkreis. 

Nun informierte der Generalbundesanwalt über die Anklage gegen den 20-Jährigen. Demnach wird Abdol Moghadas S. weiterhin vorgeworfen, Taliban-Mitglied gewesen zu sein. Außerdem wird er wegen gemeinschaftlichen Mordes und versuchten gemeinschaftlichen Mordes angeklagt!

Die Generalbundesanwaltschaft hält es für erwiesen, dass sich der Afghane 2013 im Bezirk Baraki Barak einer Taliban-Kampfeinheit anschloss. 

Angriffe auf US-Soldaten 

Zuerst habe er ein Schießtraining an der Kalaschnikow bekommen. So ausgebildet habe er in den Jahren 2013 und 2014 an zwei Angriffe auf us-amerikanische Soldaten und afghanische Regierungstruppen teilgenommen. Bei dem zweiten Angriff Anfang 2014 auf amerikanische Panzerfahrzeuge wurde mindestens ein US-Soldat getötet, zwei weitere verletzt. 

Bomben nach Kabul gebracht

Darüber hinaus soll der Afghane für die Taliban in den Jahren 2014 und 2015 fernzündbare Magnetbomben nach Kabul transportiert haben.

Der Mann befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. Ein Prozesstermin ist noch nicht bekannt. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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