Die Engelsberger Auto-Abenteurer sind am Ziel

Tajik 2017: Anja und Florian haben es geschafft!

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Total eingestaubt und stinkend sind die beiden Auto-Abenteurer aus Engelsberg ans Ziel der "Tajik Rally 2017" gekommen
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Tadschikistan/Engelsberg - Die Engelsberger Auto-Abenteurer Anja und Florian haben die "Tajik Rally 2017" bezwungen und sind am Mittwochabend in Duschanbe staubig und stinkend aber gesund in Tadschikistan angekommen.

Gibt man bei maps.google.de Wiesmühl an der Alz als Start und Duschanbe in Tadschikistan als Ziel ein, dann liefert die Datenkrake fast schon lächerliche 73 Stunden als Zeit für die schnellste Strecke, will man mit dem Auto fahren. Sie hat eine Länge von rund 6.000 Kilometern. Mit dem Flugzeug fliegt man angeblich von Salzburg aus nur 13 Stunden bis nach Duschanbe.

Anja Hartmann und Florian Bartl aus Engelsberg haben mit dem Auto dreieinhalb Wochen gebraucht. Gut: Sie sind etwas anders gefahren auf der „Tajik Rally 2017“. Dafür haben sie aber um so viel mehr erlebt. Am Mittwochabend sind die beiden Auto-Abenteurer aus dem Landkreis Traunstein in Duschanbe, der Hauptstadt Tadschikistans, zwar gesund und munter aber dafür staubig und stinkend, angekommen.

Tajik 2017: Die vorerst letzten Fotos von Anja und Florian auf der Rally

„Wir haben es noch gar nicht realisiert“

Dreieinhalb Wochen durch die Walachei irgendwo zwischen zuhause und Tadschikistan waren Anja und Florian unterwegs. „Wir können uns noch gar nicht vorstellen, morgen nicht mehr zu fahren“, lässt Florian Bartl am Mittwochabend in einer kurzen Voicemail wissen. Schön sei es aber trotzdem, endlich den Staub abwaschen zu können, denn davon hat es offenbar reichlich gegeben. Innerlich anscheinend wirklich noch nicht realisiert, dass er und Freundin Anja am Ziel angekommen sind, berichtet Bartl von dem Pamir Highway als eines der besten Erlebnisse auf der Tour. Davon gibt es auch ein Video des Veranstalters:

Und hier ein Foto von der Tour der beiden Engelsberger:

Florian Bartl (im Bild) mit Freundin Anja Hartmann auf dem Pamir Highway

„Das verrückteste Abenteuer, das du je erleben wirst“

Man nehme ein komplett ungeeignetes aber abenteuertaugliches Automobil - welches deine Mama normalerweise für ihre Einkaufstour nutzen würde“, heißt es vom Veranstalter, „man pimpe es mit ein paar Rallyestreifen auf (für extra PS), packt 3 Unterhosen, 5 Socken, ein paar Kumpels und eine Portion Optimismus ein, dazu ein paar Wüsten, Flüsse ohne Brücken und knapp 4700m hohe Bergpässe und du hast das verrückteste Abenteuer, dass du je erleben wirst.“ Damit ist wohl alles gesagt, was man über die „Tajik Rally“ wissen muss aber es geht noch weiter:

  • „Der Road Trip Deines Lebens“ auf der einen
  • und der gute Zweck auf der anderen Seite

stehen im Mittelpunkt. Jedes Team muss mindestens 750 Euro an Spendengelder generieren. Dazu gehört natürlich auch das Auto. Soll heißen: Anja und Florian fliegen genau wie alle anderen von Duschanbe zurück nach Hause. Das Auto bleibt dort, denn es wird dort gebraucht.

Das Auto von Team HaToBar bleibt am Ende der "Tajik Rally 2017" in Tadschikistan

Derzeit liegt der Redaktion von chiemgau24.de noch kein Foto von der Zieleinfahrt der beiden Engelsberger Anja und Florian vor. Der Grund: Dort gibt es nur selten Internet, so gut wie nie WLAN und auch der Handyempfang streikt schon mal gern. Wir werden das entsprechende Foto nachreichen.

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