Kommunalwahl Bayern 2020

Bürgermeisterwahl in Engelsberg: Martin Lackner ohne Gegenkandidat

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Der einzige Kandidat für die Bürgermeisterwahl in Engelsberg 2020: Martin Lackner.

Engelsberg - Am 15. März 2020 finden die Kommunalwahlen in Bayern statt. Auch die Gemeinde Engelsberg wählt einen neuen Bürgermeister und Gemeinderat.

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instagram.com/martin.lackner.engelsberg

1. Name: 

Martin Lackner 

2. Partei/Liste: 

als Bürgermeister: Unterstützungsliste Bürgermeisterkandidat Lackner als Kreisrat: CSU 

3. Alter: 

49 

4. Wohnort (seit wann?): 

Engelsberg seit Geburt 

5. Geburtsort: 

Altötting 

6. Familienstand: 

alleinstehend 

7. Kinder: 

keine 

8. Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere? 

Ins Bürgermeister-Amt bin ich im wahrsten Sinne des Wortes hineingewachsen: 1987 habe ich meine Ausbildung in der Engelsberger Gemeindeverwaltung im mittleren nichttechnischen Verwaltungsdienst absolviert und wurde 1997 Kämmerer. Unser Alt-Bürgermeister Franz Ketzer stand immer hinter mir und hat mich ermutigt, parallel zu meinem Job zuerst den Angestelltenlehrgang II und dann den Verwaltungsbetriebswirt abzulegen. Als Ketzer 2008 in den Ruhestand gegangen ist, haben die Engelsberger mit mir einen bereits fix und fertig eingearbeiteten Bürgermeister gewählt. Auch im Landkreis wirke ich mit: Seit 2014 bin ich Kreisrat und im Kreistag in verschiedenen Ausschüssen tätig. Außerdem gehöre ich der Kreisvorstandschaft des Bayerischen Gemeindetages im Landkreis Traunstein an. Seit 2007 bin ich Ortsvorsitzender des CSU Ortsverbandes Engelsberg und stellvertretender Kreisvorsitzender, seit 2008 Kreisvorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung und seit 2019 wieder Beisitzer in der Bezirksvorstandschaft Oberbayern der Kommunalpolitischen Vereinigung. 

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Ich strebe weniger anderen Politikern nach als dass ich mich an meinen Werten und den Menschen, für die ich da bin, orientiere. Was ich als Bürgermeister und Kreisrat tue, ist ja sehr genau auf Engelsberg und unseren Landkreis zugeschnitten. Auch das macht unsere Engelsberger Politik sogar zum Vorbild für andere, zum Beispiel unser Seniorenprojekt. 

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune? 

Ich bin in Engelsberg geboren, habe hier eine wunderschöne Jugendzeit verbracht. In fast allen Ortsvereinen bin ich engagiert. Ich kenne die Gemeinde Engelsberg also sehr gut. Obwohl Engelsberg klein ist, ist es modern und attraktiv. Bei uns gibt es alles, was man zum Leben braucht: Ärzte, Zahnarzt, Apotheke, Lebensmittelgeschäfte, Bank, Poststelle, Gaststätten, Handwerks- und Mittelstandsbetriebe. Dass eine kleine Gemeinde das alles vor Ort halten kann, ist in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich. 

11. Warum sind genau Sie der Richtige? 

Ich kenne die Gemeinde von Kindesbeinen an und verstehe, was es zu bewahren und was es weiterzuentwickeln gilt. Ich bin mittendrin im Dorfleben und höre meinen Mitbürgern genau zu. Als Bürgermeister und Kreisrat ist es aber auch wichtig, dass ich gut Entscheidungen treffen kann und sehr zielstrebig bin. 

12. a) Amtierende: Was haben Sie in ihrer vergangenen Amtszeit erreicht? 

Wir haben unsere Idee der Familiengemeinde weiter ausgebaut und mit dem Projekt „Wohnen auf der Reitwiese“ um Angebote für unsere ältere Generation und für Menschen mit Handicap erweitert. Mit barrierefreiem und rollstuhlgerechtem Wohnraum, mit einem Pflege-Angebot, einer Tagespflege und mit einer ambulanten Wohngruppe. Den ersten Abschnitt des Breitbandausbaus haben über das Bayerische Förderprogramm bereits abgeschlossen. Der zweite Abschnitt über das Bundesförderprogramm folgt jetzt. Mit der gemeindeeigenen Fernwärme Engelsberg GmbH versorgen wir in Engelsberg über 200 Kunden sicher mit regenerativer Wärme „aus der Region, für die Region“. 

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun? 

Die größte Herausforderung ist, unsere intakte Infrastruktur und damit die Lebensqualität vor Ort zu erhalten. Kinderkrippe, Kindergarten, Grundschule, Seniorenprojekt, ärztliche Versorgung, Einkaufsmöglichkeiten, Arbeitsplätze: Das alles bleibt nur, wenn wir es stärken und ausbauen.

Für unsere Vereine gilt das gleiche. Wir haben 30 aktive Ortsvereine. Hier lernen bereits die Kinder und Jugendlichen Zusammenhalt, Kameradschaft, Zusammenhelfen und dass Einzelinteressen hinter den Gemeinschaftsinteressen stehen. Die Ortsvereine leisten hervorragende Arbeit insbesondere in der Jugendarbeit. Sie gestalten unser gesellschaftliches Leben. Ohne sie wäre unsere Gemeinde ein Stück weit ärmer. 

14. Was sind – neben der größten Herausforderung (Punkt 11) – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahren? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen? 

Wir brauchen ein moderates Wachstum und dafür müssen wir in den nächsten Jahren Wohnraum schaffen und Bauland ausweisen. Wir haben bereits viel in regenerative Wärme und Energie investiert. Das will ich ausbauen und vor allem noch mehr Nutzer gewinnen. Auch die Breitbandversorgung im Gemeindegebiet ist ein dringliches Thema. 

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun? 

Die Gemeinde Engelsberg ist dabei, ein Wohnbaugebiet auszuweisen. In diesem Wohnbaugebiet werden auch Mehrfamilienhäuser entstehen. Die Gemeinde wird hier allerdings nicht selbst als Bauträger auftreten. 

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun? 

Wir haben in dieser Hinsicht schon sehr viel getan und dafür im Rahmen des Bundeswettbewerbes „Bioenergiedorf 2019“ sogar eine Anerkennung erhalten. Mit Photovoltaik produzieren wir eigenen Strom für alle kommunalen Gebäude und sparen damit 86 to CO 2 pro Jahr. Alle kommunalen Gebäude sind außerdem an unser Fernwärmenetz angeschlossen. Das spart 83 to CO 2 . Durch unsere eigene Fernwärme verringern wir in Engelsberg insgesamt den CO 2 -Ausstoß 1400 to pro Jahr – das entspricht 445 000 l Heizöl. Ich will noch mehr private Haushalte dafür gewinnen, sich anzuschließen.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie? 

Beim Volksbegehren „Rettet die Bienen“ wurden die Landwirte an den Pranger gestellt, das fand ich inakzeptabel. Entgegen aller politischen Absichtserklärungen, die kleinstrukturierte Landwirtschaft zu fördern, schlägt die Entwicklung ins Gegenteil um. Angesichts der immer schärferen Auflagen und der steigenden Bürokratie besteht die Gefahr, dass gerade die kleinen und mittelständischen Landwirte aufgeben. Die Landwirte erfahren auch eine zu geringe Wertschätzung aus der Bevölkerung. Viele Verbraucher verlangen zwar nach Lebensmitteln auf höchstem Standard, Bio- Produkten und maximalem Tierwohl, kaufen aber dann doch beim Discounter die billigsten Lebensmittel. Hier ist jeder Einzelne gefordert, sein Verhalten zu überprüfen. Ich sehe Klima- und Umweltschutz als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Jeder kann und muss seinen Beitrag leisten, in dem er im Ort einkauft, vor allem regionale und saisonale Produkte, den ÖPNV nutzt oder mal Rad fährt oder zu Fuß geht. Jeder Hauseigentümer kann in seinem Garten Blühflächen für Bienen und Insektenvielfalt schaffen. Dies sind kleine Schritte, aber wenn 82 Millionen Bürgerinnen und Bürger mitmachen, macht es in der Summe was aus. 

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches? 

Zusammenhalt und Zusammenhelfen ist für die weitere Entwicklung in unserer Heimatgemeinde Engelsberg enorm wichtig. Es erfordert vom Einzelnen oftmals viel Verständnis und Einsicht. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung, Gemeinderat und Bürgermeister sich immer wieder darauf besinnen.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Rund 2000 Wahlberechtigte dürfen in Engelsberg an der Kommunalwahl Bayern teilnehmen. Sie wählen, neben Landrat und Kreistag, vor allem auch den Bürgermeister und Gemeinderat. Es wurde aber nur ein Kandidat für das Amt des Bürgermeisters aufgestellt.

Hier finden Sie am Wahlabend die Ergebnisse:

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Kommunalwahl Bayern 2020 - Der Kandidat bei der Bürgermeisterwahl in Engelsberg

  • Unterstützungsliste Bürgermeisterkandidat Lackner: Martin Lackner

Rückblick: Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl 2014

Die Wahl zum Bürgermeister in Engelsberg bei der Kommunalwahl 2014 war eindeutig. Martin Lackner war bei der Bürgermeisterwahl 2014 der einzige Kandidat. 

  • Martin Lackner: 96,3 Prozent

Rückblick: Das Ergebnis der Gemeinderatswahl 2014

Bei den Gemeinderatswahlen konnte die Unabhängige Bürgerliste die meisten Sitze holen. Kann die Gruppierung das Ergebnis bei der Kommunalwahl in Bayern 2020 wiederholen?

  • Unabhängige Bürgerliste: 57,5 Prozent (8 Sitze)
  • Freie Wähler: 42,5 Prozent (6 Sitze)

Die Wahlbeteiligung betrug bei der Kommunalwahl 2014 59,8 Prozent.

Wahlergebnisse der Kommunalwahl Bayern 2020 LIVE

Am Wahlabend, den 15. März 2020, finden Sie hier alle Ergebnisse der Kommunalwahl 2020.

Quelle: rosenheim24.de

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