Energiewende in Feichten?

Ein neues Bioenergiedorf soll entstehen

Feichten - Um den Klimaschutz weiter voranzutreiben verfolgen die Verantwortlichen der Gemeinde eine innovative Idee: 

Wie kann der Klimaschutz zwischen Chiemsee und Königssee noch weiter vorangetrieben werden? Die Verantwortlichen der Gemeinde Feichten an der Alz haben da eine Idee – und zwar mit einem Bioenergiedorf. Dies berichtet der Radiosender Bayernwelle. Die Idee wird Thema in der nächsten Sitzung des Gemeinderates sein.

Bioenergiedorf darf sich eine Gemeinde nennen, wenn sie mindestens so viel Strom selbst erzeugt, wie im Dorf gebraucht wird. Das soll vor allem durch Biomasse passieren. Also sollte es im Dorf zum Beispiel eine Biogasanlage geben. Aber auch Solarenergie darf hier zum Einsatz kommen.

Bei der Biomasse gibt es aber einige Bedingungen, sie darf nicht unter anderem nicht durch gentechnisch veränderte Pflanzen erzeugt werden. Zwischen Chiemsee und Königssee gibt es bislang nur ein einziges Bioenergiedorf und das ist Engelsberg.

Die grundlegende Idee hinter dem Bioenergiedorf ist natürlich der Klimaschutz und dass die heimische Wirtschaft gestärkt wird.

Was sind die Vorteile?

Es gibt einige Vorteile, die Feichten davon hätte. Zum einen wäre das Dorf unabhängiger von großen Energieversorgern und könnte gegen die steigenden Preise bei Strom und Erdgas ankämpfen. Außerdem kann das Dorf durch ein eigenes Kraftwerk Gewinne machen.

Was die Bewohner auch freut ist, dass neue Arbeitsplätze geschaffen werden – die Anlagen müssen ja auch gewartet werden. Allerdings gibt es auch ein paar Nachteile. Um Bioenergiedorf zu werden, muss eine Gemeinde erstmal viel Geld in die Hand nehmen, um alles zu bauen und die Struktur dafür bereitzustellen.

Außerdem muss so gut wie das ganze Dorf hinter dem Projekt stehen. Es hilft nichts, wenn ein Kraftwerk gebaut wird, aber alle den Strom von anderen Anbietern beziehen.

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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