Präsidentschaftswahlen in der Ukraine

Wahlbeobachter Zech zieht positives Fazit

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Die Parlamentarische Versammlung des Europarates entsandte den Bundestagsabgeordneten Tobias Zech (CSU) als Wahlbeobachter in der Ukraine. Dem Garchinger zufolge sind die Wahlen "ruhig und sehr geordnet abgelaufen".
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Kiew - Der Bundestagsabgeordnete Tobias Zech (CSU) aus Garching an der Alz war als Wahlbeobachter in der Ukraine. Am Mittwoch fliegt er bereits für Gespräche nach Russland.

Der Bundestagsabgeordnete Tobias Zech (CSU) aus Garching an der Alz war als einer von tausend internationalen und einhundert deutschen Wahlbeobachtern in der Ukraine. Am Sonntag wählte ein Großteil der Ukrainer einen neuen Präsidenten. Es siegte der 48-jährige Petro Poroschenko, Prognosen zufolge kommt der Milliardär auf rund 55 Prozent der Stimmen. Obwohl nicht alle Ukrainer ihre Stimme abgeben konnten, hält Zech die Wahlen für eine "vernünftige Grundlage" für die Zukunft.

"Da ist alles ruhig und sehr geordnet abgelaufen"

"Für die Ukraine ist es wichtig, dass sie jetzt wieder jemanden haben, der für das Land sprechen kann, handlungsfähig ist und der jetzt auch Verhandlungen mit anderen Ländern führen kann", sagt Zech in einem telefonischen Interview mit unserer Redaktion. Der Bundestagsabgeordnete befindet sich gerade am Flughafen in Kiew, östlich der ukrainischen Hauptstadt war Zech gestern als Wahlbeobachter im Einsatz - und zieht ein positive Fazit: "Da ist alles ruhig und sehr geordnet abgelaufen. Wir hatten nichts zu bemängeln."

Die Regionen Donezk und Lugansk im Osten des Landes, zwei der insgesamt 24 Oblaste der Ukraine, hatten sich für unabhängig erklärt, den Menschen dort blieb am Sonntag die Stimmabgabe verwehrt. Wie Zech erklärt, waren dort auch keine Wahlbeobachter im Einsatz. Der CSU-Politiker hält die Präsidentschaftswahlen dennoch für eine vernünftige Grundlage, weil die Ukraine bislang keine akzeptierte Regierung mehr gehabt habe.

"Wichtig ist, dass Putin das Ergebnis akzeptiert"

Inwieweit das Wahlergebnis akzeptiert wird, vor allem von Russland, dürfte für die Ukraine eine alles entscheidende Frage sein. "Putin hat jetzt schon gesagt, er wird das Ergebnis respektieren. Wichtig ist, dass er es nicht nur respektiert, sondern auch akzeptiert", so Zech. Bereits am Mittwoch wird sich der Bundestagsabgeordnete zu Gesprächen nach Moskau begeben, da werde es quasi nur um dieses Thema gehen, erläutert Zech.

Den morgigen Dienstag wird Zech zuhause in Garching an der Alz verbringen. Der Bundestagsabgeordnete macht ganz bewusst zwischen seinen beiden Reisen einen Zwischenstopp in der Heimat: "Es ist mir wichtig, dass ich berichten kann und nach voller Überzeugung sagen kann, dass die Wahlen ordentlich abgelaufen sind."

Quelle: innsalzach24.de

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