Kein Einzug mehr über die Liste

Garchinger Tobias Zech (CSU) fliegt aus dem Bundestag

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Garching an der Alz - Seit 2013 saß Tobias Zech (36) für die CSU im Bundestag, nun muss er nach nur einer Wahlperiode seinen Stuhl räumen.

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Zech, der bis zum Juli 2017 Vorsitzender der Jungen Union Oberbayern war, wird damit ein "Opfer" des CSU-Erfolges. Zwar verlor die Partei in Bayern im Vergleich zu 2013 insgesamt 10,5 Prozent an Stimmen, konnte aber alle 46 Direktmandate gewinnen

Die CSU bekommt keine Überhang- und Ausgleichsmandate, so dass sowohl Spitzenkandidat Joachim Herrmann, als auch Tobias Zech nicht als Abgeordnete nach Berlin kommen. Herrmann könnte jedoch noch als Bundesminister von Kanzlerin Merkel berufen werden, die CSU strebt das Innenministerium an. Auf der CSU-Liste lag Zech auf Platz 27, "netto" jedoch auf Platz 3, weil vor ihm zumeist Direktkandidaten lagen, die allesamt ihre Wahlkreise holten. 

"So funktioniert Demokratie, das sind keine Erbhöfe"

Zech war sich der Gefahr bereits vor der Wahl bewusst. In der Live-Debatte von chiemgau24.de sagte er: "Mein Platz wackelt massivst. (...) Aber am 25. September in der Früh geht die Sonne auf, wie auch immer das ausgeht. Ich habe Gott sei Dank einen vernünftigen Beruf vorher gemacht. Ich bin leidenschaftlich gerne Politiker, aber so funktioniert Demokratie. Das sind keine Erbhöfe."

Vor seiner Zeit im Bundestag diente Zech zunächst als Zeitsoldat bei der Bundeswehr, studierte BWL und arbeitete zuletzt als Kaufmännischer Projektleiter des Ludwig Bölkow Forschungscampus in Taufkirchen.

Am Sonntag warb der 36-Jährige noch mit dem Slogan "Zweitstimme ist Zech-Stimme". Letztlich erfolglos. 

Quelle: innsalzach24.de

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