Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Kienberg

18 Fragen an Hans Schmidhuber (CSU)

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Bürgermeisterkandidat Hans Schmidhuber aus Kienberg.

Kienberg - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Kienberg wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen den einzigen Kandidaten vor: Hans Schmidhuber (CSU).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Hans Schmidhuber


2. Partei

offene Liste der Kienberger CSU

3. Alter

53

4. Wohnort

Kienberg (von Geburt an)

5. Geburtsort

Wasserburg/Inn

6. Familienstand

verheiratet

7. Kinder

2

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

seit 18 Jahren Gemeinderat

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

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10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Ich bin hier aufgewachsen, wohne und arbeite hier, meine Familie und Freunde leben hier, deshalb liegt mir natürlich sehr viel an unserem Dorf. Kienberg liegt sehr nah an den umliegenden Seen und den Alpen, ist aber bis auf den Durchgangsverkehr weit genug entfernt vom Massentourismus in der Chiemgauregion.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Weil es mir um die Sache geht. Mich interessieren die Belange aller Kienberger, und ich möchte zusammen mit dem Gemeinderat versuchen die anstehenden Aufgaben im Sinne der Gemeinde zu bewältigen. Da es nur einen Bürgermeisterkandidaten gibt, und die beiden anderen Gruppierungen mir ihre Unterstützung zugesagt haben bin ich sehr zuversichtlich das zu schaffen.

12. Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? Was wollen Sie besser machen?

Es gibt natürlich Dinge die nicht so gut gelaufen sind in der letzten Periode, das interessiert aber erstmal nicht, da es uns nicht vorwärts bringt, ich möchte lieber nach vorne schauen und die anstehenden Aufgaben positiv angehen. 

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Das sind einmal die Finanzen, die endgültigen Zahlen zum Umbau des Gasthofs zur Post liegen zwar noch nicht vor, aber wir wissen jetzt schon, dass in den nächsten Jahren Sparen angesagt ist. Wir werden unsere laufenden Kosten genau unter die Lupe nehmen und einsparen wo es möglich ist, ohne unsere Pflichtaufgaben zu vernachlässigen. Da sind wir auf die Mithilfe der Dorfgemeinschaft angewiesen, unser Ziel muss es sein das sich jeder einzelne wieder mehr in der Gemeinschaft einbringt, deshalb ist es mir ein Anliegen das ehrenamtliche aber auch das persönliche Engagement jedes einzelnen für die Gemeinde zu unterstützen.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

Dazu gehört einmal den sehr schön gewordenen Gasthof zur Post / das Bürgerhaus mit Leben füllen. Dann werden wir einen geeigneten Standort für das Feuerwehrhaus finden, und dieses realisieren. Wie es im Anschluss daran mit der Mehrzweckhalle weitergeht, ob diese saniert oder an einem anderen Standort neu gebaut werden soll, wird sicher ein zentrales Thema im Gemeinderat aber auch in der Bevölkerung werden.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Das ist auch in Kienberg ein großes Problem, da sehr wenige Mietswohnungen vorhanden sind. Wir werden unsere Strategie der Baulandausweisung überdenken müssen und Lösungen finden die es ermöglichen auch Mietswohnungen zu bauen. Die Förderungen des Freistaates sind sicher auch eine interessante Möglichkeit für die Gemeinde bezahlbaren Wohnraum für die junge Generation aber auch unsere Senioren zu schaffen.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Beim Bürgerhaus wurde mit dem Einbau der Pelletheizung die Umstellung auf regenerative Energien begonnen, unser Ziel muss ganz klar sein auch unsere anderen gemeindlichen Gebäude klimaneutral zu betreiben. Kienberg hat durch die Biogasanlagen, die PV-Freiflächenanlage und die privaten PV-Anlagen auf den Dächern einen sehr hohen Selbstversorgungsgrad an erneuerbaren Energien. Mit der Gründung des Regionalwerk Chiemgau-Rupertiwinkel ergeben sich für die Gemeinde neue Möglichkeiten zur Nutzung der vorhandenen Ressourcen.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Als Landwirtschaftsmeister liegen mir die Interessen der Landwirte und die der Bienen sehr am Herzen und ich verstehe ihre existenziellen Sorgen. Der Ruf des Verbrauchers nach günstigen Lebensmitteln welche im Einklang mit der Natur produziert werden steht dem gegenüber. Tierhaltung in immer größeren Stil verbunden mit einem rasanten Strukturwandel ist politisch gewollt, um eine Versorgung der Bevölkerung mit günstigen Lebensmitteln sicherzustellen. Die Landwirte jetzt mit der sogenannten Bauernmilliarde abzuspeisen und ruhig zu stellen hilft weder den Bauern, dem Verbraucher noch den Bienen, sondern zeigt einmal mehr, dass es nur um das politische Stimmungsbarometer und nicht um die Sache geht. Es würde sicher mehr helfen ehrlich miteinander zu reden anstatt übereinander.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Nutzen sie die Möglichkeit, gehen sie zur Wahl, zeigen sie mit ihrer Stimme ihr Interesse an der Gemeinde und dem Landkreis. Vielen Dank.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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