2020 soll es in Garching an der Alz losgehen

Aus 3.837 Metern Tiefe: Heißes Wasser für Geothermie-Kraftwerk

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Garching an der Alz - 2020 soll das Geothermie-Kraftwerk mit heißem Wasser aus 3.837 Metern Tiefe ans Netz gehen.

In 47 Tagen hatte es das Bohrunternehmen RAG Energy Drilling GmbH geschafft und die zweite Tiefbohrung im Brucker Holz in Garching an der Alz abgeschlossen. Das sei Rekordzeit für ein derartiges Projekt und von Erfolg gekrönt gewesen, so die Silenos Energy GmbH. „Die gesuchten, heißen Thermalwassermengen sind bestätigt und die Produktivität liegt sogar etwas über den gesetzten Erwartungen.

Heißes Wasser zur Stromerzeugung

Ziel der Bohrungen war es gewesen, den waserführenden Malm der sogenannten bayerischen Südost-Molasse zu erreichen. Kurz gesagt: Die Silenos Energy GmbH war auf der Suche nach heißem Thermalwasser, das sich laut geologischer Untersuchungen dort befindet. 120 bis 130 Grad beträgt seine Temperatur. Es liegt in einer Tiefe von 3.837 Metern. Ein Geothermie-Kraftwerk soll entstehen.

Rückblick: So war das zum Start der Tiefbohrungen im Mai 2018.

3.600 Meter bohren für Fernwärme und Strom aus 120 Grad heißem Wasser

Bereits nach dem Abschluss der zweiten von zwei Bohrungen Mitte Dezember 2018, also vor rund einem Monat, hieß es seitens der Silenos Energy GmbH: „Die Projektverantwortlichen legen nun fest, welche der beiden Bohrungen das heiße Thermalwasser künftig nach oben fördert und welche das abgekühlte Wasser nach Abgabe der Wärmeenergie wieder zurück in den Malm bringt. Zeitgleich laufen die Planungen für den Bau einer Anlage zur Stromerzeugung.

Gemeindliches Einvernehmen

Wo in Garching schon gebohrt wurde, steht in Tittmoning das nächste Geoenergie-Projekt an.

Diese Planungen sind nun offenbar konkret. Wie die PNP berichtet, hat das Unternehmen bei der Gemeinde gleich drei Bauanträge eingereicht. Zwei davon sind abhängig von einer wasserrechtlichen Erlaubnis des Landratsamtes Altötting. Dabei geht es um die Kühlung des geothermischen Kraftwerkes. „Der dritte gilt drei Blockheizkraftwerken, um energieautark arbeiten zu können.“

Eine Inbetriebnahme ist offenbar für 2020 geplant. Waren am Anfang noch geplante 3,5 sind es jetzt 4,5 Megawatt, die Silenos Energy ins Netz einspeisen will. Das Projekt kommt im Garchinger Gemeinderat an. "(Es) gibt kein vernünftiges Argument gegen das Vorhaben", zitiert die PNP den Ersten Bürgermeister der Alzgemeinde, Christian Mende dazu. Das gemeindliche Einvernehmen mit den eingereichten Bauanträgen wurde erteilt.

Quelle: innsalzach24.de

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