17. Malteser-Bundeswettbewerb in Trier

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Die Jugendgruppe der Malteser übte in den letzten Wochen intensiv für den Bundeswettbewerb der Sanitätseinheiten in Trier. Die Traunsteiner Malteser vertreten dabei mit drei Gruppen den Diözesanverband. Erstmals beim Bundeswettbewerb mit dabei sind Schulsanitäter. Die Gruppe des Annette-Kolb-Gymnasiums Traunstein tritt dabei gegen Teams aus ganz Deutschland an.

Traunstein - Die Traunsteiner Malteser kämpfen bei der Deutschen Sanitäter-Meisterschaft in Trier um den Titel.

Die Malteser aus dem Landkreis Traunstein fahren zur Deutschen Sanitäter-Meisterschaft nach Trier und kämpfen am Wochenende um Siegertitel und -preise: Beim 17. Bundeswettbewerb des Malteser Hilfsdienst treten 400 ehrenamtliche Einsatzkräfte aus ganz Deutschland gegeneinander an. Neben einer Erwachsenen- und einer Jugendgruppe der Kreisgliederung Traunstein nehmen erstmalig auch die Schulsanitäter des Annette-Kolb-Gymnasiums Traunstein an dem Leistungsvergleich teil. Die Malteser-Gruppen aus der Großen Kreisstadt haben sich durch Siege beim Diözesanwettbewerb für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft qualifiziert und vertreten dort den Diözesanverband.

Beim Bundeswettbewerb beweisen Malteser aus dem gesamten Bundesgebiet ihr Können in der Notfallversorgung. Die Einsatzkräfte müssen realistische Szenarien, wie einen simulierten Flugzeugabsturz oder Gas-Austritte in chemischen Fabriken, unter höchstem Zeitdruck bewältigen.

Die Malteser-Teams aus dem Landkreis Traunstein reisen mit 25 Personen und einem klaren Ziel zum diesjährigen Wettkampf nach Trier: „Wir wollen zu den Besten gehören und am liebsten natürlich gewinnen“, sagt Max Rauecker, Kreisbeauftragter der Malteser. Das Abschneiden beim Bundeswettbewerb ist nicht nur Ehrensache, sondern auch ein Leistungsnachweis. „Wir müssen Aufgaben erfüllen, die absolut realistisch sind und morgen tatsächlich so eintreffen könnten. Da muss jeder Handgriff sitzen, schließlich geht es um Menschenleben“, erklärt Rauecker.

Von den Teilnehmern wird bei dem Wettbewerb eigenständiges und flexibles Handeln verlangt. Es gehe nicht nur darum, Routine abzurufen, vielmehr müsse in Sekunden entschieden werden, um Unwägbarkeiten, Zufälle und plötzlich auftretenden Ereignisse zu bewältigen. Das Ziel ist ebenso einfach wie herausfordernd: allen Notfall-Betroffenen so umfassend und wirksam wie möglich zu helfen. Seit mehreren Wochen üben die Traunsteiner Malteser für den großen Wettstreit und spielen verschiedene Einsatzszenarien durch.

Der Bundeswettbewerb ist eine organisatorische Höchstleistung: 1000 Malteser sind in Trier im Einsatz, darunter rund 50 Verletztendarsteller, ebenso viele Schiedsrichter, ein 90-köpfiger Kochtrupp und natürlich die 400 Wettkampfteilnehmer.

Der Malteser Bundeswettbewerb findet zum Abschluss der „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ statt. Die Aktionswoche, die noch bis 26. September dauert, ist die größte Freiwilligenoffensive in Deutschland, die von Politik, Wirtschaft, Medien und sozialen Organisationen getragen wird. Als Partner der Aktion bestätigen die Malteser auch mit ihrem Bundeswettbewerb das Motto „Engagement macht stark“.

Peter Volk/Malteser Traunstein

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