64 Prozent weniger Durchgangsverkehr?

Ortsumfahrung Obing: Baubeginn in greifbarer Nähe

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Auch die Seeoner Straße, hier im Bild von der Bundesstraße rechts abzweigend, könnte durch die Ortsumfahrung Obing entlastet werden.
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Obing - Das Straßenbauamt ist zufrieden: Nach einer "Turboplanung" steht nun der Termin für den Baubeginn der B304-Ortsumfahrung fest. Wir haben alle Details zum Spatenstich und zum künftigen Straßenverlauf. 

4,7 Kilometer lang wird die neue Trasse der B304, die nördlich an Obing vorbeiführt. Nach abgeschlossener Planung wird am Montag, den 24. Juli offiziell mit dem Bau der Ortsumfahrung begonnen, berichtet das Trostberger Tagblatt. Auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt wird dann zum Spatenstich erwartet, nachdem er beim Aubergtunnel-Spatenstich absagen musste. 

72 Prozent weniger Schwerlastverkehr im Ort?

Die jüngsten, offiziellen Zahlen von 2010 zeigen, dass 7910 Fahrzeuge täglich auf der Bundesstraße durch Obing unterwegs sind - davon 1250 Lastwagen. Das Ziel der Behörden ist es, die Zahlen auf 3400 Fahrzeuge täglich (davon 400 Lkw) zu drücken. Bis zum Jahr 2025 will das Straßenbauamt eine Verkehrsentlastung von 64 Prozent in Obing erreichen, beim Schwerlastverkehr sogar 72 Prozent

Verlauf der Ortsumfahrung nördlich von Obing, eingezeichnet sind die beiden neuen Kreisverkehre und der Abstand zur nächsten Wohnbebauung. 

Außerdem betont man bei den Behörden, dass die neue Strecke der B304 keine Biotope, Natur- oder Landschaftsschutzgebiete berühren würde. Mit der Realisierung der Ortsumfahrung könnte außerdem die Seeoner Straße in Obing entlastet werden. Dort klagen die Anwohner seit Jahren über den hohen Durchgangsverkehr als Abkürzer in Richtung Süden

Kein Wohnhaus mehr näher als 50 Meter an der B304 dran

Von Wasserburg kommend wird die Ortsumfahrung zwischen Irlham und Roitham beginnen und nördlich an Pfaffing und dem Obinger See vorbeiführen. Zwischen Hochbruck und Autschachen, östlich von Obing, wird die B304 dann wieder auf die alte Strecke geführt. Geplant sind auf der neuen Trasse außerdem zwei Kreisverkehre, die die Bundesstraße mit der TS8 in Richtung Kienberg und mit der Straße nach Kleinornach bei Hochbrück verknüpfen.

"Die Umgehungsstraße wurde im Rahmen der technischen Möglichkeiten und naturschutzrechtlichen Maßgaben so trassiert, dass die bestehenden Gebäude einen möglichst großen Abstand zur Straße haben", betont das Straßenbauamt. Das nächste Wohnhaus zur neuen B304 liegt bei Hochbruck 58 Meter entfernt. In einem 100-Meter-Streifen werden nur noch fünf Gebäude an der Bundesstraße liegen - heute sind es 165.

Rückblickend spricht das Straßenbauamt von einer "Turboplanung" der Obinger Ortsumfahrung, auch Wahlkreisabgeordneter Peter Ramsauer ist angesichts der "Rekordverfahrenszeit" mit der Arbeit der Behörden zufrieden. 

xe

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