Neue Runde Ortsumgehung in Obing

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Die derzeitig geplante Umgehungstrasse B304. Von links: Linie 1 Pfaffing an der TS 8 - Entfernung zu der Bebauung 467 Meter, Dammhöhe 6,78 Meter; Linie 2 Pfaffing, nordöstlicher Gebietsrand - Entfernung zur Bebauung 270 Meter, Dammhöhe 2,36 Meter; Linie 3 Jepolding, 140 Meter weg von den Anliegern, Dammhöhe 2,65 Meter.

Obing - Wie wirkt sich die geplante Ortsumgehung auf die Lebensqualität der Anwohner, das innerörtliche Gewerbe und nicht zuletzt auf die Natur und die gesamte Umgebung aus?

Diese Fragen beschäftigen Befürworter und Gegner der geplanten Ortsumgehung und führen immer wieder zu Diskussionen. Schon lange hat sich der Gemeinderat überwiegend für die Ortsumgehung ausgesprochen und fraktionsübergreifend herrscht das Bestreben, eine möglichst annehmbare Lösung für alle Obingerzu erreichen. Jetzt organisierte der CSU-Ortsverband Obing für alle Gemeinderäte, Gewerbetreibende und Interessierte eine Infofahrt nach Grabenstätt.

Die Chiemseegemeinde hat ihre Ortsumgehung bereits und in Umgehungsfragen einen nicht uninteressanten Erfahrungsschatz angesammelt. Beim Ortstermin in Grabenstätt stellte Bürgermeister Georg Schützinger die positive Entwicklung des Ortes seit Fertigstellung der Umgehungsstraße dar und betonte, die Angst, dann werde der Ort "zu Tode beruhigt" sei völlig unbegründet gewesen. Man habe eine intensive Parkplatzdebatte geführt und begonnen, die Straße, der vorher wegen des ständig wachsenden Verkehrsaufkommens Gärten, Balkone und nicht zuletzt der Maibaum hätten weichen müssen, zurückzubauen. Im Rahmen der Städtebauförderung sei der Marktplatz neu gestaltet und damit zum beliebten Veranstaltungsort geworden. Laut Schützinger beklagte das Grabenstätter Gewerbe keine Einbußen und der Ort habe insgesamt Lebensqualität.

Gemeinsam mit Vertretern des Straßenbauamts Traunstein besichtige die Obinger Delegation Schlüsselstellen der Grabenstätter Umgehung, die durchaus mit dem geplanten Vorhaben in Obing verglichen werden können. Die Obinger Vertreter nutzten nochmals die Möglichkeit, mit dem Straßenbauamt ihre kritischen Anmerkungen bezüglich der Höhe und der Lage der geplanten Trasse zu erörtern. Denn auch die am 26. Juli vorgestellte Strecke birgt einige Diskussionspunkte und den Widerstand einiger Anlieger, die sich eine niedrigere Dammhöhe und, im Bereich Jepolding, einen größeren Abstand zur Bebauung wünschen.

Um eine Kompromisslösung zu finden, der Gemeinderat und Bürger zustimmen könnten, wurde die Grabenstätter Umgehung in einigen Punkten, wie beispielsweise an der Pumpstation der Kanalisation, genauer in Augenschein genommen. Hier beträgt die Dammhöhe rund 2,50 bis 3,50 Meter, ist rund 120 Meter von der Ortsbebauung entfernt und weist, laut Straßenbauamt, eine Lärmbelästigung von rund 55 dB auf. Dammhöhe und Entfernung zur Bebauung entsprächen demnach etwa der Situation in Jepolding. Hier liegt die derzeit geplante Strecke 140 Meter von den Anliegern entfernt auf einer Dammhöhe von 2,65 Metern. Mit einer weiteren Korrektur des derzeit geplanten Streckenverlaufs mit einem leichten Bogen nach Norden könnten hier aber noch bis zu 50 Meter herausgeschunden werden, meinte Richard Mitterer vom Obinger Gemeinderat (CSU).

Außerdem könnte mit einer Absenkung der Kienbergerstraße, stärkeren Einschneidungen an Geländehochpunkten und einer durchgehend etwas höheren Steigung von zwei bis drei Prozent (derzeit 0,7 Prozent) die Dammhöhe insgesamt deutlich reduziert werden.

Eine weitere Station war der Damm in Winkel mit einer Höhe von 4,5 Meter, der dann annähernd die Situation in Pfaffing mit derzeit noch 6,78 Metern an der TS 8 darstellen könnte und die Unterführung "Dorothenstraße", die als eine mögliche Lösung für die Einmündung "Schalkhamerstraße" oder auch "Honauerstraße" gehandelt wurde.

Bei einer erneuten Begehung mit Vertretern des Straßenbauamts und Gemeinderäten sollen die Vorschläge nochmals vor Ort geprüft werden.

ca/Wasserburger Zeitung

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