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Obinger Waldbesitzer schockiert über Ausmaß des Sturms vom 28. Juli

Mit einem Schlag sind sechs Hektar weg: „Solche Naturgewalten habe ich noch nie erlebt“

Vom Unwetter betroffener Waldbesitzer Andreas Voderhuber aus Obing
+
Andreas Voderhuber ist zweiter Vorstand der Waldbesitzervereinigung Traunstein. Bei dem Sturm am 28. Juli hat er knapp die Hälfte seiner zwölf Hektar Wald rund um Obing verloren. Im Hintergrund ist das Ausmaß des Unwetters zu erahnen.
  • Marina Birkhof
    VonMarina Birkhof
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Fassungslos steht Andreas Voderhuber vor seinem Wald bei Obing - oder vielmehr vor dem, was noch übrig geblieben ist. In nur 15 Minuten fegte ein mächtiges Unwetter über die Gemeinde - und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Noch drei Wochen danach macht das Ausmaß der Naturgewalten sprachlos.

Obing - Rund dreizehn Hektar Wald befinden sich im Besitz der Familie Voderhuber aus Ilzham. Nach dem Sturm am 28. Juli besitzt Andreas Voderhuber nur mehr die Hälfte - der Rest liegt brach oder ist in sich zusammengeknickt. Die allgemeine Schadholzmenge schätzt der 42-jährige Landwirtschaftsmeister und Agrarbetriebswirt auf 1500 bis 2000 Festmeter Holz.

Unwetter fegt über Obing und hinterlässt Schneise der Verwüstung

Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
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Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb
Auswirkungen Unwetter Obing
Über Obing tobte am 28. Juli ein Unwetter, das die Landschaft verwüstete.  © mb

Kahle Äste, entwurzelte Bäume, zerfetzte Stämme - obwohl die lichten Wälder rund um Obing schon von Weitem ins Auge stechen und teils verheerend aussehen, weiß Voderhuber, der neben einem Posten im Obinger Gemeinderat auch zweiter Vorstand der Waldbesitzervereinigung (WBV) Traunstein ist, dass sich die Lage im Mittelfeld häufig noch schlimmer darstelle. Der lokale Sturm Ende Juli habe im Bereich der WBV Traunstein insgesamt etwa 40.000 Festmeter Holz geworfen, davon circa 25 Prozent Bruchholz.

„Verbliebenes Bruchholz kann schnell zu einer tödlichen Falle werden“

Nach der Schadensbegutachtung stehen Aufräumarbeiten an - und die werden sich locker noch ein bis zwei Monate hinziehen. „Das Ganze ist nicht ungefährlich, wir können nicht einschätzen, in welche Richtung ein Baum fällt. Das noch im Wald verbliebene Bruchholz kann sich schnell zu einer tödlichen Falle für die Arbeiter entwickeln - gerade bei seitlichen Ausschlägen oder wenn er noch halb am Wurzelballen hängt“, mahnt Voderhuber und zieht einen Vergleich zum Fußball: „Arbeiten wir sonst im Holz in der Kreisliga, so ist das jetzt die Champions League.“

Hier führte einst eine traumhafte Buchenallee in den Wald von Andreas Voderhuber. Der Sturm hat die Idylle in Obing jäh zerstört.

Und was passiert mit den unzähligen umgekippten Bäumen? Ihrem ursprünglichen Zweck der Verarbeitung können sie nicht mehr zugeführt werden, so viel steht fest. „Hackschnitzelverarbeitung ist die gängigste aber auch finanziell für uns gesehen die schlechteste Verwertung. Üblich ist auch die Weiterverarbeitung zu Faser- oder Papierholz. Die Sägeindustrie allerdings ist nicht begeistert, denn das Bruchholz kann selbst wenn der Stamm von außen intakt wirkt im Inneren Risse aufweisen.“

Da sei selbst von Borkenkäfer befallenes Holz noch beliebter, denn der fresse sich nur in die Rinde und es leide lediglich die Optik des Holzes - der Käfer verursache nämlich eine bläuliche Färbung.

„Frustrierend, wieder bei Null anfangen zu müssen“

Dass seine stattlichen Bäume, die dem Sturm zum Opfer gefallen sind, nun zu Hackschnitzel verwertet werden, geht Voderhuber nahe. „Man hängt an dem, was man macht und es dauert Jahrzehnte, bis ein Baum so da steht, wie er da stehen soll. Wir tun alles, damit er gedeiht, beugen Verbiss durch Rehe vor und bekämpfen Unkraut. Es ist so frustrierend, wieder bei Null anfangen zu müssen.“

In seinem Mischwald, in dem 30 bis 100 Jahre alte Bäume standen, hat es vor allem auch alte Buchen erwischt, teils 150 Jahre alt. Der Wurzelballen allein kann bis zu sechs Tonnen wiegen. Um das alles wegzuräumen, dabei hilft nur „schweres Geschütz“ - ohne Maschinen kommt man nicht weit. Auch für die Arbeiter eine Herausforderung.

Diese Buche ist schätzungsweise 100 bis 150 Jahre alt, der Wurzelballen wiegt an die sechs Tonnen. Der Sturm hat sie dem Erdboden gleichgemacht.

„So schlimm die Situation auch ist, wir können von Glück reden, dass bisher keine Personen Schaden genommen haben.“ Voderholzer hofft, dass das bei den weiteren Aufräumarbeiten so bleibt und appelliert dabei an die Vernunft der Spaziergänger, sich nicht im Wald oder auf gesperrten Wegen aufzuhalten.

„Gegen solche Naturgewalten ist man machtlos“

Mit Vater und Opa war Andreas Voderhuber schon als kleiner Bub oft im Holz dabei, half beim Setzen. Doch ein solches Ausmaß an Verwüstung ist allen Generationen noch nicht untergekommen: „Wir waren überrascht, wie schnell der Sturm über uns hinwegfegte und alles in zehn bis fünfzehn Minuten zerstörte. Solche Naturgewalten habe ich noch nie erlebt und gleichzeitig ist es beängstigend, zu sehen, welch Wirkung die Natur haben kann. Dagegen ist man machtlos.“

Noch zwei Tage zuvor sei er mit der Feuerwehr im Einsatz gewesen, habe vollgelaufene Keller leer gepumpt und einzelne Bäume von der Straße geschafft. „Da haben wir noch zueinander gesagt, mit welchem Glück wir davon gekommen sind. Dass es uns kurz drauf so massiv erwischt, hätte keiner geglaubt“, sagt Voderhuber mit einem Blick auf einen zerborstenen Stamm, der in tausende Einzelteile gesplittert ist.

Hinter dem Obinger Sportplatz laufen am 17. August Aufräumarbeiten. Der einstige Wald existiert praktisch nicht mehr.

Bis er wieder aufforsten kann wird noch Zeit verstreichen: Normalerweise werde im Winter Holz gemacht - dies falle heuer sturmbedingt aus. Nun wird er in der Pflanzperiode im Herbst oder Frühjahr setzen. Zunächst müsse jedoch zusammen mit der Försterin ein Plan für die Standorte erarbeitet werden.

Die Baumschulen seien zwar mit Reserven gerüstet, doch mal eben 5000 Fichten-Setzlinge parat zu haben, werde dann doch sportlich - zumal Voderhuber nicht der einzige betroffene Waldbesitzer ist, der praktisch wieder neu anfangen muss: „Die Schneise zog sich von Halfing bis nach Obing. Der Vorteil ist, dass die Zerstörung nur regional geschah - dafür bei uns aber leider enorm.“ Wenigstens drücke das nicht auch noch den Holzpreis. Der sei stabil - immerhin.

mb

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