Gemeinderäte setzen sich mit Fragen zu Anleinverordnung auseinander 

Wo müssen Hunde in Obing künftig an die Leine? 

Der Gemeinderat Obing beschäftigt sich aktuell mit Fragen zum Erlass einer Anleinverordnung für Hunde. 
+
Der Gemeinderat Obing beschäftigt sich aktuell mit Fragen zum Erlass einer Anleinverordnung für Hunde. 

Obing - An welchen Plätzen im Gemeindegebiet dürfen Fellnasen künftig frei laufen und wo müssen sie an der Leine geführt werden? Eine Anleinverordnung soll Klarheit bringen. 

Hunde sollen künftig an die Leine - zumindest an bestimmten Plätzen im Gemeindegebiet wie auf der Friedhofsanlage, den gemeindlichen Grünanlagen oder rund um den Obinger See


Schon im Juni diesen Jahres beschäftigte sich der Gemeinderat mit einer Anleinverordnung und entschied sich auch dazu, diese auf den Weg zu bringen. Die Verwaltung wurde beauftragt, einen entsprechenden Entwurf auszuarbeiten. 

Am 24. September 2019 stand das Thema nun erneut auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung. Es sei um die Vorberatung der "Verordnung über das freie Umherlaufen von Hunden in der Gemeinde Obing" gegangen, wie der Geschäftsleiter, Ludwig Mörner, im Gespräch mit chiemgau24.de erklärt. Die Obinger Hunde müssten jedoch nicht im gesamten Gemeindegebiet zwingend an der Leine gehen, dies untersage Mörner zufolge alleine schon die bundesweit geltende Tierschutz-Hundeverordnung, denn die Fellnasen hätten ein Recht auf ausreichend Auslauf im Freien.


Noch rechtliche Fragen offen - Beschluss vertagt 

Der Entwurf zur Hundeverordnung sei von den Räten zur Kenntnis genommen worden, grundsätzlich habe man sich für einen Erlass ausgesprochen

Offen seien jedoch nach wie vor einige rechtliche Fragen, wie Mörner weiter erläutert: "Es heißt beispielsweise, Hunde, die einen Maulkorb tragen, müssten nicht angeleint werden. Was ist aber, wenn ein Hund mit Maulkorb dennoch einen Spaziergänger anspringt?" 

Damit spannt der Geschäftsleiter auch den Bogen zu der Diskussion ab welcher Größe Hunde an die Leine genommen werden müssten: "Hier gilt weiterhin die gesetzliche Vorgabe, dass  Hunde mit einer Schulterhöhe von mehr als 50 Zentimeter das freie Herumlaufen untersagt wird. Da kommen wir nicht aus - wir müssen uns daran halten und diese Vorgabe in den künftigen Beschluss aufnehmen." In der Praxis würde dies dann so aussehen, dass der Labrador an die Leine genommen werden müsste und der Dackel indes frei laufen dürfte. 

Ein endgültiger Beschluss zur Anleinverordnung steht allerdings noch aus, bis alle Fragen geklärt sind. Die endgültige Entscheidung werde laut Mörner in der kommenden Sitzung des Gemeinderats fallen. 

mb

Kommentare