Fahrer protestiert: Lkw trotzdem abgeschleppt

Nach Eis-Unfall: "Räumdienst Schuld an Liegenbleiben des Lkw"

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Obing - Am 2. Januar gegen 22.15 Uhr blieb ein Sattelzug aus Nordrheinwestfalen auf der Bundesstraße zwischen Kirchensur und Frabertsham am sog. Gallertshammer Berg liegen. 

Aufgrund der starken Schneefälle drehten die Räder durch und das Gespann blieb quer zur Fahrbahn stehen. Mehrere Ersthelfer konnten dem Fahrer nicht helfen. Ein zufällig an der Stelle vorbeikommendes Abschleppunternehmen bot Hilfe an. Zur Überraschung aller lehnte der Fahrer, ein 58-jähriger Nordrheinwestfale, die Hilfe ab. 

Er sehe nicht ein, dass ihm Kosten entstehen, wo doch einzig und allein der Räumdienst Schuld trage, der seine Arbeit nicht gemacht hätte. Nachdem dem Wunsch des Fahrers, den Sattelzug an Ort und Stelle stehen zu lassen, aus Sicherheitsgründen nicht entsprochen werden konnte, wurde das Gespann durch die Polizei auf dem Anordnungsweg versetzt. 

Insbesondere sollte verhindert werden, dass weitere Lkws hinter dem Gespann ebenfalls liegen bleiben. Vor allem für Autos, die an der Schlange vorbeifahren hätten wollen, wäre die Gefahr eines Unfalls aus dem Gegenverkehr heraus mit jedem weiteren liegenbleibenden Lkw gestiegen. 

So wurde das vor Ort befindliche Abschleppunternehmen von der Polizei mit einer „Versetzung“ des Fahrzeugs beauftragt. Die Kosten werden dafür der Halterfirma auferlegt. 

Die Ersthelfer vor Ort, die Angaben zur Situation vor Ort bis zum Eintreffen der Polizei machen können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Trostberg unter Teleon 08621/9842-0 zu melden.

Pressemeldung Polizeiinspektion Trostberg

Rubriklistenbild: © dpa

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