Parallel Möglichkeiten fürs JuZ ausloten

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Cool schien der Bus als JuZ-Ersatz schon, es stellte sich aber heraus, dass er nur mit sehr großem Aufwand wintertauglich zu machen ist. Als dann auch noch der Jugendarbeiter kündigte, war das Projekt JuZ-Bus gestorben.

Obing - In einem Jahr das alte Rathaus oder gleich freie Räume in der Schule nutzen? Der Obinger Gemeinderat will für das Jugendzentrum beide Varianten parallel verfolgen.

Unter der Leitung des stellvertretenden Bürgermeisters Sepp Huber hatte der Gemeinderat nach der Sommerpause eine umfangreiche Tagesordnung zu bewältigen. Ganz oben stand wieder einmal das JuZ. Der Dauerbrenner beschäftigt die Räte schon seit geraumer Zeit und nach der Kündigung des Jugendsozialarbeiters Karl Katz wollte Sepp Huber eine richtungsweisende Entscheidung.

Dem folgte eine ausführliche Diskussion über das weitere Vorgehen. Einigkeit herrschte dabei über die Verdienste des Religionspädagogen in der Obinger Jugendarbeit. Man sei sich darüber einig, dass Katz in den vergangenen vier Jahren gute Arbeit geleistet habe, sagte Huber und dankte auch im Namen der Gemeinde.

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Doch anders als in der Öffentlichkeit wahrgenommen, habe sich auch der Gemeinderat engagiert mit dem Thema befasst und sich Gedanken über die notwendigen Räume gemacht. Es hätten sich auch einige Möglichkeiten ergeben, doch die seien immer wieder abgelehnt worden. Schließlich habe man sich für einen ausrangierten Flughafenbus als Übergangslösung entschieden, die im Nachhinein aber nicht "so cool", weil nur schwer ganzjahrtauglich zu machen, gewesen sei, wie anfangs gedacht.

"Die alten Räume sind weg und neue haben wir nicht", sagte Huber, deshalb gäbe es eine Winterzwangspause, doch das solle aus seiner Sicht nicht das Ende des JuZ sein. Als eine gute Möglichkeit sah er die Unterbringung im alten Rathaus. Das Gebäude sei ab Ende des nächsten Jahres frei und könnte dann von den Jugendlichen und auch von den Ortsvereinen genutzt werden, denn "Jugendliche und Vereine gehören mitten ins Dorf".

Korbinian Stettwieser drängte nochmals darauf, dass die Stelle des Jugendarbeiters auf jeden Fall neu ausgeschrieben werden solle. Allerdings fehlte ihm ein Konzept, wie es mit dem alten Rathaus weitergehe und darum fand er eine Entscheidung über das weitere Vorgehen verfrüht. Fanny Mayer war der Ansicht, dass Obing als Schulstandort auch die Jugendlichen der Nachbargemeinden anziehe und darum solle man sich auch gemeindeübergreifend mit dem Thema befassen und die Möglichkeiten des neuen Städtebauförderungsprogramms ausloten. Zudem solle eine Kombination der Stelle des kommunalen Jugendsozialarbeiters mit dem Schulsozialarbeiter und auch eine mögliche Unterbringung des JuZ im Schulgebäude geprüft werden. Diesen Ansatz wollte auch Franz Pürner - auch aus Kostengründen - weiter verfolgen.

Andreas Voderhuber sprach sich klar für einen Fortbestand des JuZ, aber gegen eine Beschlussfassung aus. Es müssten erst noch viele Vorgespräche geführt und auch die Kosten für eine mögliche Sanierung des alten Rathauses ermittelt werden, ehe man entscheiden könne. Albert Lamprecht fand, dass der Gemeinderat in der Diskussion über das JuZ schlecht wegkomme und sich viel ungerechtfertigte Kritik gefallen lasse müsse. Auch die Verdienste der Vereine im Bereich der Jugend kämen bei der ganzen Diskussion leider zu kurz.

Sepp Huber wies darauf hin, dass am Montag, 24. September, eine außerordentliche Versammlung der Jugendbegegnung Obing (JBO) stattfinde, wo über die Stilllegung oder die Auflösung des Vereins beraten werden solle. Er appellierte in diesem Zusammenhang an alle Eltern und Jugendlichen, zahlreich zu erscheinen und damit Interesse zu bekunden. Die Gemeinde brauche dann Antworten.

Schließlich fasste der Gemeinderat einen Beschluss und sprach sich einstimmig dafür aus, das JuZ weiter zuführen. Als Übergangslösung könnten, nach dem Auszug der Verwaltung, Räume des alten Rathauses genutzt werden. Zudem sollen Gespräche mit der Schulleitung über die sofortige Nutzung freier Räume geführt und mit dem Träger der Schulsozialarbeit Möglichkeiten über eine Kombination der Stellen erörtert werden, um das JuZ zu erhalten.

ca/Wasserburger Zeitung

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