Ist dieser Supermarkt zu rot?

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Dem Obinger Gemeinderat sind die roten Flächen am Nahkauf-Markt in der Schulstraße zu viel, besonders die an den Fenstern (im Bild rechts). Foto Graichen

Obing - Die roten Werbeflächen am Nahkauf-Markt in der Schulstraße sind einigen Gemeinderäten zu viel. Der Supermarkt soll mit weißer Folie dagegen handeln:

Die im Zuge von Renovierungsarbeiten am Obinger Supermarkt "nahkauf" neu gestalteten Werbeanlagen mit der dominierenden Farbe Rot bewegten die Gemüter. In der Abstimmung über den zugehörigen Bauantrag setzten sich schließlich die Verfechter einer Reduzierung der roten Flächen durch.

Insbesondere soll die rote Folie von den Fenstern östlich des Eingangsbereichs entweder ganz entfernt oder durch eine weiße Folie ersetzt und das rote Schild an der südlichen Hausfassade verkleinert werden. Dagegen waren die Gemeinderäte übereinstimmend der Meinung, dass der rote Fries über dem Eingangsbereich aus gestalterischen Gründen in voller Länge bleiben sollte. Die Kreisbaumeisterin hatte angeregt, den nicht beschrifteten Teil in Weiß zu halten, denn die Gestaltung der Werbeanlagen müsse sich daran orientieren, dass das Gebäude im Wirkungsbereich eines Baudenkmals liegt - gemeint ist die Kirche.

Gemeinderat Martin Maier aus Honau sprach sich gegen die Einschränkung der Werbeanlagen des Supermarktes aus: "Wir sollten froh sein über die Geschäfte im Ort, und für die ist Werbung notwendig." Schließlich profitiere die Gemeinde durch höhere Gewerbesteuereinnahmen von deren wirtschaftlichem Erfolg, und mehr Geschäfte bedeuteten auch mehr Arbeitsplätze. Unterstützt wurde seine Position von Gemeinderätin Fanny Mayer, die betonte, die ausgezeichnete Obinger Geschäftskultur mit guter Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs müsse unbedingt erhalten werden.

Zweiter Bürgermeister Sepp Huber verwies dagegen auf die Gestaltungssatzung, deren Bestimmungen bezüglich Zahl und Größe von Werbung am "nahkauf" deutlich überschritten seien. Diese Abweichungen zuzulassen, wäre ungerecht gegenüber einer Reihe von kleinen Geschäften, denen man größere Werbeanlagen verwehrt habe.

igr/Chiemgau Zeitung

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