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Oliver O.: Zeuge zu Spielereien mit Waffe

Gera/Schnaitsee - Im Prozess um den tödlichen Schuss eines Bundeswehrsoldaten auf seinen Kameraden Oliver O. aus Schnaitsee hat ein Zeuge von Spielereien mit der Waffe berichtet.

Minuten bevor der Schuss gefallen sei, hätten er und der Angeklagte "Blödsinn" mit der ungeladenen Waffe gemacht, sagte der 22 Jahre alte Zeitsoldat am Dienstag vor dem Landgericht Gera. Ob sein Kamerad auch beim tödlichen Schuss spielerisch abgedrückt habe, habe er nicht gesehen. Mehrere Zeugen berichteten am Dienstag auch, es sei öfter vorgekommen, dass Soldaten die Pistole in die Hand genommen und "Poserfotos" gemacht hätten. Mehrere Soldaten sagten übereinstimmend aus, dass bei vielen mit zunehmender Einsatzzeit in Afghanistan der Respekt vor der Waffe gesunken sei.

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Der 21-jährige Angeklagte wird der fahrlässigen Tötung und des Ungehorsams in besonders schwerem Fall beschuldigt. Er soll im Dezember 2010 im Zelt in der Provinz Baghlan spielerisch auf den Kopf seines aus Schnaitsee stammenden Kameraden gezielt und diesen versehentlich erschossen haben. Der Angeklagte macht eine Fehlfunktion der Pistole für den Schuss verantwortlich. Er ist inzwischen aus der Bundeswehr entlassen. Vor dem Landgericht Gera sind drei weitere Prozesstermine geplant - am morgigen Donnerstag sollen weitere Zeugen und ein Waffenfachmann gehört werden.

dpa

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