Ernstfall in Pittenhart geprobt

Großübung der Feuerwehr: Was tun, wenn ein Kindergarten brennt?

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Pittenhart - Brände in Kindertageseinrichtungen kommen glücklicherweise recht selten vor. Wenn doch einmal etwas passiert, ist natürlich die Aufregung bei den Betroffenen groß. 

Pressemeldung im Wortlaut:

Um für derartige Einsatzlagen gerüstet zu sein, übten mehr als 100 Feuerwehrkräfte aus den Landkreisen Traunstein und Rosenheim im kirchlichen Kindergarten St. Aloisius. Pittenharts 1. Bürgermeister Josef Reithmeier sowie weitere Gemeindevertreter und der Pfarrgemeinderat überzeugten sich als Zuschauer von der Leistungsfähigkeit der beteiligten Feuerwehren. Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein beobachten die Abläufe und zeigten sehr zufrieden. Innerhalb kurzer Zeit waren sämtliche „kleinen und großen“ Übungsdarsteller aus dem Gebäude gerettet und in Sicherheit gebracht.

Der örtliche Kommandant Sebastian Emmerer war als Einsatzleiter vor Ort und wies sämtlichen Einsatzkräften der Feuerwehren Pittenhart, Obing, Eggstätt, Höslwang und Amerang ihre Aufträge zu. In Windeseile wurde die Drehleiter in Stellung gebracht, Schlauchleitungen verlegt, ein Löschangriff vorgetragen, Atemschutzgeräteträger ausgerüstet und eine Verletztensammelstelle eingerichtet. Innerhalb weniger Minuten ist es somit gelungen, mit zahlreichen Atemschutztrupps in das Kindergartengebäude zu gelangen und die Rettung der Übungsdarsteller in die Wege zu leiten. Insgesamt retteten die Atemschutztrupps zehn vermisste Kinder und Erwachsene, die sich im Gebäude aufhielten.

Galerie: Großübung der Feuerwehr in Pittenhart

Wie Sebastian Emmerer im Gespräch mit dem „Name der Redaktion“ bestätigte, war es ein großes Ziel der Übung, den Kindern die Scheu von den Einsatzkräften der Feuerwehr zu nehmen. „Es ist ja schon beeindruckend, wenn ein Atemschutzgeräteträger mit Maske und Helm daherkommt und es aus den Luftflaschen laut zischt“, so Pittenhart´s oberster Brandschützer. Weiter wollte man die Zusammenarbeit der beteiligten Feuerwehren weiter ausbauen und Abläufe festigen. Mit dem Alarmstichwort „Großbrand“ wird ja einiges an Personal und Material in Bewegung gesetzt, damit man zügig und effizient Hilfe leisten kann. Die freiwilligen Einheiten der Feuerwehren stehen dann innerhalb weniger Minuten am Schadensort und müssen mit Aufträgen versorgt werden, erklärt Sebastian Emmerer.

Als Übungsbeobachter waren der Kreisbrandmeister Martin Hochreiter sowie der Fachberater Atemschutz, Alexander Erber, vom Kreisfeuerwehrverband Traunstein vor Ort. Sie bescheinigten den Beteiligten eine solide Herangehensweise und einen raschen Übungserfolg.

Martin Hochreiter freute sich besonders, dass die landkreisübergreifende Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren des Landkreises Rosenheim und ihren Traunsteiner Kollegen völlig reibungslos funktionierte. Seinen Worten zur Folge seien sämtliche Abläufe „Hand in Hand“ gelaufen und allesamt haben erfolgreich auf das Übungsziel hingewirkt.

„Potential zur weiteren Optimierung bei derart großen Übungen gibt es natürlich immer. Diese Übung sei aber wirklich super gelaufen“, lobte Alexander Erber die Teilnehmer. Martin Hochreiter dankte der Pittenharter Feuerwehr für die Organisation der Übung, „es stecke schon einiges an Aufwand dahinter, ehe eine Einsatzübung mit über 100 Beteiligten durchgeführt werden könne“, so der Kreisbrandmeister. Bei der Abschlussbesprechung zeigte sich Pittenharts 1. Bürgermeister Josef Reithmeier beindruckt von der guten Arbeit der Feuerwehren. Er dankte ihnen für ihre Einsatzbereitschaft sowie das Engagement für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Als kleine Anerkennung spendierte der Pfarrverband zusammen mit der Gemeinde eine Brotzeit.

Die Pressemeldung von Hubert Hobmaier (Kreisfeuerwehrverband Traunstein e.V.)

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