„Full Pull“ in Pittenhart

Spektakulärer Trecker Treck mit 100 Teilnehmern war ein Besuchermagnet

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Pittenhart - Unzählige Besucher kamen am Sonntag bei perfektem Wetter zum weithin bekannten Trecker Treck der BBV-Ortsgruppe Pittenhart, um die große Show der Bulldog-Oldtimer, Kleinschlepper und imposanten PS-Bullen auf einer Wiese unweit der Mehrzweckhalle hautnah mitzuerleben.

Packende Zentimeter- und Sekunden-Entscheidungen, qualmende, sich aufbäumende Traktoren, ohrenbetäubende Motorengeräusche, durchdrehende Reifen und sich immer tiefer in den Boden grabende Bremswagen ließen nicht nur die Männerherzen höher schlagen. Bei optimalen Bedingungen holten die 100 Teilnehmer in den acht Wertungsklassen (unter 2000 bis über 10.000 Kilogramm) alles aus sich und ihren Schleppern heraus. Die auf der „Kardoffe-Brems“ des Bremswong-Teams Pittenhart und dem Bremswagen des Trecker-Treck-Teams Sersheim (Baden-Württemberg) befindlichen, langsam nach vorne wandernden Gewichte erschwerten auf den beiden 100 Meter langen Bahnen das Unterfangen zusehends. Immer dann, wenn ein Fahrer trotzdem das Ziel erreichte und damit den „Full Pull“ schaffte, brandete besonders lauter Jubel auf. Spannung pur auch beim Stechen. Von der grünen Wiese war bald nichts mehr zu sehen, der Planierdienst war im Dauereinsatz.

Einige „Trecker Treck“-Ikonen wie Sepp Gehmacher (Traunreut) und Hans Wichtlhuber (Palling) waren wieder mit mehreren Bulldogs am Start und sicherten sich gleich mehrere Siege und Pokale. Für die Lacher, Motivationsschübe und tröstenden Worte sorgte Kommentator Alfred Schöberl und das klang dann so: „Der hat auch Viagra getankt heut früh“, „Der Wille war da, aber das Fleisch war schwach“, „Der muss erst warm werden“, „Da würd sich der Eicher im Grab umdrehen“, „Startnummer 65 such ma, sitzt der no aufm Häusl?“, „Da musst Angst haben, dass der bis Österreich weiterfahrt“, „Wia a oide Lederhosen, net zum Umbringa“. „Der hat sich eingegraben, wenn des die Grünen seng, dann gibt’s wahrscheinlich a Volksbegehren ´Rettet die Maulwürfe!´“ oder „Das Fahrzeug wäre was für die Verteidigungsministerin, es schießt nämlich ohne dass es Munition braucht“. 

Trecker-Treck in Pittenhart war ein Besuchermagnet

Die Zuschauer genossen von den Bierbänken und luftigen Strohtribünen das Mords-Spektakel, wenn nicht gerade eine Staub- oder Rauchwolke vorbeizog – aber auch das gehört natürlich dazu. Fürs leibliche Wohl war bestens mit Getränken, Gegrilltem, Kuchen und „Auszogenen“ gesorgt. Die BBV-Ortsgruppe unter Obmann Josef Huber konnte ein positives Resümee ziehen. Ein Dank galt allen Helfern. 

mmü

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