Dreharbeiten in Altenmarkt

RTL2-Trödeltrupp brauchte Bayrisch-Übersetzer

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Altenmarkt - Das RTL2-Team der Sendung "Der Trödeltrupp" war mit Moderator Sükrü Pehlivan im Landkreis Traunstein zu Gast. Bei den Dreharbeiten gab es einige Sprachbarrieren zu überwinden.

Einen riesigen Menschenauflauf gab es am Sonntagvormittag beim groß angekündigten Hausflohmarkt der Familie E. in der Altenmarkter Bahnhofstraße. Dabei wurde vor laufenden Fernsehkameras mit dem bekannten RTL 2-Trödeltrupp-Moderator und Auktionskünstler Sükrü Pehlivan gehandelt und gefeilscht, was das Zeug hielt.

Des Bayerischen nicht wirklich mächtig, hätte der gebürtige Mönchengladbacher und sympathische Vollblut-Ruhrpottler Pehlivan ein ums andere Mal einen Übersetzer benötigt, aber letztendlich wurde man sich auch so meist einig.

Und so wechselten bei bester Flohmarkt-Atmosphäre Möbel, Bilder, Werkzeuge, Geschirr und andere Gebrauchsgegenstände den Besitzer. Das gesammelte Filmmaterial des fünfköpfigen Fernsehteams dürfte somit locker für eine weitere Folge der Doku-Soap „Der Trödeltrupp – Das Geld liegt im Keller“ ausreichen, zumal bereits an den beiden Vortagen ausführlich gedreht worden war.

Am ersten Tag sei es ihrem Team zunächst darum gegangen, sich einen Überblick zu verschaffen und die Familie des verstorbenen Hausbesitzers kennen zu lernen, erzählte Redakteurin Sarah Mauelshagen am Rande der Dreharbeiten. Nachdem ordentlich ausgemistet und der Müll in einem großen roten Container vor dem alten Haus entsorgt worden sei, habe man dann am zweiten Tag mit dem Verkaufen begonnen.

In der Redaktion gebe es derzeit „unfassbar viele Anfragen“, betonte Mauelshagen. 50 bis 80 Mails täglich seien die Regel. Fast jedes Wochenende sei sie mit ihrem Trödeltrupp-Team unterwegs, heuer besonders häufig in Bayern. Gedreht werde aber in ganz Deutschland, manchmal auch in Österreich und der Schweiz.

Fotos von den Dreharbeiten:

Der Trödeltrupp von RTL2 in Altenmarkt

Auch Anni E., die Schwester des verstorbenen Hausbesitzers und dessen Sohn Herbert E. zeigten sich am Ende des letzten Drehtages hochzufrieden. Dank der professionellen Hilfe sehen sie nun endlich Licht am Ende des Tunnels. Im Haus seines verstorbenen Onkels habe sich über die Jahre so viel angesammelt, dass sich er, seine Frau und seine Mutter im Dezember nicht mehr anders zu helfen gewusst hätten, als sich an den Trödeltrupp zu wenden, erzählte Herbert E.

Umso größer sei dann die Freude gewesen, als man ein positives Feedback erhalten habe. Für Flohmarktliebhaber hatte Moderator Sükrü Pehlivan auch noch ein paar Tipps parat: „Früh aufstehen, den besten Platz ergattern, die Ware sauber präsentieren, immer 20 bis 30 Prozent drauflegen und dann ordentlich feilschen“.

In einem halben Jahr wird die Altenmarkt-Folge bei RTL 2 ausgestrahlt.

Hintergrund: Das Konzept der Sendung "Der Trödeltrupp"

„Der Trödeltrupp – Das Geld liegt im Keller“ ist eine 2009 erstmals gesendete Doku-Soap von RTL 2, in der Menschen dabei unterstützt werden, aus ihren alten Gegenständen Geld zu machen. Als Moderatoren fungieren in der täglich ausgestrahlten Sendereihe abwechselnd der Antiquitätenhändler Mauro Corradino, der Haushaltsauflöser und Trödler Otto Schulte und der Ebay-Wertgutachter Sükrü Pehlivan, der auch in Altenmarkt im Einsatz war. In der ersten Phase der Sendung kommt immer der Trödelexperte zu jener Person, die ihn um Hilfe gebeten hat. Oftmals ist dies nicht der Sammler selbst, sondern ein Lebenspartner oder Familienangehöriger. Der Trödelexperte verschafft sich zunächst einen Überblick, indem er sich die angehäuften Sachen zeigen lässt und schaut wie viel Platz sie in der Wohnung, dem Haus oder auf dem Grundstück einnehmen.

Zudem informiert er sich darüber, wo die Sachen herkommen, wie und seit wann sie sich angehäuft haben und inwiefern sie das Leben der Betroffenen beeinflussen. In der zweiten Phase sichtet der Trödelexperte dann die vorhandenen Sachen im Detail. Ein Großteil stellt sich dabei oftmals als Müll heraus, für den extra ein großer Container bestellt wird. Der Sammler oder ein Angehöriger macht dann symbolisch den ersten Schritt, indem er den ersten Müll hineinwirft. Der übrige Teil wird oft von Helfern entsorgt.

In der dritten Phase werden die für gut empfundenen Sachen zu Geld gemacht. Als Erstes werden besondere „Schätze“ an Antiquitätenhändler oder andere Sammler verkauft. Je nach Umfang beziehungsweise Sperrigkeit der Utensilien kommen die Interessenten entweder zu dem Sammler oder der Sammler geht mit dem Trödelexperten zu den Interessenten. Die übrig gebliebenen Sachen werden dann auf einem öffentlichen Haus- oder Wohnungsflohmarkt verkauft, wobei auch hier der Trödelexperte sowohl hinsichtlich der Preisvorstellungen als auch der Verhandlungsstrategien beratend zur Seite steht. Abschließend kommt der Trödel-Fachmann zu dem Sammler und überrascht diesen mit dem Gesamtergebnis. Um die Spannung bis zuletzt hoch zu halten, wird dabei eine Schriftrolle mit sämtlichen Einnahmen der einzelnen Verkaufsaktionen enthüllt – einige davon sind dem Sammler bis zuletzt nicht bekannt.

mmü

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