Das wohl schönste Weihnachtsgeschenk an einen leukämiekranken Jungen

Waldhauser spendet Hoffnung für Neunjährigen

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Der 29-jährige Andreas Knöckl nahm an der Typisierungsaktion der DKMS in Taufkirchen teil.
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Schnaitsee - Ein schöneres, vorgezogenes Weihnachtsgeschenk hätte sich ein leukämiekranker Junge wohl kaum vorstellen können: Ein 29-jähriger Waldhauser spendete ihm sein Knochenmark.

"Alle elf Minuten erkrankt eine Person in Deutschland an Leukämie", erzählt Sabrina Krüger von der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) gegenüber chiemgau24.de. Zwei Betroffene sind Alexandra Brunner aus Kraiburg und Miriam Gottbrecht aus Taufkirchen. Um einen möglichen Spender für die beiden Frauen zu finden, rief die DKMS eine Typisierungsaktion ins Leben. Die am 14. September in Taufkirchen stattgefundene Aktion war ein voller Erfolg: 1332 Menschen ließen sich registrieren, wie Krüger gegenüber chiemgau24.de bestätigte. Der 29-jährige Andreas Knöckl war einer von ihnen.

Am 17. Oktober bekam er ein Schreiben von der DKMS: Er käme als Spender für einen neunjährigen Jungen in Frage. In dem Brief wurde er gebeten, sich "schnellstmöglich zu melden", da der Bub dringend auf einen Spender warte.

Bereits Ende Oktober reiste der Landmaschinen-Mechaniker zu den Voruntersuchungen nach Nürnberg und ließ sich auf Herz und Nieren als möglicher Spender überprüfen. Die Untersuchung war ein Erfolg und so wurde ihm am 24. November unter Vollnarkose Knochenmark entnommen. Wer der Empfänger ist, weiß er noch nicht, das wird alles anonym gehandhabt. In rund drei Monaten kann er sich bei der DKMS darüber informieren, ob die Transplantation erfolgreich war und er das Leben des Jungen mit seiner Spende retten konnte. Gegenüber chiemgau24.de gibt er an, dass er nur "leichte Kreuzschmerzen" habe und appelliert: "Ich würde jedem eine Spende empfehlen, weil es überhaupt nicht schlimm ist."

Er selbst ist der erste Spender gewesen, der aus der Typisierungsaktion in Taufkirchen hervorging, aber Sabrina Krüger ist zuversichtlich, dass er "bestimmt nicht der Letzte" sein wird.

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