Leichenfund bei Schnaitsee

Ein Mord in besten Kreisen? Eliteschüler tötete seine Mutter

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Schnaitsee - Ein 20-jähriger Altenmarkter wurde wegen des Mordes an seiner Mutter festgenommen. Der junge Mann soll ein Eliteschüler gewesen sein.

Update, Samstag, 10.35 Uhr: Uli W. besuchte Eliteschule

Der 20-Jährige gestand den Mord und sitzt derzeit in U-Haft. Ein zweiter Verdächtiger wurde am Freitagabend unter Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt. Das Motiv für die Tat ist noch immer nicht geklärt und ganz Altenmarkt fragt sich "Warum?". Der 20-Jährige gilt als zurückhaltend und intelligent, er besuchte ein Privatgymnasium in der Nähe von Altenmarkt, absolvierte dort sein Abitur. Die Unterbringung dort koste 3.300 Euro pro Monat, wie unser Partnerportal tz.de berichtet.

Uli W. wohnte mit seiner Mutter alleine in einem 2012 errichteten Haus in Altenmarkt. Die Eltern waren geschieden, der Vater in einer führenden Position in einem Unternehmen angestellt.

Im September wurde Ute W. als vermisst gemeldet. Die Vermisstenmeldung war damals von einem Reitstall aufgegeben worden, weil sich niemand um Utes Pferd gekümmert hatte.

Update, 18.52 Uhr: Nachtrag zur Pressemitteilung

Ergänzend zur Pressemeldung der Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd vom 24. November "Zweite Festnahme nach Leichenfund“ wird mitgeteilt, dass die Vorführung des 19-Jährigen beim Amtsgericht Traunstein zwischenzeitlich beendet wurde. Der Haftbefehl gegen den 19-Jährigen wurde unter Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Pressemitteilung der Einsatzzentrale Rosenheim

Vorbericht: Pressemitteilung der Polizei

Nach dem Leichenfund in einem Waldstück bei Schnaitsee, am 22. November, waren umfangreiche kriminalpolizeiliche Ermittlungen eingeleitet worden, die noch am Donnerstagnachmittag zur Festnahme eines Hauptverdächtigen führten. Am späteren Nachmittag gelang dann die Festnahme einer zweiten tatverdächtigen Person.

Zahlreiche Kräfte im Einsatz

Die Leiche der 53-jährigen Frau war am Mittwochnachmittag in einem Waldstück gefunden worden. In der Folge waren insbesondere am darauffolgenden Donnerstag zahlreiche Einsatzkräfte verschiedenster Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, der Bayer. Bereitschaftspolizei, des Bayer. Landeskriminalamtes sowie der Polizeiinspektion Spezialeinheiten Südbayern in die Ermittlungen und Fahndungen eingebunden. Die zuständige Staatsanwaltschaft Traunstein informierte sich vor Ort über die Ermittlungen.

Bilder vom Fundort

Bilder: Polizeieinsatz bei Schnaitsee

Drohnen als forensisches Hilfsmittel

Spurensichererungsexperten der Kripo Traunstein und Mühldorf hatten in Zusammenarbeit mit dem Institut für Rechtsmedizin die schwierige Aufgabe, den Fundort im Wald akribisch zu untersuchen und die Leiche vorsichtig zu bergen, um keine Spuren zu verwischen. Zudem musste eine Fülle an möglichem Spurenmaterial dokumentiert und gesichert werden. Hierzu kamen auch erstmals im Bereich der Kripo Traunstein Polizei-Drohnen zum Einsatz, die das Gelände detailgetreu von oben ablichten konnten. Mittels 3D-Fotografie wurde zudem der Fundort für eine spätere digitale Rekonstruktion dokumentiert.

Kein Zweifel an Gewaltverbrechen

Durch die Erkenntnisse der Tatortarbeit und der Gerichtsmedizin wurde als Todesursache eindeutig ein Gewaltverbrechen festgestellt. Parallel gelang es der mittlerweile installierten „Ermittlungsgruppe Schonung“ der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein, Indizien für einen Tatverdacht gegen den 20-jährigen Sohn der getöteten Frau zu sammeln. Dieser wurde im weiteren Verlauf in seinem Pkw in Altenmarkt festgestellt und widerstandslos festgenommen. In einer ersten Vernehmung räumte dieser die Tatbegehung ein.

Hinweise auf zweiten Täter

Im Laufe der Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf die Tatbeteiligung eines weiteren Mannes. Auch dieser konnte noch am gleichen Tag lokalisiert und festgenommen werden. Es handelt sich um einen 19-Jährigen aus dem Landkreis Traunstein, der mit dem 20-Jährigen bekannt bzw. befreundet ist.

Ermittlungen noch lange nicht abgeschlossen

Das Verbrechen an der 53-jährigen Frau ist in vieler Hinsicht außergewöhnlich. Das gesamte Tatgeschehen bedarf noch weiterer umfangreicher Ermittlungen und wochenlanger Spurenuntersuchungen, bis über den genauen Tatablauf und das Motiv eindeutige Aussagen getroffen werden können. Nach derzeitigem Ermittlungsstand erfolgte die Tatausführung bereits im September in der Wohnung des Opfers.

Haftbefehl erlassen

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein erließ der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Traunstein gegen den 20-Jährigen Haftbefehl, der junge Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Bezüglich des 19-Jährigen liegt derzeit noch kein Ergebnis vor.

Video vom Fundort der Leiche

Pressemitteilung Polizeiinspektion Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © montage

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