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Zu Besuch bei Familie Scherr

Straußen statt Ochs und Esel: So verbringen Maria und Josef aus Schnaitsee Weihnachten

Ganz wie Maria und Josef aus der Bibel läuft es bei Maria und Josef aus Schnaitsee nicht ab, denn statt Ochs und Esel beherbergt der Stall Straußen.
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Ganz wie Maria und Josef aus der Bibel läuft es bei Maria und Josef aus Schnaitsee nicht ab, denn statt Ochs und Esel beherbergt der Stall Straußen.

Ganz wie in der Weihnachtsgeschichte läuft es bei Maria und Josef Scherr aus Schnaitsee nicht ab. Weder müssen sie an Weihnachten im Stall schlafen, noch können sie sich an einen Besuch von Engeln oder Heiligen aus dem Abendland erinnern. Auch wer nach Ochs und Esel sucht, wird im Stall der Scherrs nicht fündig.

Schnaitsee – Wäre Jesus hier in Schnaitsee geboren, er wäre stattdessen von den schnappenden Mäulern der etwa 150 Straußen beschützt worden. Und statt auf dem Esel zu reiten, hätte das Hoverboard als Fortbewegungsmittel gedient, mit dem der Leiter des Straußenhofs Chiemgau, Markus Scherr, über den Hof braust.

Kartenspielen als Zeitvertreib

„Inzwischen“, erklärt Maria, „verbringen wir Weihnachten nur noch selten im Stall. Die Tiere werden von unserem Sohn Markus und seiner Frau versorgt. Wir genießen den Vorruhestand.“ Josef lacht. Früher sei das allerdings anders gewesen. „Da waren wir zweimal täglich drin“, sagt Josef. „Einmal morgens in aller Hergottsfrüh und dann abends noch einmal.“ Der Hunger der Tiere macht schließlich auch an Weihnachten keine Pause.

Zwischen der Stallarbeit findet sich aber trotzdem noch Zeit für die Kirche und etwas Spaß. „Manchmal, wenn Schnee liegt, gehen wir zum Eisstockschießen und abends wird getanzt“, sagte Maria. Josef grinst, „da geht‘s dann rund.“ Wenn Schnee und Eis ausbleiben, dann dient das Kartenspielen Maria und Josef der Moderne als Zeitvertreib. „An Weihnachten gab es bei uns schon immer viele Spiele.“ Die jüngeren Familienmitglieder spielen vor allem „Mensch ägere Dich nicht“, die älteren finden sich zum Schafkopfen zusammen.

An Weihnachten soll‘s entspannt zugehen

Noch ein Unterschied zur echten Weihnachtsgeschichte, denn dieses urbayerische Kartenspiel werden die Menschen in Judäa vor über zweitausend Jahren kaum gekannt haben. Schade eigentlich.

Unbekannt ist auch, was es bei Maria und Josef in der Bibel zu essen gab. Dies ist leider weder im Lukas- noch im Matthäus-Evangelium überliefert. Maria und Josef aus Schnaitsee haben aber gleich mehrere Ideen für das weihnachtliche Abendessen. „Bei uns gibt es Weihnachten Schweinswürste“, sagt Maria. „Ich mag es da eher entspannt, schließlich koche ich das ganze Jahr, da kann ich es mir Weihnachten gut gehen lassen.“

Maria und Josef und ein leckeres Straußensteak

Eine andere Möglichkeit wäre Straußensteak. Das ist zwar bestimmt nicht vor zweitausend Jahren serviert worden, schmeckt aber, wenn es richtig zubereitet ist, trotzdem.

Davon ist zumindest Josef überzeugt. „Straußenfleisch wird schnell zäh. Aber wenn man es richtig macht, gibt es nichts Besseres.“ Leider lässt sich nur schwer nachprüfen, ob der Josef der Bibel ihm da zugestimmt hätte, Maria aus Schnaitsee tut es jedenfalls.

Rezept für das perfekte Straußensteak mit Selleriepüree

Zutaten für das Straußensteak

  • 4 Stück Straußensteaks (je circa 200 Gramm)
  • 1 EL Olivenöl
  • 3-4 Zweige Rosmarin
  • 2 EL Butter

Die Steaks von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen und in einer großen, beschichteten Pfanne (mindestens 1/4 - besser 1/3 vom Pfannenboden sollten noch zu sehen sein) bei mittlerer Hitze von allen Seiten braten. Nachdem sich ringsum Röststoffe entwickelt haben, die Steaks auf einem Backgitter auf der mittleren Schiene des auf 100 Grad mit Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofens schieben. Die Steaks garen, bis eine Kerntemperatur von 54 bis 58 Grad erreicht ist (mithilfe eines Fleischthermometers überprüfen). Die Steaks aus dem Ofen nehmen und kurz ruhen lassen.

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Rosmarinnadeln von den Zweigen zupfen, Butter zusammen mit den Rosmarinnadeln in einer großen Pfanne aufschäumen lassen, die Steaks hineinlegen und in der Rosmarinbutter aromatisieren. Dabei die Steaks regelmäßig wenden und öfter mit der schäumenden Butter übergießen. Wenn die Butter aufhört zu schäumen, die Steaks zusammen mit den inzwischen knusprigen Rosmarinnadeln aus der Pfanne nehmen, kurz ruhen lassen, in dünne Tranchen schneiden und servieren.

Zutaten für das Selleriepüree

  • 200 g Knollensellerie
  • 1 mittelgroße Kartoffel
  • 220 ml Sahne
  • Meersalz

Sellerie und Kartoffel schälen, in grobe Würfel schneiden, mit der Sahne in einen Topf geben und langsam einkochen, bis die Sahne fast vollständig verkocht ist. Mit Meersalz würzen und mit dem Pürierstab fein cremig mixen (je länger man mixt, umso cremiger wird das Püree). Anschließend durch ein Sieb streichen. In einer Schüssel auf einem Wasserbad heiß stellen.

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