Prozess um mutmaßlichen Vergewaltiger aus Schnaitsee 

Urteil vertagt, Antrag der Rechtsanwälte auf Ablehnung der Staatsanwältin

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Der 34-jährige mutmaßliche Vergewaltiger mit seinem Verteidiger auf der Anklagebank.
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Traunstein/Schnaitsee - Der Prozess um den 34-Jährigen, der im Sommer 2017 zwei Frauen am selben Tag vergewaltigt haben soll, ging am 16. April, in die nächste Runde. Ein Urteil ist wohl so schnell nicht in Sicht. 

Update, 18.25 Uhr: Zwei weitere Tage angesetzt

In dem seit Januar laufenden Vergewaltigungsprozess gegen den 34-Jährigen aus Schnaitsee zeichnet sich vor der Zweiten Strafkammer am Landgericht Traunstein noch immer kein Urteil ab. Am 16. April fiel die Verhandlung wieder sehr kurz aus und endete mit einem Antrag der drei Verteidiger des Angeklagten auf Ablehnung der Staatsanwältin Veronika Ritz. Die Münchner Anwälte hatten auch schon den Richter Erich Fuchs versucht, abzulehnen - erfolglos.

Der Prozess wird nun am 24. April und am 7. Mai, jeweils um 9 Uhr, fortgeführt. Der 33-Jährige hatte zu Beginn des Prozesses vor Gericht Anfang März seine Unschuld beteuert

mb/kd

Erstmeldung, 7.45 Uhr: Verhandlung wird fortgefürhrt

Über eine Dating-App soll der Angeklagte zwei junge Frauen im Alter von 20 und 21 Jahren kennengelernt haben und in seiner Wohnung im Gemeindegebiet Schnaitsee vergewaltigt und mit Bissen und Schlägen verletzt haben. 

Wie die bayernwelle.de berichtet, werde am heutigen Montag, 16. April, erneut ein Sachverständiger gehört, der die Schuldfähigkeit des Angeklagten prüfen soll. Der psychiatrische Gutachter, den der Vorsitzende Richter Erich Fuchs bereits am 27. März geladen hatte, konnte wegen Urlaubs nicht am Prozess teilnehmen. Möglicherweise könnte der 34-Jährige aus Schnaitsee für schuldunfähig erklärt werden. Seit Beginn der Verhandlung macht der Angeklagte von seinem Schweigerecht Gebrauch.

Urteil für 24. April angesetzt 

Ein Urteil für den Fall des mutmaßlichen Doppel-Vergewaltigers ist am Landgericht Traunstein für den 24. April angesetzt. Der Prozess zieht sich schon seit Wochen - was in erster Linie an diversen Anträgen der drei Verteidiger des 34-Jährigen liegt. Am ersten Tag wurde die Verhandlung vorzeitig beendet, da der Angeklagte aufgrund von Bauchschmerzen für verhandlungsunfähig erklärt wurde. 

Der zweite Tag startete am 25. Januar erneut mit Verzögerungen und wurde mit einem Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter Erich Fuchs beendet. Die Anwälte des Angeklagten begründeten ihren Antrag mit der Art und Weise, wie Fuchs das mutmaßliche Vergewaltigungs-Opfer befragt habe.

Der vierte Verhandlungstag war wieder durchzogen von Anträgen auf die Unterbrechung des Prozesses

mb

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