"Future Water Energy" bestätigen Entscheidung

Schnaitsee wird Geothermie-Standort

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Schnaitsee - Bei Schnaitsee soll spätestens 2016 ein Geothermie-Kraftwerk in Betrieb gehen. Das gab jetzt die Fachfirma bekannt, die letztes Jahr den Raum erkundet hatte.

Die Firma "Future Water Energy" prästentierte jetzt ihre Pläne im Rahmen der Gemeinderatssitzung. Matthias Schiegl stellte den bisherigen Verlauf der Arbeiten und den geplanten Zeitrahmen vor. Entscheidendes Ergebnis: Die Festlegung Schnaitsees als Standort für ein Kraftwerk sei definitiv. Dabei nannte Hiegl das Gebiet zwischen Schnaitsee und Kreuzstraße als derzeit favorisiert. Hier seien auch schon wichtige und positive Gespräche mit den Eigentümern geführt worden.

In unmittelbarer Nähe gab es bereits vor mehreren Jahren eine Bohrung nach Öl oder Gas. "Vielleicht können wir darauf aufbauen", hoffte Schiegl. Auf Nachfrage von Bürgermeister Vitus Pichler erläuterte der Referent den derzeit vorgesehenen Zeitplan. Da zurzeit kein Bohrgerät zur Verfügung steht, wird sich der Beginn der Bohrung um ein halbes Jahr bis zum Anfang 2013 verschieben. Etwa zweieinhalb bis drei Jahre dauere es dann, bis das Kraftwerk in Betrieb gehen könne. "Das könnte bestenfalls Ende 2015, aber sicher Anfang 2016 der Fall sein", war Schiegl zuversichtlich.

Er informierte den Rat und viele Zuhörer über den grundsätzlichen Vorgang bei der Geothermie und wies auch auf die besonderen Gegebenheiten in Schnaitsee hin. Geologische Formationen, optimale Bruchzonen, mögliche Bohrpfaden und der damit verbundene erwähnte Standorte waren die Stichworte.

Matthias Schiegl stellte auch vor, wie ein Kraftwerksgebäude sich in die Landschaft einpassen könnte und gab Informationen zu den Lärmemissionen. Auf alle Fälle sei sichergestellt, dass für Schnaitsee Wärme in ausreichender Menge und Temperatur zur Verfügung gestellt wird, versicherte er. Das Wärmenetz wird in diesem Fall von der Gemeinde aufgebaut.

Die Gemeinde wird auch bei allen Planungen mit beteiligt. Dazu ist eine vertragliche Bindung zur Wärmelieferung vorab sinnvoll.

In puncto Risiko konnte Schiegl viele Befürchtungen entschärfen. Laut einer Erdbebenzonen-Karte des Geoforschungszentrums in Potsdam gibt es in Südbayern keine Gefährdung in dieser Hinsicht. Auch das Grundwasser bleibe durch ein Standrohr unberührt. Zudem werde als Kühlmittel kein Ammoniak verwendet.

Zum Abschluss gab Wilhelm Burke von der FWE Erläuterungen zu den Kosten. Die Investitionen betragen 50 Millionen Euro, die durch Risikokapital finanziert werden. Er erklärte, dass eine Gesellschaft für das Projekt bereits gegründet wurde.

ju

Rubriklistenbild: © pa

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