Ein Schutz-Schal für die Obinger Weide

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Obing - "Müssen sich Bäume in Obing warm anziehen?" könnte man sich fragen mit Blick auf die große Weide hinter dem Dorfgemeinschaftspavillon am Rathausplatz.

Der Stamm mit der zerfurchten Rinde ist mit bunten Streifen umwickelt, zusammengesetzt aus Stoffflecken und gestrickten Schals, sogar von den Ästen hoch oben hängen Textilien herunter. Der Grund für das Baum-Patchwork: Im Obinger Gemeinderat soll morgen, Dienstag entschieden werden, ob der Baum gefällt wird, weil er seine Äste in die Nähe des im Bau befindlichen neuen Rathauses ausstreckt. So wollen es einige Gemeinderäte, die befürchten, die Blätter der Weide könnten die Dachrinne des gemeindlichen Gebäudes verstopfen. Andere Gemeinderäte haben dagegen auf den ortsprägenden Charakter des Baumes verwiesen. Bürger machten nun ihre Meinung deutlich: Mitglieder der Politischen Alternative Obing (PAO) und der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe machten mit einer ungewöhnlichen Aktion auf den Baum aufmerksam, sie fanden Unterstützung bei den Frauen von der Obinger Quilt-Gruppe, die mit ihren Handarbeitsfähigkeiten die Idee des Patchwork für den Rathaus-Baum in die Tat umsetzten. "Bitte lasst die Weide stehen" stickten sie auf einen Streifen. Fachkundige Hilfe kam von Baumpfleger Stefan Mörner,ohne seine Ausrüstung hätte der Baum nicht "eingekleidet" werden können.

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