Gemeinsamer Kandidat der CSU und Unabhängige

Hermann Schramm will Bürgermeister in Tacherting werden

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Die CSU und Unabhängigen (UA) hat in der Gemeinde Tacherting Hermann Schramm voll den Rücken gestärkt.

Tacherting - Mit 28 von 29 abgegebenen gültigen Stimmen haben die CSU und Unabhängigen Hermann Schramm als gemeinsamer Kandidat für das Bürgermeisteramt nominiert.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Die CSU und Unabhängigen (UA) hat in der Gemeinde Tacherting Hermann Schramm voll den Rücken gestärkt. In der Nominierungsversammlung am Mittwochabend in der Pizzeria "Don Camillo" wurde der 57-jährige mit 28 von 29 abgegebenen gültigen Stimmen als gemeinsamer Kandidat für das Bürgermeisteramt nominiert. "Ich freue mich." Mit diesen Worten quittierte der Kandidat das Ergebnis und die Frage von Wahlleiter Markus Fröschl, ob er die Wahl annehme. 

Fröschl lobte die Tachertinger für ihren bisher fairen Wettbewerb um die Stimmen der Tachertinger. Er habe es bisher noch nie erlebt, dass in einer Nominierungsversammlung alle Bürgermeisterkandidaten in den Wahlversammlungen anderer Bewerber anwesend waren. "Für mich ist das tief beeindruckend", gestand Fröschl ein. Schramm hatte zum Auftakt die Anwesenheit seiner Mitbewerber in der Nominierungsversammlung mit einem Hinweis auf eine Radio-Meldung vom Morgen desselben Tages kommentiert, nach der noch 100 Kommunen in Bayern ohne Kandidaten für das Bürgermeisteramt seien. "Wir haben in Tacherting bisher zwei. Vielleich kriegen wir heute, so Gott will, den dritten." 


Doch bevor die Mitglieder des CSU Tacherting und der Unabhängigen Schramm auf den Schild heben konnten, mussten die Christsozialen der Listenverbindung zustimmen. Doch das war eine reine Formsache. Schließlich existiert die Verbindung in Tacherting schon so lange, dass selbst Bürgermeister Hans Hellmeier nicht sagen konnte, seit wann die CSU und die Unabhängigen in der Gemeinde zusammenarbeiten. Hellmeier übernahm es als Moderator des Abends, die Kandidaten vorzustellen. "Wir haben im CSU- Ortsverband beschlossen, mit Hermann Schramm ins Rennen zu gehen", sagte Hellmeier. Er stellte den Kandidaten kurz vor und im Frage-Antwort-Spiel mit Schramm entstand ein Bild des 57-Jährigen. Schramm betonte, er sei nahezu 30 Jahre hauptberuflich im BRK. 

Begonnen hatte das Engagement als Zivildienstleistender und führte über Stationen als Rettungsassistent und als Leiter der Rettungswache Trostberg bis zum Leiter des Rettungsdienstes beim Bayerischen Roten Kreuz. Als Vorgesetzter von etwa 200 Mitarbeitern habe er bereits Führungserfahrung, betonte Schramm, und mit einem Haushalt von jährlich etwa sieben Millionen Euro verwalte er ein ähnliches Volumen wie ein Bürgermeister einer ländlichen Gemeinde. "Ich traue es mir zu, dass ich es kann", unterstrich Schramm. In seiner Freizeit ist der Kandidat schon seit Jahrzehnten im Roten Kreuz engagiert. Der Wasserwacht gehört er seit 1976 an und hat als Schwimm-Ausbilder zahlreichen Tachertinger Kindern das Schwimmen beigebracht. Eine Tätigkeit, die ihm immer noch Spaß macht, betonte er, und auf die er sich wieder freut, wenn das Hallenbad einmal eröffnet ist. Er war zusammen mit seiner Frau Gründungsmitglied des Kindergartenfördervereins und dann selbst bis vor wenigen Wochen Vorsitzender. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit im BRK ist Schramm auch immer noch vielseitig ehrenamtlich im Roten Kreuz engagiert. Er ist unter anderem in der psychosozialen Notfallversorgung, örtlicher Einsatzleiter oder Einsatzleiter Rettungsdienst.

Da bleibt nicht viel Zeit, kommentierte Bürgermeister und Moderator Hans Hellmeier. Aber dieses breitgefächerte Engagement sei ein gutes Fundament, auf das der Kandidat aufbauen könne und das viele Parallelen zum Bürgermeister-Amt biete.Und die Familie zieht mit?", wollte Hellmeier wissen. "Die Familie trägt das mit", unterstrich Schramm. "Sonst wäre ich nicht hier." In einem solchen Amt sei es wichtig, dass man den Rücken freihaben könne, betonte Hellmeier. Der Bürgermeister wollte auch noch wissen, welche ersten Gedanken sich Schramm schon über das Bürgermeisteramt gemacht hat. Die eigentliche Vorstellung solle den Info-Veranstaltungen in den einzelnen Gemeindeteilen vorbehalten sein. "Mir gehen schon sehr viele Gedanken durch den Kopf", betonte Schramm. Er versprach dem amtierenden Bürgermeister: "Wenn ich am 15. März gewählt werde, werde ich am 16. März bei Dir im Büro stehen", um als Bürgermeister-Aspirant noch vor dem offiziellen Amtsantritt die ersten Einblicke zu gewinnen. Er wolle sich wichtige Bereiche genau ansehen und Personen kennenlernen, die später im Amt wichtig sind. "Ich werde das gerne übernehmen und Dich an meinen Erfahrungen teilhaben lassen", versprach Hellmeier. Der Bürgermeister übernahm es auch, die Listenkandidaten einzeln vorzustellen. Hellmeier lobte Schramms Einsatz für die Erstellung der Kandidatenliste der CSU/UA. Die Kandidaten bildeten das gesamte Gemeindegebiet ab, hob er hervor. Alle Schichten seien vertreten und auch vom Alter her eine "gute Durchmischung". Hellmeier zeigte sich zuversichtlich: "Ich glaube, die Liste wird entsprechende Erfolge einfahren." Hellmeier wollte den Bewerbern auch noch eine Botschaft in eigener Sache mitgeben:"Mir liegt am Herzen, dass wir das Wort Wahlkampf vermeiden. Es sollte ein Wettbewerb um die Stimmen der Bürger sein." Das Bürgermeister-Amt sei außerdem "keine One-Man-Show". Ein Erfolg sei nur im Team möglich. Und alle Kandidaten sollten bedenken, dass sie in einer Weise miteinander umgingen, die später im Gemeinderat eine Zusammenarbeit möglich mache. Dennoch sollten die Bewerber Unterschiede darstellen und Positionen klarmachen, dabei aber nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen und dennoch "die gute Erziehung nicht vergessen." 

Die Gemeinderatskandidaten:

  1. Hermann Schramm, 57, Leiter Rettungsdienst und Notfallsanitäter, CSU, Gemeinderatsmitglied
  2. Peter Oberhans, 59, Diplomingenieur Elektrotechnik, UA, Gemeinderatsmitglied
  3. Sabrina Mooshammer, 33, Krankenschwester, UA
  4. Manuel Leißl, 23, Student, CSU
  5. Reinhard Reichgruber, 48, Industriemeister, CSU, Gemeinderatsmitglied
  6. Christine Wicht, 49, Unternehmenscoach, UA
  7. Matthias Langlechner, 26, Heizungsbaumeister, CSU
  8. Hubert Pilgram, 45, Leitender Oberarzt am Klinikum Trostberg, CSU, Gemeinderatsmitglied
  9. Karl-Heinz Lutsch, 61, Betriebsverpflegungsleiter, CSU, Gemeinderatsmitglied
  10. Burgi Huber, 36, Selbstständige, UA
  11. Franz Sonderhauser, 42, Landwirt und Großhandelskaufmann, CSU, Gemeinderatsmitglied
  12. Florian Otten, 36, Diplom-Verwaltungswirt, UA
  13. Hamza Gönenci, 46, Chemiemeister, UA
  14. Iris Tögel, 48, Kaufmännische Angestellte, CSU
  15. Benedikt Redl, 28, Produktmanager, UA
  16. Yvonne Gratz, 44, Hausfrau (Polizeibeamtin), UA
  17. Tobias Rannetsberger, 29, Betriebswirt, UA 
  18. Aleksandra Bloos, 44, Damen- und Herrenschneiderin, Bestattungsberaterin, UA
  19. Andreas Guggenberger, 24, Chemikant, UA;
  20. Anton Gruber, 42, Anästhesiefachkraft, Rettungssanitäter, UA; Ersatzkandidat: Franz Langlechner, 70, CSU, Gemeinderatsmitglied

Pressemitteilung CSU-Ortsverband Tacherting

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