Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Tacherting

18 Fragen an Werner Disterer (Freie Wähler)

Will in Tacherting Bürgermeister werden: Werner Disterer (Freie Wähler).
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Will in Tacherting Bürgermeister werden: Werner Disterer (Freie Wähler).

Tacherting - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Tacherting wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Werner Disterer (Freie Wähler).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Werner Disterer


2. Partei

Freie Wähler Tacherting

3. Alter

51 Jahre

4. Wohnort

Tacherting, seit Geburt

5. Geburtsort

Trostberg

6. Familienstand

verheiratet mit Irmi

7. Kinder

2, Florian 21 Jahre, Theresa 17 Jahre

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

seit 1994 Mitglied der Freien Wähler seit 2014 Mitglied im Gemeinderat; Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss sowie den Arbeitskreisen Grund-/Hochwasser und Sanierung der Grund- und Mittelschule; Mitglied in der Lenkungsgruppe von ISEK seit 2018 stv. Ortsvorsitzender

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

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10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Ich bin seit meiner Geburt mit der Gemeinde eng verbunden und habe mich bisher immer gerne aktiv am Gemeindeleben beteiligt. Viele Jahre habe ich beim SV Linde erfolgreich Fußball gespielt, auch bei der Blaskapelle Emertsham war ich Gründungsmitglied und habe jahrelang aktiv mitgewirkt. Durch meine 10 jährige Vorstandstätigkeit beim SV Linde habe ich entscheidend zur Weiterentwicklung des Vereins und zu einer engen und sehr erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem TSV Peterskirchen im Fußball-Jugendbereich beigetragen. Daneben singe ich seit über 10 Jahren im Tachertinger Kirchenchor und bin durch meine ehrenamtlichen Tätigkeiten eng in allen Ortsteilen vernetzt. Das Besondere an Tacherting sind die intakten Vereine in jedem Ortsteil. Zudem bieten wir wohnortnahe Arbeitsplätze und erschwingliche Preise für Bauland. Auch finde ich die idyllische Lage sehr besonders. So hat man von Peterskirchen und Emertsham aus eine wunderbare Bergsicht und in Tacherting finden sie die schönen Alzauen.

11. Warum sind Sie genau die Richtige?

Mir liegt das Wohl der Bürger am Herzen. Ich möchte gemeinsam mit den Bürger*innen die Gemeinde Tacherting lebens- und liebenswert erhalten und weiter gestalten. Durch meine ehrenamtlichen Tätigkeiten kenne ich die Situationen und Herausforderungen in den drei Ortsteilen bestens. Ich weiß, auch aus dem persönlichen Austausch, wo den Bürgern der Schuh drückt und sehe viel Verbesserungs- und Optimierungspotenzial. Ich lebe ein wertschätzendes Miteinander und stehe für eine transparente, kommunikative sowie sachliche Kommunalpolitik. 

Neben anderen positiven Eigenschaften zeichnen mich Folgende besonders aus: 

• Führungsstärke und -erfahrung 

• Kreativität 

• Verhandlungsgeschick 

• Zusammenarbeit mit allen Beteiligten 

• Einbeziehung der Bürger in Entscheidungen für unseren Ort

12. Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? 

Wir haben über viele wichtige Dinge im Gemeinderat diskutiert, ohne dann einen Schritt weiter gekommen zu sein. Es geht hierbei um eine strategische Gemeindeentwicklung – von der Vision über den Plan zur Umsetzung. Diese Projekte will ich auf den Weg bringen und umsetzen. In diesem Zusammenhang ist mir die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sehr wichtig. Außerdem muss es gelingen, durch eine transparente Informations- und Kommunikationspolitik das Interesse der Bürger*innen zu wecken und zur Mitgestaltung zu animieren.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Die größte Herausforderung ist die Schaffung von altersgerechten Wohnformen. Älteren Personen, die seit vielen Jahren im Gemeindebereich Tacherting wohnen und hier ihren Lebensabend verbringen wollen, muss eine Perspektive geboten werden – einen alten Baum verpflanzt man nicht! Außer Diskussionen darüber und der Besichtigung von Einrichtungen in anderen Kommunen ist nichts passiert. Die in meinen Augen passende Fläche ist bereits im Gemeindebesitz. Im Rahmen der Umsetzung der Erkenntnisse aus dem ISEK-Prozess muss die Planung vorangetrieben und Gespräche mit Investoren aufgenommen werden.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

Ich will schnellstmöglich in die Umsetzung von Projekten der Ortsentwicklung von Tacherting und Emertsham aus den Handlungsempfehlungen aus ISEK, insbesondere in Bezug auf fehlende Versammlungsstätten und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit starten. Für die Feuerwehren in Emertsham und Peterskirchen wird aktuell ein Feuerwehrbedarfsplan erstellt. Aus diesen Erkenntnissen muss eine schnelle Lösung für die Zukunft der beiden Feuerwehrhäuser gemeinsam mit den Kamerad*innen erarbeitet werden. Als dritter Punkt ist die Sanierung bzw. der Neubau der Grund- und Mittelschule zu nennen. Hier gilt es in der nächsten Legislaturperiode eine entscheidungsreife Planung zu erarbeiten.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Mit der Ausweisung der Baugebiete Leitner Feld in Emertsham und Grundner Feld II in Tacherting haben wir bereits begonnen, neue Wohnbauflächen zu schaffen. Bei beiden Vorhaben verzögert sich das Verfahren. Dies möchte ich nutzen, um die Planung daraufhin zu prüfen, wie wir bedarfsgerechte, d.h. auch kleinere Wohnungen insbesondere für Ein- und Zweipersonenhaushalte oder Mehrgenerationenhäuser bereitstellen. Für Senioren geeignete Wohnformen kann ich mir in Emertsham und Tacherting nur in der Ortsmitte vorstellen. Auch für diese Aufgabe sehe ich den ISEK-Prozess als Grundlage der weiteren Planungen an. Daneben müssen wir auch Potenziale einer Nachverdichtung erkennen und nutzen.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Mit einem gemeindlichen Energiemanagement möchte ich nachhaltige Lösungen in allen gemeindlichen Einrichtungen entwickeln. So kann eine PV-Anlage auf dem Rathaus den dortigen Eigenverbrauch decken und auch in gemeindlichen E-Fahrzeugen genutzt werden. Auch auf den anderen kommunalen Einrichtungen ist diese Maßnahme zu überprüfen. In den nächsten Jahren will ich Zug um Zug die Straßenbeleuchtung und die Beleuchtung in den gemeindlichen Gebäuden auf LED-Technik umstellen. Auch für die Bürger*innen der Gemeinde müssen wir hier geeignete Angebote (z.B. bei der Ausweisung neuer Baugebiete) entwickeln. Klimaschutz geht uns alle an!

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Auch beim Artenschutz bedarf es einer systematischen Beurteilung sämtlicher vorhandener Flächen, damit die Gemeinde auch hier vorbildhaft agiert. Eine Blühwiese wurde im letzten Jahr bereits angesät. Bei weiteren Maßnahmen strebe ich einen intensiven Austausch mit dem Fachberater für Gartenkultur und Landespflege vom Landratsamt Traunstein, Herrn Breier, eine enge Zusammenarbeit mit dem gemeindlichen Bauhof und den gemeindlichen Landwirten an. Eine gute Lösung können wir nur gemeinsam finden.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Nutzen Sie Ihr Wahlrecht und gehen Sie zur Wahl. Ich möchte die Herausforderungen gerne gemeinsam mit Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde, meistern. Schenken Sie mir Ihr Vertrauen und wählen Sie mich zu Ihrem Bürgermeister.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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