Nach Demonstration

40 Hasen sind gerettet

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Unter schlimmsten Bedingungen mussten die Hasen in dem ehemaligen Pferdestall leben.
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Tacherting - In ihrem eigenen Kot und Dreck vegetierten rund 100 Hasen auf einem Hof in Tacherting vor sich hin. Doch nach der Demo am vergangenen Mittwoch hat sich einiges getan:

In blutverschmierten Kostümen und mit Bannern, auf denen zu lesen stand "Stoppen sie die Barbarei jetzt" und "Hier stinkt es nach Tierqual", demonstrierten neun Tierschützer am vergangenen Mittwoch vor einem Hof bei Tacherting. In den ehemaligen Pferdestallungen hatte eine Hasenzüchterin rund 100 Hasen untergebracht, die unter teils schlimmsten Bedingungen vor sich hinvegetierten. Ein Vierbeiner mit Namen "Hopsi" war so krank, dass er vom Tierarzt noch an Ort und Stelle eingeschläfert werden musste.

Die Demo

Tierschutz-Demo bei Tacherting

Nachdem die Aktivisten - die meisten vom Österreichischen Verein RespekTiere.at - die Polizei und das Veterinäramt verständigt hatten, lenkte auch die Besitzerin ein: "Ich kann nicht so weitermachen, weil es einfach zu viel wird." Vom Veterinäramt bekam sie zudem als Auflage, ihren Tierbestand zu reduzieren. Um das zu schaffen, bat sie die Tierschützer um Hilfe. Und die machten sich auch gleich an die Arbeit: "Am Tag nach der Besetzung des Hofes haben wir mit der fieberhaften Suche nach Plätzen für möglichst viele Tiere begonnen", so Tierschützer und Organisator der Aktion, Thomas Putzgruber.

So sah es vor einigen Wochen aus

Bilder von den Hasen im Stall

Und der Aufwand hat sich gelohnt: Zahlreiche Tierheimbesitzer und Privatpersonen strömten am Dienstag zu dem Hof, um den Vierbeinern ein neues Zuhause zu geben. Putzgruber: "Das Tierheim Waldkraiburg nahm zehn Hasen bei sich auf, fünf Meerschweinchen gingen zum Verein 'Heuwusler' (Meerschweinchen in Not) nach München, sechs Kaninchen zum Tierheim Theo nach Seekirchen, acht Hasen haben bei Privatpersonen einen festen Platz gefunden und rund 15 Kaninchen durften zur Pfotenhilfe nach Lochen, der Anlaufstelle für heimatlose Tiere." Auch die Kaninchenhalterin sei sehr bewegt von dem Ergebnis gewesen. Doch für die Tierschützer war das nur ein "Zwischenschritt", denn rund 60 Kaninchen leben immer noch auf dem Hof. "Die Besitzerin hat uns versprochen, in den nächsten Tagen darüber nachzudenken, weitere Tiere abzugeben", so Putzgruber.

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