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Bürgermeister gewährt erste Einblicke vor Eröffnung des Neubaus

Tradition lebt weiter: „Ein Bad gehört seit vielen Jahren zu Tacherting“

Hallenbad Tacherting
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Das Hallenbad in Tacherting eröffnet am 14. September. Bürgermeister Werner Disterer zeigt sich kurz vor der Eröffnung zufrieden.
  • Marina Birkhof
    VonMarina Birkhof
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Das Wasser ruht bereits im Becken, eingerahmt von freundlichen Farbtönen, die von gelb über grün ins bläuliche fließen. Die Gemeinde Tacherting steht kurz vor der Eröffnung des neuen Hallenbads. Bürgermeister Werner Disterer hat uns vorab einen exklusiven Einblick gewährt.

Tacherting - Endspurt: Wassertechnische Prüfungen sind angelaufen, Restarbeiten befinden sich in den letzten Zügen. Am Dienstag, 14. September, soll das Bad in Betrieb genommen werden. Coronabedingt steht vorerst nur eine kleine Eröffnung mit der hiesigen Schule und Vereinen mit Segnung durch den Ortspfarrer auf der Agenda. Ein Tag der offenen Tür für die breite Bevölkerung sei in naher Zukunft geplant.

„Es wird kein Spaßbad, sondern ein Lehrbecken für alle Altersstufen“, bekräftigt der Bürgermeister. Das Bad soll für Schulkinder und Erwachsene sowie örtlichen Vereinen wie der Wasserwacht und der vhs für Schwimmkurse, Rehasport, diverse Übungen oder einfach für jeden, der ab vom Alltag ein paar Bahnen zurücklegen möchte, fortan zur Verfügung stehen.

Der Neubau des Hallenbads in Tacherting.

Interesse von umliegenden Schulen vorhanden

Geplant ist die Öffnung des Beckens, das eine Größennorm von 16 zwei Drittel auf acht Meter besitzt, von 8 bis 22 Uhr. Die Zeiten können individuell via Belegungsplan gebucht werden. Dieser wird im Bad aushängen, aber auch auf der Homepage der Gemeinde zu finden sein, erläutert Disterer weiter.

Auch die umliegenden Schulen haben bereits Interesse bekundet, darunter die Grund- und Mittelschulen Tacherting und Kirchweidach, die Obinger Mittelschule, die Realschule Trostberg sowie die Grundschule in Engelsberg und die Volksschule in Altenmarkt.

Der Neubau des Hallenbads in Tacherting ist in freundlichen warmen Farben gehalten und harmoniert so mit der blauen Wasseroberfläche.

Altbau im Keller der Grundschule wird durch Neubau im Gewerbegebiet abgelöst

Das Hallenbad im Gewerbegebiet am Ortsrand neben den Sportanlagen Tachertings stellt einen Ersatzbau für das Hallenbad, damals mit kleiner Sauna, aus den 60er-Jahren dar. Der in die Jahre gekommene Altbau befand sich im Untergeschoss der Turnhalle der Hauptschule.

Was mit ihm nun geschieht, steht noch nicht fest. Damals stand die Aufbereitung im Raum - am Ende entschied sich der Gemeinderat für einen Neubau auf dem gemeindeeigenen 4000 Quadratmeter großen Grundstück in der Stefan-Flötzl-Straße.

„Monatelanger Stillstand“ sorgt für Verzögerung im Zeitplan

„Das war eine Grundsatzentscheidung, im Jahr 2018 ist der Durchführungsbeschluss gefallen, dass wir das Projekt angehen werden“, weiß der Bürgermeister. Nach 2,5 Jahren Bauzeit - Spatenstich war im Frühjahr 2019 - steht das Gebäude nun vor der Eröffnung. Kostenpunkt kurz vor Abschluss: 4,8 Millionen Euro.

Die ursprünglich niedriger angesetzten Kosten habe man Disterer zufolge nicht einhalten können. Denn Verzögerungen bei der Ausschreibung des Daches hätten die weiteren zeitlichen Vorgaben nach hinten verschoben „Wir haben zwar zugetan, andere Arbeiten wie Fließen legen vorzuziehen, doch der monatelanger Stillstand hat uns zurückgeworfen in der Planung. Sonst wäre das Bad wohl schon betriebsbereit.“

Der Eingangsbereich rechts ist farblich gestaltet, ebenso wie die Umkleiden und die Spinds.

Wasserhöhe hydraulisch via Hebefunktion einstellbar

Auf den letzten Metern steht der Eröffnung jetzt aber nichts mehr im Wege. Die Grünanlagen um das Gebäude bekommen noch einen letzten Schliff und verleihen dem Gebäude einen einladenden ersten Außeneindruck.

Im Inneren werden die Badefreunde von freundlichen Farben begrüßt, die sich von Schließfächern im Eingangsbereich über Spinds in den Umkleiden bis über Duschen und WC ins Innere des Bads ziehen. In weiteren Räumen sind Technik und Reinigung untergebracht. Einzelne Räumlichkeiten stehen unter anderem der Wasserwacht zur Verfügung.

Mittels Hubboden kann die Wasserhöhe variiert werden: Quasi von null bis auf eine Tiefe von bis zu 1,80 Metern lässt sich der Edelstahlboden auf der oberen Hälfte des Beckens hydraulisch via Hebefunktion absenken. Die Mechanik ist TÜV-geprüft. So soll das Bad möglichst vielen Anforderungen gerecht werden und Schwimmern jeden Alters genügend Raum zur Entfaltung bieten.

Mittels Hubboden lässt sich die Beckenhöhe individuell variieren, sodass es für jede Art von Wassersport oder Schwimmunterricht gerecht wird.

Natürlich sei das schlagende Argument das Thema Schule gewesen, doch auch die Gesundheit und Sport für jedes Alter spielten bei dem Neubau ebenso eine Rolle. „Wir möchten den Bereich Wasser allen anbieten und hier ein Angebot schaffen, dass Schwimmer fit und vital bleiben - vom Kleinkind bis zum Senior. Wir hoffen sehr, dass die Bürger das neue Hallenbad annehmen“, fährt Disterer fort und wirft einen Blick auf das glasklare Wasser, das bereits im Becken ruht und geduldig auf Schwimmer wartet.

„Auch wenn es auf den ersten Blick für unsere kleine Gemeinde ein bisserl ungewöhnlich erscheint, ein Bad gehört seit vielen Jahren zu Tacherting und wir wollen diese Tradition weiterleben lassen. Nun heißt es abwarten, wie es anläuft, Erfahrungen sammeln und gegebenenfalls Anpassungen treffen“, schließt der Bürgermeister seine Ausführungen.

Das Tachertinger Hallenbad in der Außenansicht.

mb

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