IG Metall gegen mögliche Fusion

Arbeiter-Proteste bei Linde: In Schalchen bleibt's wohl ruhig

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Tacherting - Noch im April wollen Linde und Praxair die Fusion zum weltgrößten Gaseanbieter beschließen. Der Gegenwind der Gewerkschaften nimmt zu - doch an Schalchen werden die geplanten Proteste wohl vorbeiziehen.

Die IG Metall ruft die Linde-Belegschaft zu Protesten gegen die geplante Fusion mit dem US-Rivalen Praxair auf. Mit 28 Milliarden Euro Umsatz wäre der Konzern dann Weltmarktführer. Doch die Gewerkschaft befürchtet einen massiven Stellenabbau und weniger Mitbestimmung in Betrieb und Unternehmen. Für den 27. April plant die IG Metall einen europaweiten Aktionstag an den Linde-Standorten

"In Schalchen wird es aber keine Aktionen geben", so Christian Nass von der zuständigen IG Metall in Rosenheim. Der Grund: In Schalchen baut man "nur" die Gasanlagen und Luftzerleger, "die Betroffenheit wäre dort nicht so groß". Trotzdem werden sich Arbeiter des Werks bei Tacherting an den Protesten vor der Zentrale in München beteiligen, versichert Nass. 

700 Beschäftigte hat Linde in Schalchen

Einen Tag nach den Protestaktionen, am 28. April, will der Industriegasekonzern seine Bilanz für das erste Quartal vorlegen.

Die Arbeitnehmerseite will im Aufsichtsrat geschlossen gegen eine Fusion mit Praxair stimmen

. Aufsichtsratschef Reitzle kündigte dagegen an, die Fusion zur Not mit seinem doppelten Stimmrecht im Aufsichtsrat durchzudrücken. 

Weltweit arbeiten rund 60.000 Menschen für die Linde AG, 8000 davon in Deutschland. Größter Standort ist Pullach mit 3300 Mitarbeitern, 2200 arbeiten in München, in Schalchen sind es 700 Beschäftigte. 

xe

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