Was für eine Schau

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Schmuckstücke und Raritäten zogen die Oldtimerfreunde in großer Zahl an: ob der Ford aus den 30er-Jahren (links oben), der in der 50er-Jahren zum Rennfahrzeug umgebaut wurde, der 45er-Lanz von Hans Gottbrecht, der einen Höllenlärm machen kann, der Opel P 4 (rechts unten) und die BMW-Maschine (unten Mitte) aus den 30er-Jahren. Großer Betrieb herrschte auch auf dem Teilemarkt, bei dem 80 Händler vertreten waren.

Taufkirchen - Rund 500 Oldtimer, Autos, Motorräder und Traktoren, und ein Vielfaches an Besuchern kamen gestern zur Schauveranstaltung, die der Vehikelclub Taufkirchen bereits zum 21. Mal organisierte.

Rund um das Gasthaus in Gallenbach herrschte seit dem Vormittag Hochbetrieb. Die Aktiven vom Vehikelclub Taufkirchen um ihren Vorstand Anton Auer hatten alles bestens vorbereitet: 80 Teilehändler waren gekommen, um ihre Artikel anzubieten. Und rund 500 Oldtimerbesitzer fuhren bis in die Nachmittagsstunden mit ihren Schmuckstücken vor. "Alles belegt. Wir haben keinen Platz mehr", freute sich Toni Auer über die gute Beteiligung bei herrlichem Spätsommerwetter.

Echte Raritäten waren auch in diesem Jahr wieder auf dem Gelände vertreten und zogen die Schaulustigen an. Zum Beispiel die beiden historischen Rennfahrzeuge, mit denen Lou Müller und Ales Pavisic aus dem Landkreis Traunstein nach Taufkirchen gekommen waren. Die zwei Fahrzeuge, ein Ford A von 1930 und ein Roadster aus dem Jahr 1931, wurden in den 50er-Jahren umgebaut, um an Höchstgeschwindigkeitsrennen in Salt Lake teilzunehmen. Vor drei Jahren hat Pavisic seinen Wagen in Kalifornien gekauft, drei Jahre hat es gebraucht, bis er restauriert und wieder straßentauglich war. Lou Müller: "Viele von diesen Fahrzeugen gibt es in Süddeutschland nicht."

Nicht nur "US-Amerikaner" fuhren in Gallenbach vor, auch italienische, französische Fabrikate, und natürlich deutsche Wertarbeit, Daimler Benz, DKW oder Opel. Mit einem roten P4 aus den 30er-Jahren "noch mit Holzrahmen" war ein Ehepaar aus dem "Altlandkreis Bad Aibling" mit Original "AIB"-Kennzeichen herübergekommen. Jeden Sonntag, wenn das Wetter es zulässt, sind sie mit dem Wagen unterwegs, erzählen sie, und "wenn das Auto nicht geht, ist man ganz krank".

Stolz und Freude über die blitzenden Fahrzeuge ist den Oldtimerbesitzern anzusehen, ob sie nun Automarken und Fabrikate mit besonders gutem Klang ihr Eigen nennen oder eher solche, die längst aus dem Straßenverkehr verschwunden sind, weil sie keine Zukunft mehr hatten, wie etwa Trabis oder die tschechische Velorex, ein motorisiertes Dreirad.

Auch wenn er nicht der Schönste unter all diesen internationalen Modellen ist, der lauteste ist der 45er-Lanz Bulldog mit Glühkopf-Motor, 10, 4 Liter Hubraum und 45 PS (Baujahr 1948) von Hans Gottbrecht gewiss. "Es ist immer wieder ein Erlebnis, was der Bulldog für eine Metten machen kann", ruft der Moderator ins Mikrofon, während der Hans, ein Gründungsmitglied des Vehikelvereins, Gas gibt. Einen französischen Weinberg-Bulldog aus dem Jahr 1930 stellt er vor und mehrere andere Fahrzeuge und Motoren. Aus Niederbayern kommt eine Dreschmaschine mit Brechmühle (Baujahr 1909), die von vielen Schaulustigen umringt wird. Traktoren sind seit Langem ein Schwerpunkt dieser Oldtimerschau, ungefähr 100 waren heuer vertreten und nicht weniger Motorräder...

Aus dem weiten Umkreis kommen sie jedes Jahr nach Taufkirchen, aus Niederbayern sowieso, aber auch aus Ulm, Ingolstadt und Nürnberg, aus Linz, Salzburg und Kitzbühel sind sie mit ihren Oldtimern angereist.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

Quelle: innsalzach24.de

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